BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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BdWi gratuliert Richard Sorg zum 80. Geburtstag

10.01.2020: Am 13. Januar 2020 feiert unser BdWi-Kollege Professor Richard Sorg in Hamburg seinen 80. Geburtstag.
Vorstand und Geschäftsführung des BdWi beglückwünschen ihn dazu ganz herzlich.

Am 13. Januar 2020 feiert unser BdWi-Kollege Professor Richard Sorg in Hamburg seinen 80. Geburtstag. Vorstand und Geschäftsführung des BdWi beglückwünschen ihn dazu ganz herzlich. Wir wünschen ihm Gesundheit und dass seine unermüdliche Schaffenskraft in den vielfältigen politisch-publizistischen Projekten, in denen er sich nach wie vor engagiert, nicht nachlässt.

Richard gehört dem BdWi seit dessen Neugründung 1972 an und hat den Verband seitdem ohne Unterbrechung ehrenamtlich politisch, durch breit diskutierte Veröffentlichungen und auch finanziell unterstützt. Von 1982 bis 1993 gehörte er dem Vorstand des Verbandes an. Man könnte ihn also als eine Art BdWi-Urgestein bezeichnen, nicht zuletzt angesichts seiner Prägung durch die Marburger Uni.

Richard studierte in Tübingen, Westberlin, Zürich und Marburg Theologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Soziologie. Diese fachliche Breite merkt man auch seinen späteren Forschungen und Publikationen an, die sich selten auf eine bestimmte Disziplin beschränken. Seine Dissertation erschien etwa 1974 zum Thema "Marxismus und Protestantismus". Danach wirkte er als Soziologe bis 1978 am (Abendroth-) Fachbereich Gesellschaftswissenschaft (FB 03) der Universität Marburg, von 1978 bis 1985 als Hochschullehrer an der Fachhochschule Wiesbaden, schließlich von 1985 bis 2005 auf einer Professur für Allgemeine Soziologie an der Fachhochschule Hamburg. Der verdiente Ruhestand nach 2005 wurde dann aber keiner; zumindest nicht im wissenschaftlichen und politischen Sinne. Richard unterstützte weiterhin nicht allein den BdWi, sondern blieb auch Mitglied der Wuppertaler Marx-Engels-Stiftung und wirkte als Fellow des Berliner Instituts für Kritische Theorie (InKrit). Die Zahl seiner Veröffentlichungen wuchs noch einmal stetig an, vor allem zum Thema der materialistischen Dialektik - schließlich auch Musikgeschichte: Richard dürfte der einzige BdWi-Kollege sein, von dem ein Text es bis in das Programmheft der Bayreuther Festspiele (2015) geschafft hat. Es handelt sich um die schriftliche Fassung eines Vortrages "Wie umgehen mit Richard Wagner?" vor der Marx-Engels-Stiftung (2014), den die Wagner-Erben offenbar für diskutierenswert hielten.

Im unmittelbaren Themenspektrum des BdWi engagierte sich Richard auch auf dem Feld der Hochschulpolitik und der Studienreform. In den 70er Jahren wirkte er in Zusammenarbeit mit Rainer Rilling am Thema "Kooperation von Hochschulen und Gewerkschaften" mit, zu dem auch mehrere Veröffentlichungen erschienen. Das Oberthema dazu hieß "Studienreform und Arbeitnehmerinteresse" in der Perspektive einer klassenpolitischen Gegenhegemonie (den Begriff kannte damals kaum jemand) zu den Machtverhältnissen, die ansonsten in der Wissenschaft wirken. In den 80er Jahren schließlich unterhielt der BdWi unter Richards Mitwirkung einen (bundesweiten) Arbeitskreis Soziale Arbeit und Erziehung, der ein eigenes Jahrbuch (1985) zum Thema Studienreform in diesem Fach herausgab.

Wir wünschen uns, dass uns Richards Engagement, sein breites Wissen sowie auch seine geduldige und ruhige Art des Nachdenkens und Argumentierens noch lange erhalten bleiben.

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