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Klaus Holzkamp

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Bewusstsein - Planung - Sozialismus

15.11.2007: Eine trügerische Dreieinigkeit

  
 

Forum Wissenschaft 4/2007

Da haben sie sich etwas angerichtet, die Menschen der jüngeren Vergangenheit, mit ihrer Selbstüberschätzung als das vernunftbegabte Subjekt, das gleichsam über der Natur und den Ergebnissen seiner eigenen Tätigkeit stehe. Karl Hermann Tjaden durchmisst die Dimensionen der Vorstellungen vermeintlicher Dreieinigkeits-Klassiker zu den drei Begriffen, die auf den ersten Blick zusammengehörig scheinen, legt überschüssige Anmaßungen und Defizite ebenso frei wie seine Verortungskriterien und fordert genaue Analyse und genaues Denken.

Die drei Begriffe in der Überschrift (Hirn-Gespinste wie alle Begriffe) stehen, wie es scheint, in einem Zusammenhang wechselseitiger Verweisung. Aus frühbürgerlichem und frühsozialistischem Denken heraus hatte sich in der Arbeiterbewegung die Idee entwickelt, dass eine bewusste Weltsicht mittels planvollen Gestaltens zu sozialistischen Arbeits- und Lebensverhältnissen führen könne, die ihrerseits ein planvolles und bewusstes "Sein" fördern würden. Ob dies durch Reform oder durch Revolution erreicht werden konnte, war ein Streitpunkt, der diese Überzeugung, als gemeinsame, bereits voraussetzte. Bis heute wird sie dem liberalistischen Ideal entgegengehalten, das man zu Recht als "Dogma der Optimierungsautomatik konkurrenzwirtschaftlicher Strukturen"1 charakterisiert hat. Was ist von dem Verweisungszusammenhang zu halten, den jene Triade suggeriert?

Marx, Engels und ihre Erben ...

Die Ausarbeitung eines Sachzusammenhangs von Bewusstsein, Planung und Sozialismus, behaupte ich, gibt es bei den Begründern des Historischen Materialismus nicht. Karl Marx und Friedrich Engels hatten, anders als es später hieß, nicht die Auffassung vertreten, zu den wesentlichen Merkmalen des Sozialismus gehöre, neben der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, der Abschaffung der Ausbeutung und der Bedürfnisorientierung der Produktion, auch "die bewußte, planmäßige Leitung der Gesellschaft nach einem Gesamtwillen".2 Aber: Sie hatten der Annahme einer Dreieinigkeit von Bewusstsein, Planung und sozialistischer Gesellschaft mit diversen Argumentslinien zugearbeitet. Vor allem gibt es das anthropologische Dogma Marx’ im "Kapital", ein menschlicher "Baumeister" unterscheide sich von allen (anderen) Tieren dadurch, dass er sein angestrebtes Werk in seiner "Vorstellung" vorausdenke. Das scheint für Marx die Voraussetzung der Möglichkeit gewesen zu sein, dass die "Gestalt des gesellschaftlichen Lebensprozesses" jenseits des Kapitalismus "unter bewußter planmäßiger Kontrolle steht" - was Engels wiederum in seinem "Anti-Dühring" so bewertete, dass "der Mensch" im Sozialismus, "in gewissem Sinn, endgültig aus dem Tierreich [ausscheidet]."3 In den genannten und in anderen Werken der beiden Autoren finden sich zudem moralphilosophische und politökonomische Argumentationen, die der Auffassung eines intrinsischen Zusammenhangs von Bewusstsein, Planung und Sozialismus Auftrieb zu geben scheinen. Da ist die Rede von der kapitalistischen "Martyrologie der Produzenten" einerseits und, andererseits, der Notwendigkeit ihrer Befreiung aus der "Knechtung" durch "planvolle Handhabung der gesamten Produktionsmittel", damit "der Mensch also nicht mehr bloß denkt, sondern auch lenkt"; und vom Modell "Verein freier Menschen, die mit gemeinschaftlichen Produktionsmitteln arbeiten und ihre vielen individuellen Arbeitskräfte selbstbewußt als eine gesellschaftliche Arbeitskraft verausgaben", was unter bestimmten theoretischen Voraussetzungen eine "gesellschaftlich planmäßige Verteilung" der Arbeitszeit bedeutete.4 Es geht hier nicht darum, ob die verschiedenen Prämissen dieser Argumentationen immer mit den historischen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen verträglich sind, über die man heute verfügen kann (zumindest bei der Annahme einer besonderen Vernunftfähigkeit der Angehörigen der Subspezies H. sapiens sapiens sind da erhebliche Zweifel angebracht). Es soll hier lediglich interessieren, ob die Begründer der historisch-materialistischen Theorie einen Sachzusammenhang der Kategorien Bewusstsein, Planung und Sozialismus - über mehr oder minder zufällige Andeutungen hinaus - ausdrücklich angenommen und ausgearbeitet haben.

