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Klaus Holzkamp

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Die "Unvereinbarkeit der Kulturen"

15.01.2003: Soziale und politische Motive ethnischer Konflikte

  
 

Forum Wissenschaft 1/2003

"Ethnische Konflikte" sind die beliebteste Erklärung sowohl für innergesellschaftliche Auseinandersetzung wie auch für Kriege zwischen Staaten oder das militärische Eingreifen des als "rational" und damit unethnisch konnotierten "Westens", z.B. im Angriffskrieg gegen Jugoslawien. Die Verantwortung dafür, dass als "ethnisch" empfundene Unterschiede zwischen Personen und Gruppen zu Konflikt und Krieg führen, ist nach Ansicht von Renate Maulick bei der Politik der Interessengruppen zu suchen, denen ein Konflikt gelegen kommt.

Die Bezeichnung "ethnische Konflikte" mutet exotisch an. Ethnische Konflikte spielen sich weit entfernt von Europa und der westlichen Welt ab: In Afrika zum Beispiel, dem "dunklen Kontinent", düster, rätselhaft, undurchschaubar und gewaltbereit oder in Asien, einem Kontinent mit nicht minder rätselhaften Sitten und Gebräuchen von oft abstoßender Grausamkeit. Ansichten, die durch Kriege, Massaker und Ausschreitungen wie zum Beispiel in Ruanda/Burundi und Ost-Timor Nahrung erhalten haben. Nur auf dem Boden der "Orientalischen Despotien" konnten sich die Gräueltaten des Pol Pot-Regimes in Kambodscha als "Steinzeitkommunismus" entfalten, kann sich das Gewaltsystem Saddam Husseins im Irak halten, so die Vorstellungen und Projektionen.

Politische Indstrumentalisierung

Erklärungsmuster, die überkommene Stereotype und Vorurteile bedienen und auf rassistische Feindbilder zurückgreifen, bezeichnen ethnische Konflikte als "natürliche" Gegebenheiten. Die Pseudowissenschaftlichkeit verhindert eine Analyse der Gründe und auslösenden Elemente der Spannungen, indem sie allein ethnische Unvereinbarkeiten1 zum Grund für die Konflikte macht. Damit werden Ausbrüche von Gewalt zwischen einzelnen Volks- oder Religionsgruppen aus der jeweiligen Mentalität, einem tradierten Hang zur Grausamkeit, verbohrter Uneinsichtigkeit und dergleichen erklärt. Unterschwellig wird ein Bild der Primitivität, der Unzivilisiertheit, der Emotionsgeladenheit und des Irrationalismus vermittelt. Der vorkoloniale "Wilde", der Barbar prägt erneut - im Rückgriff auf rassistische und sozial-darwinistische Interpretationen der kolonialen Epoche - eine Weltsicht, die Rationalität im politischen Handeln und Rechtsbewusstsein einseitig der "westlichen" Hemisphäre und Kultur zuordnet und aus dieser kulturellen Differenz den Mythos der "Unvereinbarkeit der Kulturen" schöpft.

Die Darstellung der Aufteilung der Welt in kulturelle Zonen, deren Unterschiedlichkeit sie miteinander in Konflikt geraten lässt, entwirft Samuel P. Huntington in seiner Abhandlung Der Kampf der Kulturen. Er beschreibt damit eine auf ethnischen und religiösen Grundlagen aufbauende Konflikttheorie.2 Die politischen Implikationen dieses Interpretationsschemas liegen auf der Hand: Im Zeichen des "divide et impera" (teile und herrsche) verstanden es schon die ehemaligen Kolonialmächte, Konflikte und Reibungspunkte ethnischer und religiöser Art in der Bevölkerung der Kolonien als ein Kontroll- und Machtinstrument zur Stabilisierung ihrer Vorherrschaft einzusetzen. Die poltische Instrumentalisierung der Konflikte legt einen weiteren Schritt nahe: Die Konstruktion von Differenzen, aus denen Feindschaften erwachsen, zur besseren Kontrolle und Herrschaftsausübung.

Der nach dem Zerfall des Ost-West-Ordnungsmusters aufflammende nationalistische Partikularismus vornehmlich im Bereich der früheren Sowjetunion und Jugoslawiens, mit allen erschreckenden Elementen ethnisch begründeter Feindseligkeit und rücksichtsloser Machtpolitik besetzt, scheint diese These zu bestätigen, denn ob "die Auseinandersetzung(en) zwischen Serben und Bosniern im ehemaligen Jugoslawien, […] von kleinen strategischen Gruppen politisch fabriziert oder aus den Wertgrundlagen der beiden Kulturen selbst entsprungen sind, ist aus dem Konflikt selbst nicht ersichtlich."3 Die Zeichen der Unordnung verlangten und verlangen vordergründig nach einer internationalen - und damit angeblich konfliktneutralen - Ordnungsmacht, die durch ihr regelndes (militärisches) Eingreifen, die Lage stabilisieren sollte und soll.

