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Klaus Holzkamp

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Trendsetter Bertelsmann

24.09.2012: Sarrazinismus als Syndrom der deutschen Gegenwartsgesellschaft

  
 

Forum Wissenschaft 3/2012

2010 setzte Thilo Sarrazin mit den Thesen seines Buches "Deutschland schafft sich ab" den eugenischen Rassismus auf die Tagesordnung der deutschen Stammtisch- und Feuilletondebatten. Dies funktionierte freilich nicht ohne die massive Unterstützung einflussreicher Medienunternehmen. 2012 versucht er sich erneut ins Gespräch zu bringen. Thema diesmal: Die Krise des europäischen Finanzsystems. Auch dafür bekommt er massive mediale Schützenhilfe, wie Steffen Roski analysiert.

Am 17. Mai 2012 begab sich das Magazin Stern einmal mehr auf den medialen Boulevard: Vor knallrotem Hintergrund legte man dem im unteren Seitenbereich abgelichteten Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin eine mit dicken schwarzen Lettern gefüllte Sprechblase zwischen die mit einem markanten Schnauzer umrandeten Lippen. Dort hieß es: "Europa braucht den Euro nicht!"

Drei Tage später strahlte Günther Jauch, der smarte Vorzeigeintellektuelle fürs Fernsehpublikum, seine sonntägliche ARD-Show aus. Zu Gast waren zwei Sozialdemokraten: Thilo Sarrazin, Autor des Buches Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen, und der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Am 22. Mai 2012 lag dann Sarrazins neuestes Werk Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat in den prominent platzierten Auslagen des bundesdeutschen Mainstream-Buchhandels.

So geht ein Medienhype, um es im Neusprech der Marketingstrategen zu formulieren. Im oben zitierten Stern wird die Masche auf den Punkt gebracht: "... vor dem Erstverkaufstag die Druckfahnen ›in die Redaktionsstuben fallen‹ ... - in der Hoffnung, dass Journalisten bereits im Frühstadium für den nötigen Trommelwirbel sorgen ... Die großen Medien, natürlich auch der stern, sind wichtige Räder in diesem Vermarktungsgetriebe. Erst erscheint ein Vorabdruck mit den provokantesten Stellen, am besten über mehrere Tage verteilt, sehr gern in der Bild-Zeitung mit ihrer Drei-Millionen-Auflage. Flankiert wird das ganze von einem Interview oder einer exklusiven Geschichte des Spiegel oder Focus ... Begleitend dazu: Tingeltour durch den Talkshow-Zirkus, also Jauch, Beckmann, Illner & Co. Danach: Lesungen. Unter dem PR-Aspekt nicht unwillkommen ist es, wenn die Gemüter durch den Medienhype so aufgeheizt sind, dass es bei den Auftritten zu Krawallen kommt."1

Wer hat den medialen Trommelwirbel komponiert?

Die Redakteurinnen und Redakteure des Stern sorgten allerdings nicht zum ersten Mal "für den nötigen Trommelwirbel" in Sachen Thilo Sarrazin: Bereits am 9. September 2010 titelten die Blatt-MacherInnen bezogen auf das Buch Deutschland schafft sich ab, das sich bis Januar 2012 1,5 Millionen mal verkauft hat: "Sarrazin-Debatte: Wo hat er recht?"

In einer komplexen Komposition ist alles bis aufs Kleinste notiert. Auch die Trommelwirbel sind bis ins Detail aufgeschrieben. Das obige Zitat aus dem Stern zeigt deutlich ein journalistisches Unbehagen, das in der Frage mündet: "Warum trommeln wir eigentlich mit?" Um noch einmal den Bereich der Musik zu bemühen: Die Musikerinnen und Musiker spielen, was ihnen notiert vorliegt. Auf den Stern bezogen muss daher gefragt werden: Wer hat die Komposition, die Noten beigesteuert, nach denen das Hamburger Redaktionsensemble spielt?

