BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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BdWi-Herbstakademie: Europe what’s next? Kämpfe um Europa zwischen autoritärem Krisenregime, rechtem Kulturkampf und (Auf-)Bruch von unten

Donnerstag, 01.09.2016 bis Sonntag, 04.09.2016

Herbstakademie des BdWi und der Rosa Luxemburg Stiftung – Kurt-Löwenstein-Haus, Werftpfuhl (bei Berlin)

Die Herbstakademie des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und der Rosa Luxemburg Stiftung versteht sich als Raum für Begegnung, gemeinsames Lernen und solidarische Diskussionen zwischen Aktiven unterschiedlicher Spektren der Linken, kritischen Studierenden und WissenschaftlerInnen, zwischen Partei, Gewerkschaften, Bewegung und kritischer Wissenschaft – und allen daran interessierten Menschen.

Wir erleben eine Zeitenwende in Europa: Das neoliberal-imperiale Herrschaftsprojekt der Europäischen Union sich in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Die EU steht für Millionen Menschen in Europa kaum noch für die Hoffnung auf ein besseres Leben in Freiheit und Sicherheit.
Für Linke ist das jedoch kein Grund zur Euphorie. Im Gegenteil: Die herrschenden Kräfte setzen Austeritätspolitik und Freihandel mit einem zunehmend undemokratischen Krisenregime durch. An den Außengrenzen wird ein Krieg gegen Geflüchtete geführt. Für die internationalistische Linke in Europa stellen sich Schicksalsfragen: Droht ein Zerfall der EU und ein Durchbruch reaktionär-nationalistischer Kräfte? (Wie) kann angesichts dieser Entwicklungen, die linke Perspektive einer Neugründung Europas von unten verteidigt und wiederbelebt werden? Stehen wir angesichts der Grenzen links-reformerischer Strategien auf nationaler wie europäischer Ebene perspektivisch vor der Situation: Sozialismus oder Barbarei?

Gemeinsam wollen wir diskutieren:

  • Welche Lehren sind aus dem Scheitern Syrizas (und der Linken in Europa) zu ziehen? (Wie) kann ein Aufbau von Gegen-Macht in den Kommunen (siehe Barcelona und Madrid) zur Grundlage transnationaler Macht von unten werden?
  • Was könnte das linke Projekt der Neugründung Europas sein? Wer kann angesichts der verschränkten Herrschafts- und Machtverhältnisse in der EU und der imperialen, (post-)kolonialen Rolle Europas im globalen Kapitalismus das „Wir“ eines Kampfes um Europa bilden?
  • Können die Kämpfe um die Rechte der Geflüchteten, gegen den reaktionären Kulturkampf von rechts, gegen Prekarisierung sowie gegen das TTIP Bündelungspunkte für eine transnationale Bewegung zur Neugründung Europas sein?
  • Wie können wir hier, im Kernland des europäischen Krisenregimes, angesichts der gegenwärtigen Rechtsentwicklung Kräfte bündeln und die Verhältnisse verändern?

Es wird auch eine Kinderbetreuung geben: Dafür bei der Anmeldung bitte unbedingt Anzahl und Alter der Kinder angeben. Danke!

Vorbereitung und Tagungsorganisation:
Julia Dück, Lia Becker, Moritz Altenried, Janek Niggemann und Moritz Warnke

Programm

Donnerstag, 1.9:
12.30 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Begrüßung und Eröffnung

Einstieg. update. Soziale Bewegungen und Kämpfe in und um Europa

15.00 - 18.00 Uhr: Die Krise der Europäischen Union – Zerfall, autoritäre Rechtsentwicklung oder Brüche von unten?

  • Thomas Sablowski (Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa Luxemburg Stiftung, BdWi-Beirat)
  • Lukas Oberndorfer (wissenschaftlicher Referent Arbeiterkammer Wien, Assoziation für kritische Gesellschaftstheorie)
  • Etienne Schneider (Uni Wien)

20.00 Uhr: Heinz Bierbaum (Mitglied im Parteivorstand Die LINKE und der Europäischen Linkspartei): Krise und Erneuerung der europäischen Sozialdemokratie – was folgt daraus für die sozialistische Linke?

Freitag, 2.9:
9.00 – 12.30 Uhr:
Hilfloser Antifaschismus? Linke Strategien gegen rechten Kulturkampf und drohende Faschisierung in Europa

  • Sebastian Friedrich (Redaktion ak)
  • Benjamin Opratko (Uni Wien; forscht zu antimuslimischem Rassismus)
  • Christina Kaindl (DIE LINKE; Leiterin Abteilung Strategie und Grundsatz)
  • Felix Syrovatka (wissenschaftlicher Mitarbeiter bei MdEP Fabio de Masi)

19.00 – 21.30 Uhr: Mario Candeias (Direktor des Institutes für Gesellschaftsanalyse der RLS): Europa von unten neu begründen - aber wie? Überlegungen zu einem konstituierenden Prozess und einer „verbindenden Partei“ gegen Neoliberalismus und Rechtspopulismus

Samstag, 3.9:
9.00 – 12.30 Uhr: Von der Kritik der EU als Herrschaftsprojekt zur emanzipatorischen „konkreten Utopie“ einer Neugründung Europas

  • Alex Demirovic (Institut für Gesellschaftsanalyse, BdWi-Beirat): Sozialismus in Europa?! Wie könnte eine transnationale „konkrete Utopie“ aussehen?

14.00 – 18.00 Uhr: Ag-Phase:
Soziale Bewegungen und Ansatzpunkte für ein „Europa von unten“

AG 1: Südeuropa nach dem Scheitern von Syriza. Soziale Kämpfe, linker Regionalismus und Perspektiven der konstituierenden Macht von unten

  • Nikolai Huke (forscht zu Krise und sozialen Bewegungen in Europa)
  • Sofia Kousiantza (ehemals Syriza, Berlin)

AG 2: Kämpfe um Migration - vom europäischen Migrationsregime zur solidarischen Einwanderungsgesellschaft?

  • Anne Steckner (DIE LINKE, Abteilung Strategie und Grundsatz)

Ag 3: Queer-feministische Perspektiven gegen Neoliberalismus und rechten Kulturkampf

  • Katharina Pühl (Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS)

Abends: Grillen

Sonntag, 4.9.:
9.00 Uhr bis 12.30 Uhr: Ein Aufbruch gegen neoliberale Politik und Rechtspopulismus!
Wie verändern wir die Kräfteverhältnisse in Deutschland?

  • Felix Wiegand (Goethe Universität Frankfurt, Interventionistische Linke)
  • Benjamin Opratko (Initiative „Aufbruch“, Autor u.a. mosaik-blog.at)
  • Lia Becker (DIE LINKE, wiss. Mitarbeiterin des Parteivorstandes)

Ab 12.30 Mittagessen und Abreise

Der Zeit- und Themenplan wird noch aktualisiert.

Teilnahmebeitrag: 60 Euro (ermäßigt 45 Euro) bei Unterkunft im Mehrbettzimmer, 85 Euro im Doppelzimmer, 135 Euro Im Einzelzimmer

Anmeldung an: FIB beim BdWi, Gisselberger Str. 7, 35037 Marburg
E-Mail: fib@bdwi.de

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