Ob die Interventionen der NATO in Bosnien und im Kosovo diese Anforderungen zumindestens auf der Erscheinungsebene erfüllten, darf jedoch bezweifelt werden. "Die NATO fand sich also nicht nur als offensiv operierende Interventionsallianz wieder, sondern engagiert in inneren, ethno-territorialen und religiös-ethnischen Konflikten hoher Intensität und vielschichtiger Komplexität - Konflikte, für deren Ausfechtung und Regelung sie auch als Instrument der Politik nicht geschaffen, auf die sie nicht vorbereitet war. Was auf dem Balkan geschah, war ein Schritt über den Rubikon von der gemeinsamen Verteidigung des europäischen Bündnisgebietes zur gemeinsamen Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines fremden Staates."4

Die eigentliche Hilfestellung wird dagegen auf die "Friedensarbeit" von vornehmlich Nichtregierungsorganisationen (NRO) verlagert, die "nicht durch Souveränitätsvorbehalte oder andere "beengende" außenpolitische Dogmen begrenzt"5 sind. Der Diskurs konzentriert sich auf "die Rolle externer Drittparteien, die durch ihr neutrales Auftreten, durch "Gute Dienste", Mediation oder Workshops den Kommunikationsprozess zwischen den Konfliktparteien gestalten."6

Dem Prozess der Konstruktion von Feindseligkeiten steht hier der Prozess ihrer Dekonstruktion entgegen. Die These von der Unvereinbarkeit der Kulturen verliert unter diesem Aspekt ihre prätendierte allgemeingültige Festschreibung, verlagert aber ihre Aussage auf die Uneinsichtigkeit extremistischer und fundamentalistischer Positionen.7 In der politisch-instrumentativen Anwendung kann sie jetzt flexibel gruppen- und fallbezogen auftreten: Jedweder Gegner wird in den rational nicht ergründbaren Bereich des Bösen verwiesen. Das Böse ist nicht mehr allein durch bestimmte Kulturen vertreten, es wird selbst zur Kultur, die in einem Unvereinbarkeitsverdikt zur Kultur des Guten steht.

Der "Fremde" als Feind

Die Bestimmung einer Andersartigkeit, der Abgrenzung und Differenz einer Gruppe gegen eine andere, ist zu einem Identitäts- und Erkennungsmerkmal geworden, das die Konfliktparteien in ihrem jeweiligen Umfeld charakterisiert und ihnen ein Profil verleiht. Es macht deutlich, in welches Lager, zu welcher "Wir-Gruppe" - und damit zu welcher Ethnie8 - jemand gehört. "Am Anfang des Krieges im ehemaligen Jugoslawien stand die Beschwörung einer weitgehend imaginären, durch Symbole und Zeichen definierten Kultur des Kroatischen oder Serbischen, die in erster Linie durch Abgrenzung vom jeweils anderen funktionierte."9

Der Konstruktion des Feindbildes entspricht also auch die Konstruktion einer Kultur, einem Lebensstil. "Während im Westen mit einem bestimmten Style (Kleidung, Symbole, Musiken etc.) die Zugehörigkeit zu einem Subkultur-Milieu ausgedrückt wird, nutzen die Taliban wiederum ihren Style als Mittel des Terrors gegen alles Abweichende."10 Die angeblichen kulturellen Unvereinbarkeiten, die den Konfliktstoff für ethnische Auseinandersetzungen darstellen sollen, sind also eher künstlich erzeugte Hüllen, Uniformen, in einem Konfliktraster, dem andere Ursachen als ausschließlich ethnische Bedingungen zugrunde liegen und das eindeutig mit einer politischen Zielsetzung strukturiert ist.