Kaum mehr als Andeutungen

Dass dies der Fall nicht ist, geht nicht erst aus unseren (wenn auch fragmentarischen) Zitaten, sondern schon aus der Tatsache hervor, dass diese drei Begriffe selber im Werk von Marx und Engels ziemlich vage bleiben, gar nicht zu vergleichen etwa mit ausgearbeiteten zentralen Kategorien wie Arbeit, Ware oder Kapital. Auch wenn das bei Marxist/inn/en regelmäßig auf ungläubiges Kopfschütteln stößt: Einen ausgearbeiteten Begriff von Bewusstsein gibt es bei Marx - bei all seiner Kritik idealistischer Verselbstständigungen des "Bewusstseins" durch rückbezügliche Verweisungen auf ein gesellschaftliches "Sein" - nicht, und die zu Recht viel gerühmte Dechiffrierung des Fetischcharakters der Ware und des Kapitals (vor allem im ersten Band des "Kapital") bleibt eine Ausnahme.5 Auch der Begriff der Planung, der in den Werken dieser beiden Klassiker des historischen Materialismus nur selten vorkommt, bleibt insofern unbestimmt, als er im Wesentlichen als Gegensatz zur Planlosigkeit der Gesamtwirtschaft in der kapitalistischen Produktionsweise bestimmt wird - sieht man von einer gelegentlichen Verwendung des Begriffs "gesellschaftliche Buchführung" im zweiten Band des "Kapital" von Marx ab.6 Und mit den Begriffen "Sozialismus" und/oder "Kommunismus" schließlich meinten Marx und Engels (z.B. in "Grundsätze des Kommunismus", im "Manifest der Kommunistischen Partei") zunächst nicht eine Gesellschaftsform, sondern nur eine "Lehre", eine "Anschauungsweise" oder einen "Gedankenreflex", so dass es den hiermit beauftragten Wissenschaftler/inne/n in sozialistischen Ländern recht schwer gefallen sein muss, Gedanken von "Marx und Engels über die sozialistische und kommunistische Gesellschaft" in die Form eines 542-seitigen Buches zu bringen.7 Für Marx jedoch war der "Sozialismus" zwar "positives [...] Selbstbewußtsein des Menschen", "aber der Kommunismus [...] nicht als solcher das Ziel der menschlichen Entwicklung - die Gestalt der menschlichen Gesellschaft."8 Gewiss haben Marx in seiner Kritik des Gothaer Parteiprogramms und Engels in seiner Schrift gegen Dühring Vorstellungen über eine postkapitalistische Wirtschaft vorgetragen, insbesondere Prinzipien der Entstehung, Verteilung und Verwendung des gesamtwirtschaftlichen Produkts. Leitvorstellung war dabei eine Planung der gesellschaftlichen Produktion und Reproduktion aufgrund von Vergleichen sowohl von Arbeitsmengen untereinander als auch von Arbeitsaufwand und Nutzeffekten der erzeugten Gebrauchsgüter.9 Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass die Arbeiterbewegung und die Marxist/inn/en von Marx und Engels keine ausgearbeitete Lehre eines inneren Sachzusammenhangs von "Bewusstsein", "Planung" und "Sozialismus" geerbt haben, sondern lediglich die Neigung, eine entsprechende Denkweise zu verfolgen bzw. ihr anzuhängen. Kein Zweifel besteht allerdings daran, dass Engels und Marx im Grundgedanken des sog. Kommunistischen Manifests, die "alte bürgerliche Gesellschaft" müsse durch eine "Assoziation" überwunden werden, "worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist", einer unverzichtbaren Utopie Konturen verliehen haben.10 In dieser klassenlosen Gesellschaft soll, wie Engels später in "Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates" klarstellte, "die Produktion auf Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert" werden; in ihr soll es zur "Herstellung einer wirklichen gesellschaftlichen Gleichstellung" von Frauen und Männern als Voraussetzung der "Befreiung der Frau" kommen, und "die ganze Staatsmaschine" gehört lt. Engels "ins Museum [versetzt]".11

Umsetzungsversuche

Wie das funktionieren sollte, mussten die russischen Bolschewiki nach dem Sieg der Oktoberrevolution 1917 zu zeigen versuchen. Als in der isolierten postrevolutionären Gesellschaft in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre eine bewusste Entscheidung zum "Aufbau des Sozialismus in einem Land" fiel, war damit auch die Entscheidung für eine zentral geplante Erwirtschaftung von Mitteln für den Aufbau von Grundindustrien unter Zwang verbunden. Vorangetrieben wurde diese nachholende Industrialisierung durch eine staatliche Steuerung der Volkswirtschaft, in der die Durchsetzung güterwirtschaftlicher Planungen und die Anwendung wertbezogener Wirtschaftsrechnungen irgendwie kombiniert werden sollten. Ob und ggf. auf welche Weise "Plan" und "Wert" miteinander verbunden werden konnten, wurde schon zu Beginn jenes Aufbaus kontrovers diskutiert und ist bis zum Ende des sozialistischen Systems nicht zufriedenstellend geklärt worden, trotz mancher kluger Erörterungen der Planungsmethodik und beachtlicher Erfolge der Planungspraxis.12 Unklarheiten der Begriffe "Plan" und vor allem "Wert" und des Verhältnisses beider kennzeichnen schließlich auch jüngste Träumereien von einer "demokratisch geplanten Äquivalenzökonomie", die einen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" ermöglichen soll und deren Entwurf im Übrigen offenbar das Tempo der Abstimmung wirtschaftlicher Vorgänge mit der Effizienz der Wirtschaftsweise selber verwechselt.13

