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Schöner neuer verbesserter Mensch

17.07.2010: Auf dem Weg in die Leistungssteigerungsgesellschaft? (II)

  
 

Forum Wissenschaft 2/2010

Im Zusammenhang mit wissenschaftlich-technischen Entwicklungen und Visionen in Bereichen wie der Nanotechnologie, der Hirnforschung, der Gentechnik, der Medizin und den Informations- und Kommunikationstechnologien hat sich in den letzten Jahren eine Debatte über das sog. Human Enhancement entfaltet. Christopher Coenen stellt sie im zweiten Teil seines Beitrags genauer dar und zieht Schlussfolgerungen.

Unter dem Begriff Human Enhancement, der im deutschsprachigen Raum oft unübersetzt verwendet wird, versteht man zumeist die Steigerung menschlicher Leistungsfähigkeit oder Erweiterung menschlicher Eigenschaften durch wissenschaftlich-technische Mittel. Es existieren aber konkurrierende Definitionen, in denen sich auch einige der Grundlinien der Debatte widerspiegeln.1

Begriff und Konzepte

So wird - vor allem von Befürwortern des Human Enhancement - ein extrem weitgefasster Begriff genutzt: Bei diesem zählen unter anderem jegliche Techniknutzung, der Konsum legaler und illegaler Drogen (und sogar von Kaugummi) sowie das Lernen (auch aufgrund seiner neuroplastischen Effekte) zu den Formen des Human Enhancement, insoweit dabei jeweils leistungsverbessernde Effekte zu beobachten sind. Visionen der Steigerung menschlicher körperlicher und geistiger Fähigkeiten durch Implantate oder genetische Veränderungen werden somit als konsequente Fortschreibungen uralter Bestrebungen und Praktiken der Menschheit vorgestellt. Der Drang zum Human Enhancement gilt als anthropologische Konstante, und selbst Interventionen mit einer großen Eingriffstiefe erscheinen lediglich als neuer Ausdruck einer schon immer gegebenen "natürlichen Künstlichkeit" (Helmuth Plessner) des technikerfindenden und -nutzenden Wesens Mensch.

Die im Deutschen häufigste Übersetzung des Konzepts "Verbesserung des Menschen" ist hingegen näher am Gegenpol zu dieser Auffassung. Danach geht es nicht allgemein um eine Verbesserung menschlicher Handlungsmöglichkeiten und Existenzbedingungen oder um eine Weiterentwicklung des Menschen als techniknutzendes Wesen. Vielmehr ist die Rede von dauerhaften Modifikationen des menschlichen Körpers und Geistes durch wissenschaftlich-technische Eingriffe mit dem Ziel ihrer Verbesserung. Kritiker, die das Human Enhancement in diesem Sinn ablehnen, weisen oft auf die problematische Geschichte der Bestrebungen hin, einen "Neuen Menschen" zu schaffen. Totalitäre Auswüchse solcher Utopien und die Verbrechen der Eugenik ließen höchste Wachsamkeit auch gegenüber den neuen Human-Enhancement-Visionen und -Technologien angezeigt erscheinen. Insbesondere US-amerikanische konservative und religiöse Kritiker der posthumanistischen Visionen zu konvergierenden Technologien und des Human Enhancement sehen uns z.B. in dieser Hinsicht auf dem Weg in eine Schöne Neue Welt (im Sinne der bekannten Dystopie Aldous Huxleys von 1932), in der durch den Einsatz von Gentechnik, Nanotechnologie und psychotrope Drogen nur scheinbar eine Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen erfolgen würde, tatsächlich aber eine Dehumanisierung. Es lassen sich aber auch deutliche Unterschiede der Human-Enhancement-Visionen zu den Hauptsträngen der utopischen Tradition feststellen, z.B. das geringe Interesse der technofuturistischen Visionäre an Fragen sozialer Gerechtigkeit und am Aspekt der menschlichen Selbstverbesserung durch Bildung.