So zeigte eine empirische Studie mit 14 Fallanalysen für sieben unterschiedliche Kulturkreise, "dass sprachliche, religiöse, ethnische und kulturelle Unterschiede in allen Kulturkreisen in verfeindender Absicht politisiert und gegeneinander ausgespielt werden."11

Die Bedeutung des "Feindes" für den politischen Bereich entwickelt Carl Schmitt12 in seiner Theorie mit aller Schärfe. Für ihn ist es gewiss, "daß die spezifische Unterscheidung zwischen politischer Tat und Motivation reduziert werden kann auf die Unterscheidung zwischen Freund und Feind. […] Der Feind aber ist der Fremde."13

Fremdenfeindlichkeit und Ausschreitungen gegen Fremde sind demzufolge nicht nur Instrumentarien eines (kurzfristigen) politischen Kalküls, sondern konstitutive Bestandteile der politischen Aktion und des öffentlichen Bewusstseins. Sie bestimmen dadurch weitgehend das politische Leben und sind in ihren Auswirkungen nicht begrenzt auf kleinere territoriale Einheiten oder "exotische Ethnien", sondern sind überall dort zu finden, wo divergierende Interessen auftreten.

Das Freund-Feind-Muster wird zum Wertmaßstab der Weltpolitik, wobei ehemalige Freunde sehr wohl zu Feinden mutieren können, wie am Beispiel der Entwicklung des Verhältnisses der USA zu Saddam Hussein/Irak und zu den Taliban/Afghanistan zu sehen ist. Welche Konsequenzen dies zeitigen kann, beschreibt Noam Chomsky bitter: "Für die von der CIA mobilisierten radikalen Islamisten und ihre Verbündeten ist es klar, wen sie hassen. Die USA haben ihren Haß und ihre Gewalt unterstützt, solange sie sich gegen die Feinde der Vereinigten Staaten richteten. Jetzt erkennen sie mit Schrecken, daß das, was sie nährten, sich nun gegen sie selbst richtet."14

Xenophobie und Arbeitsmarkt

Auch in Deutschland gibt es genug Beweise für das Vorhandensein von Fremdenfeindlichkeit: Solingen, Hoyerswerda, Rostock, Mölln sind nur einige der schlimmsten Beispiele für eine Kette von Äußerungen des Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und der Diskriminierung gegen AusländerInnen, MigrantInnen und AsylbewerberInnen,deren Rechtsstatus und deren Lebensstandard bewusst niedrig gehalten wird.15 "Rassistische Gewaltserien haben, zusammen mit Xenophobie und nationalistischer Ideologie, die alltäglich hingenommene Gewalt gegen Fremde eskaliert. Der Begriff der Nation wird wieder mit nationaler und kultureller Identität zusammengedacht, anstatt mit der politisch-institutionellen Form moderner […] Gesellschaften."16

Die Debatte um die "Leitkultur", mangelnde Integrationsbemühungen und ein Zuwanderungsgesetz, das die Situation der Betroffenen verschärft, werfen ein grelles Schlaglicht auf die Haltung eines Großteils der deutschen Bevölkerung, aber vor allem auf die politisch-institutionelle Vorgehensweise des Staates, der sich vor AsylbewerberInnen abschotten wollte und will.

"In der Folge der Asylrechts- und Asylverfahrensänderungen der 1970er bis 1990er Jahre […] sind die Asylbewerberzahlen scharf zurückgegangen. […] Da allen Berichten von Amnesty International und weiteren Menschenrechtsorganisationen zufolge im gleichen Zeitraum das Ausmaß politischer Verfolgung weltweit keineswegs rückläufig war, handelt es sich hier um einen höchst zweifelhaften politischen "Erfolg" deutscher Migrationspolitik."17

Eine Analyse des Hintergrunds ethnischer Konflikte kommt nicht umhin, neben der politischen Ebene auch die sozio-ökonomischen Verhältnisse zu beleuchten, die das zeitweise Aufflackern der Konflikte begleiten. Geht man davon aus, dass Ressentiments, feindliche Gefühle und Einstellungen in multi-ethnischen Gesellschaften unterschwellig permanent vorhanden sind, so bedarf es doch einer Erklärung, wieso Fremdenfeindlichkeit zu bestimmten Zeiten zu Aufständen, Bürgerkriegen und sogar zum Genozid führen kann. Grundlegend scheint es die Angst zu sein, durch den Fremden ein knapp gewordenes Gut zu verlieren: Der Kampf um Ressourcen tritt deswegen besonders in Zeiten wirtschaftlicher Rezession auf, häufig begleitet von einer Situation politischer Instabilität und von Machtkämpfen.

Ressourcen - Land, Wasser, Bodenschätze, Rohstoffe, Industrien, (Arbeits-) Märkte etc. - müssen dabei durchaus nicht von den "Fremden", zum Beispiel MigrantInnen, beansprucht werden: Jedoch die Vorstellung, dass es so sein könnte, bestimmt hier schnell die Schuldigen.

