BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

Newsletter abonnierenKontaktSuchenSitemapImpressumDatenschutz
BdWi
BdWi-Verlag
Forum Wissenschaft

Reclaim your Hochschule!

Samstag, 16.05.2020, 12:15 Uhr bis 18:30 Uhr

Hochschuldemokratie und gesellschaftliche Verantwortung, Köln

Arbeitstagung des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) in Kooperation mit AK Zivilklausel Köln, FIB beim BdWi, fzs, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW u.a.

  • Aufgrund der Corona-Epidemie ist unsicher, ob die Tagung am 16.5. stattfinden kann. Wir prüfen deshalb auch Möglichkeiten der zeitlichen Verschiebung sowie einer zumindest teilweisen Verlagerung von Veranstaltungsangeboten in den digitalen Raum.
  • Über entsprechende Änderungen oder Absagen werden wir selbstverständlich mit dem gebotenen zeitlichen Vorlauf informieren.*

Wissenschaft hat immer auch eine gesellschaftliche Verantwortung – das ist eine der Grundüberzeugungen der Mitglieder des BdWi. Gleichzeitig sind wir seit unserer Gründung (1968) von der Überzeugung geleitet, dass die demokratische Selbstverwaltung der Hochschule die besten Möglichkeiten bereitstellt, diese Verantwortung auch wahrzunehmen, sie zum Thema auch von akademisch-politischen Kontroversen und öffentlichen Debatten zu machen. Aus diesem Impuls ergab sich die ständige Auseinandersetzung mit autoritären und autokratischen hochschulinternen Entscheidungsstrukturen – im Grunde bis heute.
Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung betrifft zahlreiche Themenfelder mit unterschiedlicher, auch wechselnder Priorität. Derzeit stehen etwa Fragen von Krieg und Frieden sowie der anthropogene Klimawandel und seine Folgen im besonderen Fokus. Wissenschaftler*innen unterstützen massenhaft die jugendliche Bewegung der »Fridays for Future«, sowohl zunehmend organisiert im Rahmen der »Scientists for Future«, als auch mit individuellem Engagement im Hörsaal oder auf der Straße. Außerdem engagieren sie sich für Zivilklauseln und stehen gegen Rüstungsforschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein.
Gesellschaftliche Verantwortung benötigt auch Rahmenbedingungen, Strukturen, wissenschaftliche Arbeitsverhältnisse und Studienbedingungen, die ihre Wahrnehmung ermöglichen. Der neoliberale Umbau der Hochschulen verschlechtert diese Möglichkeiten kontinuierlich. Sei es aufgrund des Teufelskreises der prekären Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft oder des zeitraubenden und fragwürdigen Kampfes um Drittmittel als Kompensation für die strukturelle Unterfinanzierung, kurz: die politisch hergestellte Dauerkonkurrenz um Mittel und Anerkennung. Es kommt also darauf an, demokratische Handlungsspielräume (zurück) zu gewinnen. Ein Ziel, das verschiedene Ebenen umfasst und auf diesen angegangen werden muss: im Seminarraum, durch Zusammenschlüsse, bei Gremiensitzungen und in der allgemeinen Hochschularchitektur und nicht zuletzt auch in (hochschul)politischen Debatten. Angesprochen sind demnach wir alle!
Und gleichzeitig sind auf diesem Weg noch einige Fragen zu klären: Wie verändern sich die Diskurse über die gesellschaftlichen Themen, die im Rahmen von Wissenschaft verhandelt werden? Welche Akteur*innen spielen hierbei eine Rolle, welche sind dabei vielleicht bisher nur unzureichend adressiert? Wie können die angesprochenen Räume zurückgewonnen werden? Wie können wir mit Kritik an diesem Engagement oder vielleicht gesellschaftlich unerwünschten Forschungsergebnissen umgehen; insbesondere, wenn diese Kritik von rechts stammt?
Die Veranstalter*innen laden alle Interessierten zur Diskussion über »Hochschuldemokratie und gesellschaftliche Verantwortung« ein.

Referent*innen (u.a.):
- Alex Demirovic: Keynote
- Senta Pineau (AK Zivilklausel Köln, angefragt): Verantwortung für den Frieden
- Meike Spitzner (Wuppertal-Institut): Klimawandel und die ökologische Bewegung
- Tilman Reitz (Uni Jena): Wissenschaft in der neoliberalen Hochschule
- Andreas Keller (GEW): Akademische Arbeitsbedingungen

Das genaue Programm der Tagung ist noch in Planung.

Ort: DGB Haus Köln, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln

* = Obligatorisch
Anmeldung*
 an der Tagung 
  an der BdWi-Mitgliederversammlung. 
Vorname*
Nachname*
E-Mail*
Straße*
PLZ, Ort*
Anmerkungen
Mitgliedschaft
Ich möchte Mitglied des BdWi werden
Newsletter
Ich möchte den BdWi-Newsletter abonnieren

> Zurück

Zum Seitenanfang | Druckversion | Versenden | Textversion