Der Stern gehört dem Unternehmen Gruner + Jahr, das wiederum einen Bereich des Gütersloher Dienstleistungs- und Medienkonzerns Bertelsmann bildet. Thilo Sarrazin publiziert in der Münchener Deutschen Verlagsanstalt, die der Verlagsgruppe Random House angehört. Random House wiederum ist eine Tochter der Bertelsmann AG. ARD-Talker Günther Jauch moderiert seit 1999 bei RTL die Show Wer wird Millionär? Die RTL Group bildet den Fernsehbereich der Bertelsmann AG; ihre Sendungen finden im gesamten europäischen Raum Verbreitung und werden täglich von fast 200 Millionen Menschen geschaut.

Ob sie die Trommeln ›angewidert‹ rühren oder mit großer Spielfreude bei der Sache sind, ist einerlei - die Redakteurinnen und Redakteure des Stern sind Mitglieder des Großorchesters Bertelsmann. Und als solche spielen sie, was ihnen jeweils aufgegeben wird.

Ideales Gemisch für eine Tea-Party

Nun ist dieser Hintergrund des Medienhypes um Thilo Sarrazin für sich schon interessant genug und sagt einiges über die Besitz- und Abhängigkeitsverhältnisse sowie Konzentrationsprozesse in der deutschen Medienlandschaft aus. Doch gibt es noch einen weit beunruhigenderen Hintergrund auszuleuchten. Während in Sarrazins Erstlingswerk Deutschland schafft sich ab rassistische Topoi bedient werden, sind es nationalistische, die den Kern von Europa braucht den Euro nicht ausmachen. Joachim Weiss sieht hierin "Ansätze für eine deutschnationale Tea-Party: Ein Verein für frustrierte Ordnungsfanatiker aus dem rechtskonservativen und neoliberalen Lager, jenseits von REP's und NPD, der sich über Nacht in eine neue Rechtspartei verwandeln könnte."2

Das Medienhaus Bertelsmann hat sich seit seinem Bestehen an die herrschenden Regime der Zeit angepasst: Als "theologischer Verlag in der westfälischen Provinz" (1835-1932), als "Kriegsgewinnler" im Dritten Reich, als "Lesering" mit Türdrückermethoden in der BRD der Fünfziger- und Sechzigerjahre und gegenwärtig als weltweit operierender Telekommunikations- und Medienkonzern.3 Die Sarrazinschen Topoi sind Bertelsmann nicht fremd. Noch einmal Joachim Weiss: "Der von einer unabhängigen Historikerkommission umfassend dokumentierte Aufstieg des Hauses Bertelsmann zum Großlieferanten der deutschen Wehrmacht beruhte ganz wesentlich auf einer guten Zusammenarbeit mit prominenten braunen Volksverhetzern wie etwa Hans Grimm oder Will Vesper, ›blutsatte, bodenständige Autoren‹, die dem braunen Volk ›aus der Seele‹ sprachen. Ähnliches gilt für Thilo Sarrazin und seine Claqueure. In der ›Englischen Rede‹ richtete Bertelsmann-Autor Grimm im Einvernehmen mit Verleger Heinrich Mohn einen größenwahnsinnigen ›Appell Deutschlands an England‹, eine Allianz der ›Nordischen Völker‹ gegen den Rest der Welt einzugehen. Deutschland benötigte Raum und müsse diesen, da es keine Kolonien mehr erwerben kann, ›im Osten suchen‹. Deswegen sollten die Engländer, wollten sie einen Weltkrieg mit Deutschland verhindern, von einem Bündnis mit Polen Abstand nehmen."4

Die Bertelsmann Stiftung als Trendsetter

Der Erfolg von Bertelsmann beruht nicht zuletzt auf der doppelten Fähigkeit, sich an gegebene Akkumulationsbedingungen anzupassen, diese aber auch im Sinne selbst gesetzter ›Trends‹ zu modifizieren. Ein zentrales Instrument des Konzerns dabei ist die Bertelsmann Stiftung, der über drei Viertel der Anteile der AG gehören. Mit einem Jahresetat von 60 bis 100 Millionen Euro steuerbegünstigt ausgestattet, verfügt die Stiftung über wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weit verzweigte Kontaktnetzwerke in Politik, Bürokratie, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Bertelsmann Stiftung ist für die AG das, was einem Chemiekonzern beispielsweise eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist. Dem Gütersloher Medien- und Dienstleistungskonzern dient sie vor allem dazu, Gegenwartstrends zu erspüren und auf der Grundlage wissenschaftlicher Expertisen mittel- und langfristig selbst gesellschaftlich-politische Entwicklungen mitzubestimmen.