Es gibt wichtige Einsichten, die dem wissenschaftlichen Bemühen zu verdanken sind, Möglichkeiten zu erkunden und zu erproben, eine - insoweit sozialistische - reale Volkswirtschaft auf der Grundlage von Gemeineigentum insgesamt bewusst zu planen. Ein Beispiel ist die Sozialistische Reproduktionstheorie, die Wissenschaftler/innen in der DDR seit den 1970er Jahren erarbeiteten. Sie ließ sich von F. Engels‘ Gedanken leiten, bei einer solchen Wirtschaftsweise komme es darauf an, das Verhältnis des gesamtwirtschaftlichen Aufwands an Arbeit zu den Nutzeffekten zu verbessern, welche die erzeugten Güter und Leistungen angesichts der Bedürfnisse der vergesellschafteten Menschen haben.14 Dabei gab es verschiedene Ansätze, das System einer (sozialistischen) Ökonomie als eines zu begreifen, das auf vorökonomische Voraussetzungen (die Bevölkerung und den Naturhaushalt des jeweiligen historisch-geografischen Milieus umfassend) gegründet ist, die insgesamt durch ökonomische Aktivität nicht nur genutzt, sondern auch belastet werden und die zu reproduzieren sind. Das musste Konsequenzen für die ökonomischen Kategorien Arbeitswert und Reproduktion haben. Dabei wurde deutlich, dass nicht alle Elemente und Effekte der Ökonomie als rechenbare Größen erfasst werden können. Und man begann darüber nachzudenken, was es bedeutet, als Ziel wirtschaftlicher Tätigkeit nicht eine möglichst große Menge Gebrauchsgüter (oder sogar nur Werte), sondern einen möglichst großen Nutzeffekt des gesellschaftlichen Arbeitsaufwands in Bezug auf konkrete Bedürfnisse anzustreben. Dabei war man sich klar über den in der marxistischen Diskussion schon seit langem erörterten Sachverhalt, dass insbesondere diese Art von Nutzen und letztlich auch die Gesamtheit der Arbeitsaufwendungen nicht oder jedenfalls nicht genau messbar sind. So verwies die Theorie selber auf Grenzen einer bewussten und geplanten Steuerung der Gesamtwirtschaft.

Im "Nicht-sozialistischen Wirtschaftsgebiet" wurde das Thema einer bewusst geplanten sozialistischen Wirtschaftstätigkeit im Rahmen marxistischer Wissenschaft mit anderen Blickrichtungen behandelt. So gab es z.B. grundlegende ökonomische Überlegungen von Maurice Dobb zu "Unterschieden zwischen einer Planwirtschaft und einer atomistischen Marktwirtschaft", wobei die Art und Weise der Entscheidung über die Investitionen in den Mittelpunkt gerückt wurde.15 Wolfgang Abendroth verwies auf die Notwendigkeit einer Theorie der "Überleitungsplanung", nämlich der Weiterentwicklung "bewusster" "erster Formen des Interventionismus der öffentlichen Gewalt in den ökonomischen Prozeß" zu einer "Planung des Übergangs entwickelter Industrienationen zu den Anfängen einer klassenlosen Gesellschaft unter voller EURung und Weiterentwicklung demokratischer Verfassungsgrundlagen".16 Joachim Bischoff und andere betrachteten, in Anknüpfung an die eurokommunistische Programmatik in den 1970er Jahren, die Option einer sozialistischen "Reorganisation der Ökonomie", wobei eine "breite Beteiligung aller Bevölkerungsteile" an einem "Prozeß der nationalen Wirtschaftsprogrammierung" als wesentlich hervorgehoben wurde.17 Solche Texte zeigen das Bemühen, Bewusstsein, Planung und Sozialismus als Kategorien einer kapitalismuskritischen Strategie aufzufassen. Insoweit dabei - hierin Marx folgend - die Voraussetzung getroffen wurde, diese Strategie werde durch ein kollektives Subjekt, insbesondere die Arbeiterklasse, getragen und verwirklicht werden, hat sich diese Setzung "historisch - zumindest bisher - nicht bestätigt"18, wie immer man (wir kommen darauf zurück) dieses Kategoriensystem überhaupt beurteilen mag.

