BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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Forum Wissenschaft

Bologna und "unternehmerische Hochschule" - Was folgt?

Donnerstag, 28.06.2018, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Vortrag: Torsten Bultmann, Trier

Warum scheitert der Bologna Prozess – und zwar immer wieder?

Im Sommer 1999 vereinbarten 29 europäische Bildungsminister_innen im italienischen Bologna mit der sog. Bologna-Deklaration nichts Geringeres als die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums. Mittlerweile hat sich jedoch die angebliche Zielsetzung einer »Europäisierung« des Studiums als Fake erwiesen. Erstens macht jedes der beteiligten Länder, was es will. Zweitens ist gerade in Deutschland die Europäisierungsrhetorik nur vorgeschoben, um in Wirklichkeit eine Verbilligung und Verschulung des Studiums zu bewirken. Damit werden Finanzmittel generiert, um diese in die sogenannte Spitzenforschung zu verschieben. Auf diesem Feld findet die eigentliche ›Internationalisierung‹ der Wissenschaft statt. Durch Sonderprogramme wie der Exzellenzinitiative soll ein spezieller Typus von ›Elite-Universitäten‹ (world class universities) geschaffen werden, der mit der Liga um Harvard, Princeton oder Oxford konkurrieren kann. Dieser Strategie und den damit verbundenen Widersprüchen soll in der Veranstaltung auf den Grund gegangen werden.

Referent: Torsten Bultmann, Jg. 1954, Bonn, studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik, arbeitete lange in der Studierendenbewegung und interessiert sich auch heute noch zäh für Hochschulpolitik. Er ist politischer Geschäftsführer des Bunds demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi).

Gastgeber: Referat für Hochschulpolitik AStA Uni Trier und AStA der Universität Trier

Ort: Universität Trier, Universitätsring 15, 54296 Trier, Raum: B14

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