Dies lässt sich klar belegen. Im Jahre 2001 erschien im Verlag Leske & Budrich, der zu diesem Zeitpunkt dem Hause Bertelsmann zugehörte, das von Werner Weidenfeld und Karl-Rudolf Korte herausgegebene Deutschland-Trendbuch.5 Finanziert wurde das umfangreiche Projekt von der Bertelsmann Stiftung, dem mit der Stiftung eng verbundenen Münchener Centrum für angewandte Politikforschung sowie dem Bundesverband deutscher Banken. (Zitate aus dem Deutschland-Trendbuch werde ich im Folgenden durch eingeklammerte Seitenzahlen kenntlich machen.)

Der Münchener Journalist Thomas Schuler veröffentlichte im Jahre 2010 eine Studie unter dem Titel Bertelsmannrepublik Deutschland. Eine Stiftung macht Politik.6 Dass dieser Titel keine Übertreibung darstellt, wird in den Veröffentlichungen des Deutschland-Trendbuchs, das neun Jahre zuvor erschien, deutlich. In diesem Zusammenhang aufschlussreich ist der Trendbuch-Beitrag von Jürgen Turek, M.A., Geschäftsführer am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München, Leiter der Forschungsgruppe Zukunftsfragen. Turek umreißt die Zielsetzungen des Gütersloher Konzerns glasklar, wenn er "gesellschaftliche Verantwortung und politisches Handeln in Deutschland in den kommenden 15 bis 20 Jahren" wie folgt beschreibt: "Die Phänomene und Synergien von moderner Globalität, technologischem und sozialem Wandel werden auf alle sozialen Teilsysteme in Deutschland - auf Wirtschaft, Politik, Militär, Recht, Erziehung, Wissenschaft, Kunst, Religion und Medizin - in ... umwälzender Weise ausstrahlen." (213) Global agierende Unternehmen wie Bertelsmann "werden zu Kompetenzzentren im Prozess des Wandels. Durch die Übernahme sozialer Verantwortung über gesellschaftlich ausgerichtete Public Relations oder eine geschickte Instrumentalisierung von Stiftungen definieren sie gleichermaßen politische Positionen und bestimmen die Themen der internationalen Politik zunehmend mit." (218) Geht es um ›Zukunftshandeln‹ werden Unternehmen wie Bertelsmann "selbst eine aktive Rolle anstreben und nicht nur handeln, wenn sie gebetene Gäste der Politik sind. Daran werden sich Politiker und Beamte zu gewöhnen haben" (241).

Sarrazin: Biopolitischer Rassismus und Neonationalismus

Mit Thilo Sarrazin hat wenige Jahre nach dem Erscheinen des Deutschland-Trendbuchs eine Figur die politische Bühne betreten, mit der das ›Zukunftshandeln‹ im Sinne Bertelsmanns Fleisch geworden ist. In der Bertelsmann-Publikation von 2001 finden sich bereits jene Topoi, mit denen Sarrazin gegenwärtig reüssiert.

Ein zentrales Thema im Deutschland-Trendbuch ist das Verhältnis von Nationalkultur und Biopolitik festgemacht an der Zuwanderungspolitik. Da heißt es in schonungsloser Offenheit bei Jürgen Turek: "In diesem Kontext halten nach der Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken im Jahr 2000 zwei Drittel der deutschen Bevölkerung die Gefahr religiöser Konflikte in Deutschland für ›sehr groß‹ oder ›groß‹. In der deutschen Gesellschaft können Verflechtung und Einwanderung insbesondere in kleinbürgerlichen Milieus vermehrt zu Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit führen. Globalisierung erscheint vielen als Nullsummenspiel, in dem die Gewinne anderer zwangsläufig gewachsene Besitzstände angreifen. Die Perspektive gravierender Diskontinuitäten in der eigenen Biografie erzeugt Unsicherheit und Zukunftsangst. Auf der Suche nach der eigenen Identität, im Bemühen um eigenen Schutz und bei der Verteidigung des eigenen Terrains kann das Fremde deshalb als bedrohlich empfunden werden. Migration von Menschen in Not beansprucht staatliche Mittel und kann Konflikte bis zum Ausbruch tätlicher Gewalt entfachen." (215-216)