Jenseits der Marxismen

Welche Rolle ein bewusst-planvolles Gestalten von Lebensverhältnissen (eine Fähigkeit, die nicht nur Menschen aufweisen) in anderen Kulturen gespielt hat, sei dahingestellt. Recht wichtig wurde es jedenfalls in der westlich-europäischen Zivilisation, schon im Altertum und im Mittelalter, beispielsweise in Form von Siedlungs- und Wirtschaftsflächenplanungen. Besonderes Gewicht gewann es in der modern-bürgerlichen Gesellschaft: Ein typisches Beispiel sind die Maßnahmen zur Regionalentwicklung in den schottischen Highlands, die planmäßigen clearances zugunsten einer Akkumulation von Kapital, die nicht zuletzt durch Marx berühmt geworden sind.19 Die bürgerlichen Gesellschaften wurden also nicht erst - nun aber besonders - seit der monopolistisch-imperialistischen Formierung ihrer Ökonomie durch regulierende und planifizierende Aktivitäten geprägt, die es insbesondere in Kriegs- und Nachkriegszeiten gibt (von faschistischen Regimen ganz zu schweigen). In bürgerlichen Gesellschaften gibt es aber auch Aktivitäten dieser Art, die sich einem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Ich greife drei Beispiele heraus, die ich anhand einschlägiger Hand- und Fachbücher verdeutliche:

Unter Sozialplanung wird die bewusste Beeinflussung sozialer Verhältnisse zwecks Erreichung bestimmter, gedanklich vorweggenommener Zielzustände verstanden. Sieht man von einem umfassenden Verständnis dieses Begriffs im Sinne von "Gesellschaftsplanung" ab, so geht es um "die Planung sozialpolitischer Objektbereiche", z.B. in den Feldern Jugendhilfe, Altenhilfe, Behindertenhilfe - in gewissem Sinn auch um ein planendes Eingreifen im Interesse der Betroffenen. Die Erfolge einer so orientierten Sozialplanung in der BRD auf kommunaler Ebene gelten als beschränkt. Eine interessante Ausnahme bilden wohl die seit Anfang der 1970er Jahre baurechtlich verankerten Sozialpläne mit ihrer Bindung an konkrete Bebauungsplanverfahren und städtebauliche Sanierungsmaßnahmen.20

Als Investitionskontrolle bezeichnet man kapitallenkende Maßnahmen in Gestalt von finanziellen Anreizen und/oder politischen Ge- und Verboten, welche auf die (insbesondere: private) Investitionsaktivität einwirken, wobei eine öffentliche Bindung dieser Aktivität und eine "bewußte Orientierung an strukturellen Leitvorstellungen", insbesondere regionaler und/oder sektoraler Art, gegeben sein können. In der BRD herrschten allerdings nicht-koordinierte und nicht-integrierte kapitallenkende Maßnahmen durch staatliche finanzielle Förderung vor, evtl. ergänzt durch strukturpolitische Rahmenprogramme. Eine an strukturpolitischen Vorgaben orientierte Lenkung kann die Entwicklung von Produktionskapazitäten, Arbeitsplatz- und Ausbildungsangeboten (sowie der betroffenen Stoff- und Energieumsätze) beeinflussen. "Die weitestgehenden Vorschläge zur Investitionskontrolle zielen auf eine prinzipielle Veränderung der Dispositionsmacht über das gesellschaftliche Mehrprodukt [...] nach Maßgabe von Bedarfsprojekten [...]".21

Unter Raumplanung und -entwicklung ist eine Vielzahl planender und lenkender Maßnahmen vorab der Öffentlichen Hände zu verstehen, die sich auf die Nutzung und Gestaltung des Gebiets bzw. von Teilräumen einer Gesellschaft und der darin verorteten Mensch-Umwelt-Verhältnisse beziehen. Es existiert ein System von Bebauungs- und Flächennutzungs- sowie von Entwicklungsplänen für Quartiere, Kommunen, Regionen und Länder, die nach dem lange vorherrschenden Ideal auf die Herstellung oder Bewahrung guter und interregional "gleichwerter" Lebensbedingungen gerichtet waren, ergänzt durch Landschaftsplanungen, die der Vermeidung oder Behebung ökologischer Schäden dienen sollten. Betrachtet man die "faktische Steuerungsleistung" räumlicher Planung der BRD, so ist festzustellen, dass "Anspruch und Wirklichkeit [...] weit auseinander liegen", da das "Planungssystem nicht objektbezogen ausgestaltet ist," sondern nur einen "allgemeinen Rahmen definiert". Von wenigen Ausnahmen abgesehen, fehlen Möglichkeiten einer Positivplanung, etwa von Investitionsvorhaben. Gegen die Übel einer überzogenen umfassenden Entwicklungsplanung und einer unnützen bloßen Stückwerksplanung - Pest und Cholera sozusagen - gibt es das Heilmittel einer Planung konkreter Vorhaben im Rahmen einer "generellen Strategie für die ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Entwicklung eines Raumes".22

