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»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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Die Janusköpfigkeit von Forschung und Technik. Zum Problem der zivil-militärischen Ambivalenz

  
 

3-924684-39-1

Wolfgang Liebert, Rainer Rilling, Jürgen Scheffran (Hg.)

Wissenschaft und Frieden Band 19

ISBN 3-924684-39-1, Juni 1994, 334 Seiten, jetzt nur 12,00 EUR statt bisher 24,00 EUR

Hier kann dieses Buch bestellt werden.

Vom 27. - 29. November fand in München eine Fachtagung unter dem gleichnamigen Titel statt, deren Beiträge in diesem Band versammelt sind. Der Impuls für diese Tagung ging von dem Gedanken aus, dass es nach Ende des Ost-West-Konfliktes endlich die Chance geben sollte, den militärischen Gebrauch der Wissenschaft - auch von augenscheinlich ziviler Wissenschaft - für militärische Innovationen zu minimieren. Spätestens in Zeiten beginnender quantitativer Abrüstung sollte das Ende einer Vergeudung wiisenschaftlicher Ressourcen für qualitative Sprünge in der wissenschaftlich-technisch geprägten Kriegsführung organisierbar sein. Präventive Rüstungskontrolle und Konversion militärisch relevanter Forschung und Entwicklung müssten auf der Tagesordnung stehen. Dagegen sprechen jedoch Tendenzen einer fortgesetzten Entwicklung militärischer Hochtechnologie und einer zunehmenden Dual-use-Konzeptionierung in der Forschungs- und Technologiepolitik, die auf die Nutzung der zivil-militärischen Ambivalenz von Forschungs- und Technologiebereichen abzielt.

Inhalt

  • Vorwort der Herausgeber
  • Politische Rahmenbedingungen und strukturelle Hintergründe
  • Wolfgang Liebert / Rainer Rilling / Jürgen Scheffran: Die Ambivalenz von Forschung und Technik und Dual-use Konzeptionen in der Bundesrepublik Deutschland
  • Edelgard Bulmahn: Volksvertreter ohne Information. Transparenz - ein Fremdwort im Bereich der militärischen Forschung und Entwicklung
  • Hans-Jürgen Hugenschmidt: Militärisches Forschungspotential, Ambivalenzien, Naturwissenschaften und zivil-militärische Übergänge
  • Rainer Rilling: Zuviel in Feuerkraft, zu wenig in die Gehirne...Die Rüstungs- und Technologiepolitik der USA im Übergang
  • Beispiele für Ambivalenz und Dual-use in Forschung und Technik
  • Jürgen Scheffran / Dieter Engels / Elisabeth Heinemann: Dual-use in der Raumfahrt
  • Carsten P. Krück: "Spin-off" aus der Raumfahrt
  • Peter Müller-Reich / Christof Schütte: Der Faserkreisel - ein Beispiel für Dual-use
  • Werner Fuß: Militärische Anwendungen von Lasern
  • Wolfgang Liebert / Martin Kalinowski: Ambivalenz im Bereich nuklearer Forschung und Technologie
  • Manfred Domke: Informationstechnologien für das Militär
  • Markus Jathe: Ambivalenz Neuronaler Netze
  • Klaus Mainzer: Künstliche Intelligenz, Neuroinformatiknd die Aufgabe der Philosophie
  • Erhard Geissler: Biologische Waffen: Janusköpfige Hydras
  • Kathryn Nixdorff: Biotechnologie und vorbeugende Rüstungskontrolle. Zivil-militärische Verwendung von biologischer Forschung
  • Marianne Müller-Brettel: Dual-Use in der Psychologie. Militärpsychologie - ein wichtiges und legitimes psychologisches Forschungs- und Berufsfeld?
  • Voraussetzungen und Möglichkeiten für Veränderung und Umsteuerung
  • Wolfgang Liebert: Ambivalenz und Janusköpfigkeit in dre Wissenschaft. Bemerkungen zur Analyse und zu wissenschaftstheoretischen Hintergründen
  • Volker Bialas: Die Technik und ihre Bewertung. Ein Diskussionsbeitrag zur Frage der ethischen Begründung des technischen Handelns
  • Tomas Sauer: Probleme der Rüstungskonversion in der GUS
  • Jürgen Scheffran: Wissenschafts- und Technikkonversion am Beispiel der russischen Raumfahrt
  • Wolfgang Pohl / Manfred Scheifele: Alternativtöpfe, Förderfonds, Gutscheinsysteme
  • Erich Schmidt-Eenboom: Möglichkeiten der Veränderung: Zivil-militärische Übergänge
  • Jürgen Schneider: Herausforderungen an die WissenschaftlerInnen. Wer schweigt, ist mitschuldig
  • Memorandum der Fachtagung "Die Janusköpfigkeit von Forschung und Technik - Zum Problem der zivil-militärischen Ambivalenz" München 27.-29. November 1992

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