Michael Hardt und Antonio Negri zufolge, die sich dabei auf Analysen Michel Foucaults stützen, äußert sich Rassismus im Empire nicht mehr vorrangig biologistisch; der soziale Darwinismus hat sich ein neues Kampffeld gesucht: die Kultur, sprich: die kulturelle Zuschreibung von Leistungsfähigkeit!7 Bei Turek liest sich das dann so: "So benötigt Deutschland nach Schätzungen der UNO bis 2050 ca. 25 Millionen Einwanderer, um das Verhältnis von Erwerbstätigen und Nicht-Erwerbstätigen stabil zu halten ... Deutschland [und die übrigen Industrieländer] werden deshalb versuchen, ihre eigenen gesellschaftlichen Belange durch den Zuzug von solchen Menschen zu stabilisieren, die als ›genug‹ qualifiziert und ›systemstabilisierend‹ angesehen werden ... So ergibt sich die Notwendigkeit, Armuts- und Umweltflüchtlinge oder Asylbewerber abzuweisen - gleichzeitig aber um die Besten und die Stärksten in der Welt zu konkurrieren." (227-228)

Der Topos Nationalismus, genauer: ein neoliberal imprägnierter Neonationalismus, findet sich im Deutschland-Trendbuch ausführlich entfaltet. Sarrazin brauchte die Trendbuch-Gedanken dann nur noch in gewohnt reißerisch-boulevardesker Manier auf die Euro-Krise applizieren.

Die von der Bertelsmann Stiftung unterstützte Medienkampagne "Du bist Deutschland" ist ein Beispiel dafür, wie "Aktionskorridore deutscher Politik für künftige Eingriffe in den Prozess der historischen Selbstverortung" (77) geschaffen werden können. Zwei Handlungsfelder ergeben sich hier: "Deutsche Leitkultur" (76) und das "neue außenpolitische Selbstbewusstsein Deutschlands". (34) Hier gibt es viel zu tun: "Die Aufgabe der historischen Führungsleistung wie sie die politischen Eliten selbst für sich deklarieren, blieb in den 90er Jahren mehr Anspruch als Realität." (48) Angesichts dieses beklagten Mangels an Führung und nationalem Selbstbewusstsein sind kritische Bestandsaufnahmen des gegenwärtig in Deutschland grassierenden Fremdenhasses und Antisemitismus natürlich nicht erwünscht. Das Goldrähmchen-Geschichtsbild des CAP duldet keinerlei Eintrübung. Zwar wird "die Etablierung einer neonazistischen und gewaltbereiten Szene" erwähnt, aber es handele sich dabei eher um ein "mediale[s] Konstrukt" (69). Hingewiesen wird immerhin darauf, "wie weit damals [gemeint sind die Wahlen zum Deutschen Reichstag 1930; SR] die autoritären Mentalitäten verbreitet waren, auch bei den kleinbürgerlich-autoritären Teilen der Angestellten und Arbeiter, die durch die Deklassierungsprozesse in der Wirtschaftskrise orientierungslos geworden waren." (139-140) Und heute? Festzustellen sei gegenwärtig allenfalls ein "Radikalisierungspotenzial bei ostdeutschen Jugendlichen". (69) Soweit, so verharmlosend im Deutschland-Trendbuch.