So wird in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit "die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer […] von der Bevölkerung negativ beurteilt."18 Die Annahme, dass die Arbeitslosigkeit durch die Zugewanderten hervorgerufen bzw. erhöht würde, ist allerdings falsch. "Gäbe es einen engen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Erwerbslosigkeit, dann müßte es bei einem Rückgang der ausländischen bzw. zugewanderten Bevölkerung parallel auch zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit kommen."19

Kampf um Ressourcen

Besonders dramatisch ist die Sitution für die Menschen des afrikanischen Kontinents: "Der afrikanische Migrant ist […] ein perfekter Sündenbock. Er ist oft der Erste, der mit schlechtem Verhalten und Verbrechen in Verbindung gebracht wird […]. In Afrika südlich der Sahara wird der Ausländer manu militari vertrieben, das heißt gelyncht."20

Aber auch in den afrikanischen Ländern selbst - mit Ausnahme von Botswana, Burundi und Tansania - wird eine offensive Vertreibungspolitik gegen MigrantInnen aus anderen afrikansichen Ländern gehandhabt. Im Gegensatz zur defensiven Politik, die eine Kontrolle durch Visa, Einladungsschreiben, Nachweis einer Unterkunft etc. und geschlossene Grenzen zu erreichen sucht, sind hier die Grenzen durchlässig. Vertreibungen von AusländerInnen werden sowohl durch Übergriffe der Regierungsgewalt als auch durch "Volksbewegungen" betrieben, die mit zum Teil brutaler Härte gegen die MigrantInnen vorgehen.

Es gibt ein regelrechtes Netz von Migrations- und dementsprechend Vertreibungsbewegungen: Anziehungspunkte sind die wirtschaftlich starken Länder wie Südafrika, Kenia, Gabun und die Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire), die als das "Wirtschaftswunderland" Westafrikas bezeichnet wird. Von dort aus sind immer wieder gewaltsame Vertreibungen organisiert worden: Opfer waren 1958 Händler aus Togo und Dahomey (Benin), 1969 Mossi aus Obervolta (Burkina Faso) und 1993 Ghanaer.

Aber auch "ärmere" Länder wie Angola praktizierten Vertreibungen. Im Kontext der ökonomischen Krisen und des Bürgerkriegs wurden 1984 Händler aus Zaïre ihres Eigentums beraubt und des Landes verwiesen.

Die Elfenbeinküste hat mit 30 Prozent den höchsten Anteil von Zugewanderten an der Gesamtbevölkerung. Der derzeitige Bürgerkrieg hat machtpolitische Ziele, setzt aber eine Vertreibung von Ausländern in höchstem Maße frei. Es müssen u.a. Einwanderer aus Mali, dem Senegal, aus Benin, Burkina Faso und Nigeria das Land verlassen. Die wirtschaftliche Rezession des Landes, insbesondere die Absatzkrise um das Hauptexportgut Kakao, lassen Angst und Neid gegen die Eingewanderten in der Bevölkerung wachsen. So ist die Vertreibung begleitet und wird stimuliert durch fremdenfeindliche Aufstände. Angeheizt wird die feindliche Stimmung durch die nationale Rundfunkanstalt, die in ihren Programmen alle "Patrioten" aufruft, es nicht länger zu dulden, dass eine so große Anzahl Ausländer auf ivorischem Boden lebt und die ökonomische Entwicklung beeinträchtigt.21 Der Begriff der "Ivoirité", der von dem ehemaligen Präsidenten Henri Konan-Bédié geprägt wurde, bedeutet die Bevorzugung in jeder Beziehung der "eingeborenen" Ivorer gegenüber den Zugewanderten, die unter Diskriminierung zu leiden hatten und haben.

Mythos und Realität

Die die Hintergründe und Motivationen ethnischer Konflikte stellen sich meist in einem anderen Licht dar als dem tradierter Feindseligkeiten. Die Facettenhaftigkeit der Feindbilder und der Wechsel des Freund-Feind-Verhältnisses, also die mangelnde Kontinuität, ist dabei ein auffälliges Zeichen. Zudem ist es ein Fehlschluss, dass Ethnien in sich homogene Einheiten bilden müssen: Am Beispiel der arabischen Ethnie, die sich über die Einheit der gemeinsamen Sprache definiert und als Nation begreift, lässt sich sehr gut erkennen, dass hier Differenzen bestehen, die zu feindlichen Handlungen und sogar zu Kriegen zwischen verschiedenen arabischen Staaten führen können.