Planungsillusionen

Die geringen Erfolge öffentlicher Planungen in verschiedenen Sach- und Querschnittsbereichen in der BRD, soweit sie auf ein Gemeinwohl gerichtet waren oder jedenfalls sein sollten, korrespondieren mit großen Schäden, die sich aus privatem Wildwuchs individueller Interessen in denselben Bereichen ergeben haben. Dieses Elend einer scheinbar gemeinnützigen staatlichen Planung und Entwicklung, in dem sich (ein Ausdruck von Marx und Engels)23 die "illusorische Gemeinschaftlichkeit" nicht nur des bürgerlichen Staatswesens offenbart, beruht sicherlich auf einem praktischen Wirkungszusammenhang von serviler Politik, mechanistischer Technik und partikularem Kapital. Es ist aber auch Folge theoretischer Selbsttäuschung, nämlich eines einlinigen Denk-, Handlungs- und Rechtfertigungsmusters, in dem die Wirklichkeit durch den Tunnelblick des Bürokraten, den Machertick des Ingenieurs und den Wachstumswahn des Ökonomen verengt, misshandelt und vernebelt wird. Dieses Muster ist - in immer neuen Anläufen - Gegenstand wissenschaftlicher Kritik geworden. Die Auffassung, man könne ein angestrebtes Vorhaben allein mittels einer vorgreifenden Vorstellung hinreichend erfassen und erfolgreich verwirklichen, ist falsch, weil zum Begreifen und Gestalten der Wirklichkeit auch und vor allem die bewusste EURnehmung gegenwärtiger und vergangener Verhältnisse im Sinne einer integrierten Perzeption gehört. Möglichst umfassende Vergegenwärtigungen aktueller Erscheinungen und tradierter Altlasten sowie Rückblicke auf vergangene Gegebenheiten und Wirkzusammenhänge (wie sie z.B. in einem gerade erschienenen dreibändigen Sammelwerk zu den Natur- und Umweltverhältnissen in der DDR gemacht werden)24 sind für vorausschauende Politik und Wissenschaft unverzichtbar. Die Annahme ferner, man könne die gesellschaftlich-natürliche Wirklichkeit in einem gewünschten Sinn einfach dadurch umgestalten, dass man planerische Ziele im Sinne eines Zweck-Mittel-Schemas durch bloße Verwirklichung technischer Maßnahmen zu erreichen sucht, ist i.d.R. wegen unzureichender Konkretisierung der Ziele wie der zu verändernden Ausgangslage naiv. Stattdessen bedarf es eines Verfahrens der Planung und Bewertung solcher Maßnahmen innerhalb eines ökologisch und sozial sinnvollen Entwicklungsszenarios, das die politische Definition szenarischer Projekte ermöglicht. Es ist daher einleuchtend, wenn ein Fachvertreter die moderne Landschaftsplanung - die spezifisch ökologische Form einer Flächennutzungs-, Umwelt- und Ressourcenplanung - in diesem Sinn als "politische Planung" verstanden wissen will.25 Der Vorstellung schließlich, dass die gesellschaftlichen Arbeits- und Lebensverhältnisse so gestaltet werden müssten, dass das Wachstum des Sozialprodukts gefördert wird, ist vor allem entgegenzuhalten, dass nicht nur die Produktion von Gütern und Leistungen und die Reproduktion geldwerter Produktionsfaktoren, sondern auch und vor allem eine ihr vorausgesetzte konzertierte Reproduktion menschlicher und natürlicher Grundlagen des Wirtschaftens das Leben und Überleben der Gesellschaftsmitglieder ermöglicht. In diesem Sinne kann von einer notwendigen "Neuerfindung des Ökonomischen" gesprochen werden.26

Integrierte Perzeption, szenarische Projekte und konzertierte Reproduktion sind sicher etwas anderes als eindimensionale Vorstellungen, zweckrationale Ziele und Mittel und wachstumsfixiertes Wirtschaften, und die Begriffe deuten auf eine andere als die traditionelle Konzeption des Erfahrens, der Einschätzung und der Beeinflussung der Wirklichkeit hin. Bahnt sich da (Marx hin, Marx her) ein neues Paradigma der theoretischen und praktischen Mensch-Umwelt-Beziehungen an? Das kommt drauf an; nämlich darauf, wie man die Wirklichkeit begreift, in der die vergesellschafteten Menschen leben. Ist die Gesellschaft so eine Art Körper, der unter einer Missbildung namens Klassengegensatz oder, einfacher noch, unter einer Krankheit namens Neoliberalismus leidet und der nach erfolgreichen Eingriffen oder Behandlungen zum gesunden Volkskörper wird, der "immer das Gute [will]", wenn er es auch "nicht immer von sich aus [erkennt]"?27 Oder sollte man, zumal man zweieinhalb Jahrhunderte nach Rousseau weiß, wozu ein Volk so alles fähig ist, besser davon ausgehen, dass es Gesellschaften ohne innere (ökonomisch-soziale) und äußere (ökologisch-naturale) Konflikte, Defizite und Probleme nicht gibt? So dass es darauf ankäme, diese Welt möglichst noch genauer zu verstehen und zugleich zu verändern, indem man vermeidbare Widersprüche, Missstände und Notlagen zu beseitigen und die Folgen nicht vermiedener, evtl. unvermeidbarer Sachverhalte dieser Art zu mildern sucht? In diesem Sinn zielt realistisches Denken, Planen und Tun darauf ab, "gewünschte künftige [...] Zustände [...] zu erhalten bzw. zu entwickeln [und] drohende, nicht gewünschte künftige Zustände (Gefahren, Katastrophen) zu vermeiden"28 - dem Prinzip einer bestimmten Negation gemäß, bei der es um die Abstellung bestimmter Mängel und die Aufhebung bestimmter Missverhältnisse geht. Eine solche Negation wird allerdings nur dann theoretisch eindeutig und praktisch wirksam sein, wenn man sich dessen bewusst ist, dass diese Mängel und Missverhältnisse Resultat der Geschichte einer Zivilisation sind, der Gewaltverhältnisse eingeschrieben sind, die es abzuschaffen gilt.

