BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

Newsletter abonnierenKontaktSuchenSitemapImpressumDatenschutz
BdWi
BdWi-Verlag
Forum Wissenschaft

Identität und Klasse. Debatten um verbindende Klassenpoitik und Intersektionalität

Donnerstag, 25.11.2021, 14:00 Uhr bis Sonntag, 28.11.2021, 13:00 Uhr

Herbstakademie von BdWi, FIB beim BdWi, fzs und Rosa-Luxemburg-Stiftung in Werftpfuhl

Weltweit lässt sich eine Verschärfung gesellschaftlicher Konflikte beobachten. Ausdruck findet dies im Aufschwung populistischer Parteien ebenso wie in Bewegungen, die sich gegen Diskriminierung richten und die Gleichberechtigung benachteiligter Gruppen anstreben. Beispielhaft dafür stehen Begriffe wie #metoo und #blacklivesmatter. In der wissenschaftlichen Forschung wie in der politischen Analyse werden diese Tendenzen als Konflikt zwischen Identitäts- und Klassenpolitik gedeutet und kontrovers diskutiert.
Auch der akademische Bereich bleibt von den Auseinandersetzungen nicht unberührt. Bestrebungen zum Abbau bestehender Diskrimierungen werden mitunter als Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit interpretiert, andererseits finden Debatten um Erscheinungsformen rassistischer, patriarchaler und klassistischer Ausgrenzung an Hochschulen wachsende Resonanz.
Hochschulpolitisch Aktive - Studierende wie Lehrende - sind herausgefordert, zu den erwähnten Fragestellungen Positionen zu entwickeln und Stellung zu beziehen. Ziel der Tagung soll es sein, aktuelle Entwicklungen zu analysieren und gemeinsam Strategien zur Verteidigung und Weiterentwicklung einer demokratischen und diskriminierungsfreien Hochschule zu entwickeln.
Hochschulen sind zentraler Ort gesellschaftlicher Wissensproduktion, -diskussion und -vermittlung. Um Beiträge zur Entwicklung einer vielfältigen demokratischen Gesellschaft leisten zu können und damit die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft wahrnehmen zu können, müssen sie Strukturen entwickeln, die bestehende Benachteiligungen abbauen und mehr Diversität und Gleichberechtigung ermöglichen.
Die Herbstakademie, die seit mehr als 15 Jahren jährlich stattfindet, versteht sich als Raum für Begegnung, gemeinsames Lernen und solidarische Diskussionen zwischen Aktiven unterschiedlicher Spektren der Linken, kritischen Studierenden und WissenschaftlerInnen, zwischen Partei, Gewerkschaften, Bewegung und kritischer Wissenschaft – und allen daran interessierten Menschen.
Die Veranstaltung findet vom 25. bis 28. November 2021 im Tagungshaus „Kurt Löwenstein“ Werftpfuhl (bei Berlin) mit Unterbringung und Vollverpflegung statt und wird von BdWi und fzs in Kooperation mit weiteren Partner*innen, u.a. der Rosa-Luxemburg-Stiftung, veranstaltet. Teilnehmer*innen sind Studierende, wissenschaftlich Tätige und politisch Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet.
Vorbehaltlich möglicher pandemiebedingter Einschränkungen rechnen wir mit ca. 50 Teilnehmer*innen.

Vorläufiger Programmplan:
Donnerstag, 25.11.:
Einführung

  • Jens Kastner, Lea Susemichel: Kontroversen um Identitätspolitik in Gesellschaft und Hochschule
  • Katrin Ganz, Jette Hausotter: Das Konzept der Intersektionalität

Freitag, 26.11.:
Vormittag: Klassenkampf und Antiklassismus

  • Streitgespräch: Chancen & Grenzen des Klassismus-Konzepts
  • Nicole Gohlke, Die Linke im Bundestag: Klassenpolitik und Akademisierung

Nachmittag: Geschlechterverhältnisse und Klassenpolitik

  • Ines Schwerdtner: Warum Klassenpolitik feministische Analysen braucht
  • parallele Workshops:
  • Julia Dück (angefragt): marxistisch-feministische Perspektiven auf Kämpfe um soziale Reproduktion in/nach Corona
  • N.N.: Queere Perspektiven zur Klassenfrage

Samstag, 27.11.:
Vormittag: Klassenpolitik & (Anti-)Rassismus

  • Ceren Türkmen (angefragt): Klasse heute: von race/class zu racial capitalism
  • Fishbowldiskussion: Solidarische Einwanderungsgesellschaft: "Bildungsausländer*innen", prekäre Arbeitsverhältnisse und mangelnde Diversität an deutschen Hochschulen, mit Vertreter*in vom Bundesverband ausländischer Studierender(BAS) sowie Asli Telli Aydemir (Academics for peace, angefragt)

Nachmittag: Probleme der Antidiskriminierung

  • Gudrun Hentges (angefragt): Schreckgespenst "Cancel Culture": Wissenschaftsfreiheit und Antidiskriminierung
  • Randi Becker (angefragt): Antisemitismus als Leerstelle intersektionaler Theorie und Praxis

Sonntag, 28.11.:
Was tun?
Abschlussdebatte

Der Zeit- und Themenplan wird noch aktualisiert und auf www.bdwi.de veröffentlicht.

Teilnahmebeitrag:
60 Euro (ermäßigt 40 Euro) bei Unterkunft im Mehrbettzimmer, 85 Euro im Doppelzimmer, 135 Euro im Einzelzimmer

Anmeldung an: FIB beim BdWi, Gisselberger Str. 7, 35037 Marburg
E-Mail: fib@bdwi.de

Die Teilnahmemöglichkeit kann in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie nur unter bestimmten Bedingungen möglich sein, ebenso können auch Beschränkungen der Teilnahmezahl erfolgen. Die genauen organisatorischen Rahmenbedingungen werden sich deshalb erst kurzfristig klären. Änderungen in dieser Hinsicht werden wir dann zeitnah mitteilen.

* = Obligatorisch
Anmeldung*
Vorname*
Name*
E-Mail*
Straße*
PLZ, Ort *
Verpflegung*
Zimmer*
Anmerkungen
Mitgliedschaft
Ich möchte Mitglied des BdWi werden
Newsletter
Ich möchte den BdWi-Newsletter abonnieren

> Zurück

Zum Seitenanfang | Druckversion | Versenden | Textversion