Andererseits lassen Gefühle für ethnische Zusammengehörigkeit eine Solidarität entstehen, die länderübergreifend wirksam wird und die in der Identitätsfindung von MigrantInnen - auch und gerade - der Nachfolgegenerationen eine wichtige Rolle spielt. Ein solches solidarisches Empfinden steht einer Integration in eine andere Kultur nicht im Wege. Sie ist kein Indiz für eine Unvereinbarkeit.

Anmerkungen

1) "Die Behauptung unveränderbarer Unterschiede soll keine empirische Beschreibung sein, sondern dient dazu, die eigene Position u. diejenige der eigenen Gruppe gegenüber anderen aufzuwerten, ": Hansen, Georg, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, in: Schmalz-Jacobsen, Cornelia/Hansen, Georg (Hrsg.) : Kleines Lexikon der ethnischen Minderheiten in Deutschland, München 1997, S.224

2) Vgl. Huntington, Samuel P: Kampf der Kulturen: die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München 1998

3) Meyer, Thomas: Identitätspolitik, Vom Mißbrauch kultureller Unterschiede, Frankfurt/Main 2002, S.96

4) Rühl, Lothar: Die NATO und ethnische Konflikte, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 20, Mai 2001, S.3-5, S.3f

5) Wolleh, Oliver: Zivile Konfliktbearbeitung in ethnopolitischen Konflikten, in Aus Politik und Zeitgeschichte, B 20, Mai 2001, S.26-36, S.27

6) Wolleh, Oliver: Zivile Konfliktbearbeitung in ethnopolitischen Konflikten, a.a.O., S.27

7) vgl. Hall, Stuart: Die Konstruktion von "Rasse" in den Medien, in: ders. Ideologie, Kultur, Rassismus, Ausgewählte Schriften I, Hamburg/Berlin 1989, S.157f

8) "Mit Ethnie wird eine Wir-Gruppe bezeichnet, die tatsächliche oder fiktive Gemeinsamkeiten behauptet…" Hansen, Georg, Ethnie, Ethnozentrismus, Ethnizität, in: Schmalz-Jacobsen, Cornelia, Hansen, Georg (Hrsg.), a.a.O., S.198

9) Holert, Tom/Terkessidis, Mark: Entsichert. Krieg als Massenkultur im 21. Jahrhundert, Köln 2002, S.15

10) Holert, Tom/Terkessidis, Mark: Entsichert, a.a.O., S.15

11) Meyer, Thomas: Identitätspolitik, a.a.O., S.29

12) Schmitt, Carl: Der Begriff des Politischen, in: Archive für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Bd.58, 1.9.1927

13) Gruen, Arno: Der Fremde in uns, Stuttgart 2000, S.140

14) Chomsky, Noam: The Attack, Hintergründe und Folgen, Hamburg 2002, S.58

15) vgl. Beckmann, Herbert: Rassismuserfahrungen von Asylsuchenden, in: Mecheril, P./Teo, T. (Hrsg.): Psychologie und Rassismus, Hamburg 1997, S.204 -221

16) Bielefeld, Ulrich: Selbstverständnis und Rassismus. Die Krise des Antirassismus als Krise seiner Theorie und Praxis, in: Jansen, M./Baringhorst, S. (Hrsg.): Politik der Multikultur. Vergleichende Perspektiven zu Einwanderung und Integration, Baden-Baden 1994, S.47

17) Santel, B./Weber, A.: Zwischen Ausländerpolitik und Einwanderungspolitik: Migrations- und Ausländerrecht in Deutschland, in: Bade, K.J./Münz, R. (Hrsg.): Migrationsreport 2000, Fakten - Analysen - Perspektiven, Bonn 2000 (Bundeszentrale für politische Bildung), S.109-140

18) Bender, St./Rürüp, B./Seifert, W./Sesselmeier, W.: Migration und Arbeitsmarkt, in: Bade, K.J./Münz, R., (Hrsg.) Migrationsreport 2000, a.a.O., S.59-83, S.59

19) Bender, St./ Rürüp, B./Seifert, W./Sesselmeier, W.: Migration und Arbeitsmarkt, a.a.O., S.59

20) Pérouse de Montclos, M.-A.: Violences xénophobes en Afrique, in: Histoire(s) d’immigration, Le Monde diplomatique Mars-Avril 2002, Manière de voir 62, S.21-24, S.24 [Übers. d. Verf.]

21) vgl. Laloupo, F.: Ravages de la haine (Verwüstungen des Hasses, R. M.), in: afrique asie, Nr.159, Décembre 2002, S.6f


Renate Maulick ist Politologin und Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft der Marburger Universität

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