Von der Illusion zur Realität

Die Evolution und Globalisierung der westlich-europäischen Zivilisation hat uns eine Reihe von Problemen beschert, die theoretisch zu durchdenken und praktisch anzugehen sind und dann allesamt Ansatzpunkte einer bewussten und planvollen Veränderung dieser Gesellschaft sein können. Hierzu gehören z.B.:

  • Das Problem der Finanzierung des "Sozialstaats" unter den Bedingungen von Begrenzungen der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung durch anhaltende Massenerwerbslosigkeit, vor allem aufgrund einer überhöhten technischen Kapitalzusammensetzung, die es durch I
  • nvestitionslenkung zu verringern gilt.

  • Das Problem der Entwicklung postkolonialer Gesellschaften durch eine Nutzung der innergesellschaftlichen Potenziale im reproduktiven Sinne mithilfe entsprechender technisch-infrastruktureller Anlagen und Bauten, bei politisch-rechtlicher Optimierung der P
  • artizipation indigener Populationen.

  • Das Problem der Steuerung der gesellschaftlich vermittelten Stoff- und Energieströme, die sich zwischen den jeweiligen Bevölkerungen und Naturhaushalten abspielen, vor allem durch technische und ökonomische Umstrukturierung der Apparate und Installationen
  • der Warenwirtschaft.

  • Das Problem der Gesundheits- und Umweltvorsorge unter den Voraussetzungen und Randbedingungen der zunehmenden anthropogenen Erzeugung und Verbreitung
  • /Zerstreuung toxischer Stoffe, deren letztendliche Effekte überwiegend unbekannt sind und bleiben müssen.

  • Das Problem der Aufhebung der tatsächlichen Ungleichbehandlungen von Frauen in außerfamilialen und in familialen Kontexten und der Begrenzung der väterlichen bzw. elterlichen Gewalt gegenüber Kindern auf das Treffen von Schutzmaßnahmen gegen wirkliche Gef
  • ahren, beides Bedingungen der Beendigung der patriarchalen Unterdrückung der Frauen.

  • Das Problem der Aufhebung der tatsächlichen Ausgrenzungen von (i.d.R.) Minderheiten aus der jeweiligen Einwohner-Mehrheit von Staaten und der Begrenzung der äußeren staatlichen Gewalt auf die Verteidigung gegen tatsächliche Angriffshandlungen, beides Vora
  • ussetzungen der Beendigung der Herabwürdigung unerwünschter Fremder durch die Staatsgewalt.

  • Das Problem der Verteilung von Raumnutzungen und der Formung von Raumgestaltungen in städtischen und ländlichen Gebieten angesichts der jeweiligen Entwicklungen der Bevölkerung (einschließlich der Migrationen) und des Naturhaushalts (einschließlich des Kl
  • imawandels) und unter besonderer Berücksichtigung des Wachstums bzw. Verfalls von Städten.

    Solche Probleme umschreiben strukturelle Defizite oder Mängel, die ihrerseits auf konstitutive Disproportionen oder Missverhältnisse verweisen. Ein Beispiel für letztere ist das Verhältnis von (lohnabhängiger und sonstiger) Arbeitskraft und (kapitalförmigen und anderen) Produktionsmitteln bzw. ihren jeweiligen Eigentümern. Verwiesen sei auch auf derartige Beziehungen zwischen lebendiger und toter Arbeit, zwischen Menschen und Sachen, zwischen Männern, Frauen und Kindern, zwischen Inländern, Ausländern und Minderheiten, zwischen der Bevölkerung und dem Naturhaushalt einer Gesellschaft, zwischen menschlicher und nicht-menschlicher Natur überhaupt. Diese Beziehungen sind mehr oder minder durch menschengemachte, gesellschaftlich erzeugte Sachen vermittelt - durch Arbeitsmittel, Arbeitsgegenstände, Anlagen, Bauten jeder Art. Diese Sachen nehmen in der kapitalistischen Wirtschaft oft die Form von Kapital an, das irgendwo fixiert ist. Die Widersprüche, Missstände und Notlagen in den Arbeits- und Lebensbedingungen aller heutigen Gesellschaften haben vor allem mit dieser - ökonomischen, technischen und somit auch raum-zeitlichen - Fixierung von Kapital und seines materiell-technischen Inhalts zu tun (z.B. große Wärmekraftwerke, Chemieanlagen, Großflugplätze, Tierfabriken, Dienstleistercenter, Kriegsausrüstungen etc. pp.). Das entspricht der Einsicht Robert Katzensteins, dass die Anlage und Bewegung des fixen Kapitals die Entwicklung der modernen kapitalistischen Gesellschaft wesentlich prägt.29 Die bewusste, planvolle Steuerung des Einsatzes, des Gebrauchs und vor allem des Rückbaus von fixem Kapital - und der entsprechenden Investitionen - ist daher eines der wichtigsten Mittel der Umgestaltung der Gesellschaft, in der wir leben. Ob dabei einmal etwas herauskommen wird, was man als Sozialismus bezeichnen kann, wird man zu gegebener Zeit sehen.