Brandstifter Sarrazin - ein Bertelsmann-Produkt

Aus der Perspektive der Autorinnen und Autoren des Deutschland-Trendbuchs wäre das Syndrom Sarrazin gedanklich so zu skizzieren: Endlich ein Autor, der biopolitisch Klartext redet und sich selbstbewusst einer deutschen Leitkultur verschreibt. Die Bertelsmannsche Trendprognose nimmt Gestalt an: Deutschland als ein neoliberaler, repressiver Staat, der der Bertelsmann AG und ihren Töchtern, u.a. den Privat-TV-Kanälen der RTL Group sowie der Dienstleistungssparte arvato, die öffentliche Einrichtungen privatisiert und die Daten der Bürger sammelt, den Raum zur Entwicklung ihrer Aktivitäten bietet.

Neoliberalismus und Neonationalismus schließen sich nicht aus, sie bedingen einander. Es besteht kein Widerspruch zwischen der Kampagne "Du bist Deutschland", der zunehmenden Steuerung öffentlicher Bereiche über ökonomische Indikatoren und der Inszenierung eines möglichst allumfassenden Wettbewerbs. Zum einen muss der von Seiten des Kapitals in den Dienst genommene ›Regulierungsstaat‹ höchst sensibel gegenüber kapitalismuskritischen Analysen sein. Neonationalistische Kampagnen eignen sich dazu, KritikerInnen zu stigmatisieren, indem ein gesellschaftsweites Meinungsklima erzeugt wird, dass diese letztlich zu Staatsfeinden stempelt. Zum anderen besteht die Strategie des Bertelsmannkonzerns darin, mit Angeboten zur Privatisierung und Deregulierung, mit Dienstleistungen also, die Reproduktion seiner Existenzbedingungen zu sichern. Die von Privatisierung und Deregulierung Betroffenen stehen unter permanentem Sparzwang, der die klassische Vorstellung von Solidarität zur Disposition stellt, "indem eine produktivistische Rekonstruktion von Gerechtigkeit angestrebt wird."8 Dies wird zu Krisen führen, die politisch und ideologisch im Kontext des Nationalstaats aufgefangen werden müssen. Der Neonationalismus dient hier als Ausgleichsmechanismus. Es ist nicht das erste Mal, dass das Kapital in Deutschland mit dem Feuer gespielt hat. Es ist nicht das erste Mal, dass das Kapital aus einer Randfigur einen Brandstifter gemacht hat. Bertelsmann rief den Geist Sarrazin; los wird der Konzern ihn nicht mehr!

Anmerkungen

1) Wolfgang Michal: "Der stern & Sarrazin oder: Biedermann und die Brandstifter", carta.info/43839/der-stern-sarrazin-oder-biedermann-und-die-brandstifter/ (Online-Quelle:), entnommen am 25. Juni 2012.

2) Joachim Weiss: "Bertelsmann und Sarrazin bitten zur Tea-Party", www.gegen-stimmen.de/?p=7807 (Online-Quelle:), entnommen am: 25. Juni 2012.

3) Frank Böckelmann & Hersch Fischler 2004: Bertelsmann. Hinter der Fassade des Medienimperiums, Frankfurt am Main: 46 ff.

4) Joachim Weiss, op. cit..

5) Karl-Rudolf Korte & Werner Weidenfeld (Hg.) 2001: Deutschland-Trendbuch. Fakten und Orientierungen, Opladen.

6) Thomas Schuler 2010: Bertelsmannrepublik Deutschland. Eine Stiftung macht Politik, Frankfurt am Main / New York.

7) Michael Hardt & Antonio Negri 2002: Empire. Die neue Weltordnung, Frankfurt am Main / New York: 334ff.

8) Michael Felder 2000: "Verwaltungsmodernisierung, die Transformation von Staatlichkeit und die neue Sozialdemokratie", in: UTOPIE kreativ, Nr. 121 / 122: 1090-1102; Zitat: 1095.


Steffen Roski, Jahrgang 1965, ist Mitglied des BdWi, der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V., der GEW und der Attac-Bewegung. Der Autor arbeitet in NRW als Lehrer an einer Gesamtschule und betreibt den Weblog wissenschafftgesellschaft.blogspot.de/ . Per E-Mail ist Steffen Roski erreichbar unter: sroski@gmail.com .

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