    Bürgerlichem Erbe verhaftet

    Was bleibt von unserer Triade "Bewusstsein" - "Planung" - "Sozialismus"? Es gab im Mittelalter die Dreieinigkeit von Gott, Kaiser und Herrschaft der Feudalherren, die in der Neuzeit durch den Dreiklang von bürgerlicher Vernunft, Politik und Herrschaft des Kapitals abgelöst wurde, die ihrerseits einer scheinbar radikalen Kritik unterworfen wurde. Deren Postulate waren: Vernunft der menschlichen Gattung, gemeinsame Verwaltung der Angelegenheiten ihrer Angehörigen und Herrschaft des Proletariats als des Sachwalters dieser Angelegenheiten. Viele Marxist/inn/en haben aber das bürgerliche Erbe weniger überwunden als vielmehr übernommen, was sie zur Bildung eines verkürzten Bewusstseinsbegriffs, eines überdehnten Planungsbegriffs und, in der Folge dessen, eines verdinglichten Sozialismusbegriffs verleitete. In Anknüpfung an die problematische Tradition, "den" Menschen als "das" geistbegabte Lebe- und Gattungswesen zu bestimmen, neigten sie dazu, unter "Bewusstsein" vor allem dessen problematischste Funktion, nämlich die vorausdenkende Zielstellung und Zweckverwirklichung, zu verstehen (und die EURnehmung der gegenwärtigen Wirklichkeit und die Erinnerung an vergangene Beziehungen der Menschen zur nicht-menschlichen Natur hintan zu stellen); und sie neigten dazu, "Planung" vor allem von einer Vorausbestimmung allgemeiner gesellschaftlicher Ziele her zu begreifen (und die Bestimmung wegweisender Vorhaben und deren Bewertung und Verortung im Rahmen eines ökonomisch-ökologisch, sozial und politisch sinnvollen Entwicklungsweges zu vernachlässigen). Das Konzept "Sozialismus", gewonnen aus einem verkürzen Bewusstseinsbegriff und einem überdehnten Planungsbegriff, war die Idee einer gesellschaftlichen Inkarnation des der abendländischen Tradition entsprungenen geistbegabten und allmächtigen männlichen Subjekts, das "die Natur", sein eigentliches Objekt, in den Griff bekommen sollte, und zwar durch Steigerung der Produktion, bei Geringschätzung der Reproduktion ihrer nicht-ökonomischen Substrate. Korrekte Weltanschauung, disziplinierte Planerfüllung und sozialistische Gemeinschaftsarbeit sollten die Gewähr dafür bieten, dass in der neuen Gesellschaft schließlich alle Probleme bewältigt werden würden. Die ungeklärten Begriffe Bewusstsein, Planung und Sozialismus, ohnehin nur substantivierte Adjektive bzw. Verben, gewannen ein Eigenleben und wurden zusätzlich verdinglicht: Das Bewusstsein (oder das Denken) sollte (was sich nur ein Philosoph ausdenken konnte) einen "Seinsmodus" neben dem "Sein" darstellen; die Planung sollte eine zentralistische Aktivität "des Staates" sein; der Sozialismus eine "Produktionsweise" und manchmal sogar (wie ich selber einmal gemeint habe) eine "Gesellschaftsformation". Alles in allem eine Dreieinigkeit, aber wohl eine trügerische - woran auch ein konstruiertes "gesellschaftliches Subjekt" dieses Dreiklangs nichts ändern würde, wenn es dieses gäbe.

    Anmerkungen

    1) K.G. Zinn, Planung, in: Th. Meyer u.a., Hrg., Lexikon des Sozialismus, Köln 1986, 481

    2) G. Assmann u.a., Hrg., Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie, Berlin (DDR) 1977, 574

    3) MEW [Marx, Engels, Werke] 23, 193, 94; MEW 20, 264

    4) MEW 23, 528, 92f; MEW 20, 295; ähnlich in Marx’ Bemerkungen zum Bodeneigentum (MEW 18, 62), auf die ich durch den Beitrag von R. Albrecht in Forum Wissenschaft 4/2006 aufmerksam geworden bin.

    5) MEW 23, 85-98

    6) MEW 24, 137

    7) Vgl. das gleichnamige Buch von R. Dlubek/R. Merkel, Berlin (DDR) 1981; ferner MEW 4, 363 u. 461, auch MEW 20, 250

    8) MEW 40, 548, Hervorh. i.O.

    9) MEW 19, 15 ff, bes. 19f; MEW 20, 260f, 288f. Fußnote

    10) MEW 4, 482

    11) MEW 21, 76, 168

    12) Vgl. z.B. E. Preobrazhensky, The New Economics (1926), Oxford 1965; W. Hofmann, Die Arbeitsverfassung der Sowjetunion, Berlin (West) 1956, 1-32; ders., Wert- und Preislehre, Berlin (West) 1964, 319-350; vgl.ferner J. Rösler, Die Herausbildung der sozialistischen Planwirtschaft in der DDR, Berlin (DDR) 1978; ders., Momente deutsch-deutscher Wirtschafts- und Sozialgeschichte 1945 bis 1990, Leipzig 2006

    13) Vgl. H. Dieterich, Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts, Berlin 2006, 89-111, 145ff; hierzu: J. Tesch, Sozialismus aus dem Computer. In: Z. - Zeitschrift marxistische Erneuerung 18, 2007 (Nr. 69), 85-97; H. Nick, Demokratisch geplante Äquivalenzökonomie? In: Z.18, 2007 (Nr. 69), 98-105; I. Stützle, Dem Wert auf der Spur: von der Unmöglichkeit, den Wert zu messen, ohne sich einen abzubrechen. In: Z. 18, 2007 (Nr. 71), 154-163

    14) MEW 20, 288f; vgl. zum folgenden K.H. Tjaden, Natur, Mensch und Gesellschaft - Zur "Sozialistischen Reproduktionstheorie". In: H. Behrens/J. Hoffmann, Bearb., Umweltschutz in der DDR, Bd. 1, München 2007, 129-151

    15) M. Dobb, Ökonomisches Wachstum und Planung, Frankfurt-M., Wien 1968, 13f.

    16) W. Abendroth, Antagonistische Gesellschaft und politische Demokratie, Neuwied, Berlin (West) 1967, 463-493, Hervorhebung i.O.; vgl. hierzu: K.H. Tjaden, Die Bedeutung der "Wissenschaft von der Politik" Wolfgang Abendroths. In: Düsseldorfer Debatte, 12/1985, 59-66, abgedruckt in F.-M. Balzer u.a., Hrg., Wolfgang Abendroth als Wissenschaftlicher Politiker, Opladen 2001, 127-137, bes. 135ff.

    17) J. Bischoff, Hrg., Marxismus und Staat, Hamburg 1977, 127ff.

    18) S. Kebir, Menschenrechte, Staat und Steuern bei Hegel. In: Z. 18, 2007 (Nr. 70), 89-98, hier 97

    19) MEW 8, 500-505; MEW 23, 757-759

    20) F. Ortmann, Sozialplanung. In: R. Bauer, Hrg., Lexikon des Sozial- und Gesundheitswesens, München, Wien 1992, 1859-1862

    21) K.G. Zinn, Investitionskontrolle. In: G. von Eynern/C. Böhret, Hrg., Wörterbuch zur politischen Ökonomie, Opladen 1977, 196-202

    22) K. Ganser, Alles geplant - was nun? In: K. Selle u.a., Hrg., Zur räumlichen Entwicklung beitragen, Dortmund 2006, 529-546

    23) MEW 3, 33

    24) H. Behrens, J. Hoffmann, Bearb., Umweltschutz in der DDR, 3 Bde., München 2007; vgl. die Besprechung von R. Czeskleba-Dupont in diesem Heft

    25) J. Hanisch, Planungstheorie, Planungs- und Entscheidungsmethodik, 2., neubearb. Aufl., Hamburg, Berlin 1999, 46, 79f

    26) A. Biesecker, S. Hofmeister, Die Neuerfindung des Ökonomischen, München 2006

    27) J.-J. Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag (1762), Köln 1988, 70

    28) J. Hanisch, a.a.O. 43

    29) R. Katzenstein, Technischer Fortschritt, Kapitalbewegung, Kapitalfixierung, Berlin (DDR) 1971


    Karl Hermann Tjaden, emeritierter Professor an der Universität Kassel, ist Diplomsoziologe. Seit den 1970er Jahren hat er an zahlreichen Untersuchungen zur Ressourcen-, Umwelt- und Entwicklungsplanung in peripheren Regionen Hessens, Thüringens, Mexicos, Nicaraguas und im Rahmen des UNESCO-Programms zur Ökosystemforschung "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) mitgewirkt. Er ist Mitglied des erweiterten Bundesvorstands des BdWi.

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