Human Enhancement war zwar bereits Ende des letzten Jahrzehnts ein Gegenstand akademischer Diskussionen und Forschung, insbesondere in der Bioethik. Diese behandelten vor allem Zukunftsperspektiven der Biotechnologie, neue Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin und Diagnostik, das Klonen sowie die Themen Schönheitschirurgie, Medikamentenmissbrauch, Drogenkonsum und Doping. Der Bedeutungszuwachs des Themas Neuro-Enhancement, die Nachwirkungen eines vielfältigen wissenschaftlichen und populärkulturellen Diskurses über die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion (vor allem Visionen zum Internet und zu anderen Informations- und Kommunikationstechnologien, zur Robotik, Künstlichen Intelligenz und zu Mensch-Maschine-Mischwesen und insbesondere "Cyborgs") sowie die Debatten über Nanotechnologie und "Converging Technologies" haben jedoch das Bild verändert: Ins Zentrum technikethischer, anderer fachwissenschaftlicher sowie forschungspolitischer Debatten über Human Enhancement sind mittlerweile auch extrem visionäre Vorstellungen gerückt, wie die einer Abschaffung oder Ersetzung der Menschheit durch intelligente Maschinen oder der erwähnten Cyberunsterblichkeit. Generell zeichnet sich eine Tendenz ab, dass hochspekulative Szenarien im ethisch-politischen Diskurs über neue Technologien mehr Beachtung erfahren.2

Im Kern des aktuellen Diskurses stehen aber realistischer anmutende Visionen, die zu neuen oder für die nahe Zukunft vorausgesagten Entwicklungen im Bereich der Hirn-Maschine-Schnittstellen entwickelt werden. An diesen lässt sich auch beispielhaft prüfen, wie weit die Entwicklung der wissenschaftlich-technischen Voraussetzungen für eine avancierte Leistungssteigerungsgesellschaft bereits gediehen ist.

Cyborg-FuE?

Seit geraumer Zeit besteht bereits die Möglichkeit, Nerven mit technischen Systemen elektrisch zu koppeln, was die physikalische Grundlage aller neuroelektrischen Schnittstellen darstellt.3 Prinzipiell kann man solche Implantate an jeder beliebigen Stelle einer Sinnesbahn anbringen und jedes Körperorgan beeinflussen. So wird z.B. in der Tiefenhirnstimulation durch einen sogenannten "Hirnschrittmacher" die Gehirnaktivität von Menschen beeinflusst, die unter der Parkinsonkrankheit oder unter Depressionen leiden - mit guten Ergebnissen und hoher Akzeptanz bei Parkinson und ersten Erfolgen, aber auch Misserfolgen, bei Depressionen. Die Ursachen für die Wirksamkeit der Eingriffe sind noch weitgehend unklar. Bei einzelnen Patienten wurde festgestellt, dass sie nach Therapieversuchen zwar durchaus willkommene, aber andere Verbesserungen ihres Gesundheitszustands erlebten als die angestrebten. Zum Teil wurden aber auch erhebliche unerwünschte Nebenwirkungen festgestellt.

In vielen Ländern und auch in EU-geförderter Forschung wird bereits daran gearbeitet, "Cyborg"-Technologien zu entwickeln, mit denen beispielsweise zusätzlich zu unseren Gliedmaßen ein "dritter Arm" in Form eines Roboters durch neuronale Signale aus dem Gehirn gesteuert werden kann.

Im Bereich moderner Prothesen (z.B. Handprothesen), die nicht nur feinmotorisch höchst leistungsfähig sind, sondern zum Teil schon Druck- und Temperaturempfindungen der Träger ermöglichen, schreiten Forschung und Entwicklung schnell voran. Solche Prothesen können im Prinzip zusätzliche Funktionalitäten integrieren, die der entsprechende biologische Körperteil nicht aufweist. Auch die neuen Neurotechnologien, mit deren Hilfe Gelähmte einen Computer bedienen können, eröffnen grundsätzlich die Perspektive, dass Nichtgelähmte ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern. Mit Blick auf den Aspekt des Human Enhancement ist hier auch die Frage relevant, ob Implantate (also interventionistische Technologien) grundsätzlich leistungsfähiger als externe Geräte sind. Bei invasiven Anwendungen, in denen die neuroelektrischen Schnittstellen durch einen chirurgischen Engriff in das zu stimulierende Gewebe geschaffen werden, erscheinen überdies auch fantastisch anmutende Anwendungen prinzipiell möglich, wie z.B. technische "Speichererweiterungen" des Gehirns. Biologische Organisationsprozesse und technische Systeme würden dann verschmelzen.

Weder bei den etablierten Möglichkeiten zur Beeinflussung der menschlichen Psyche oder des menschlichen Körpers (z.B. Neuropharmaka oder Methoden zur gezielten medikamentösen Manipulation der Genaktivität beim "Gendoping") noch bei den "Cyborg"-Technologien ist aber durchgängig klar, ob Leistungssteigerungen oder Verbesserungen zu erreichen sind. In dieser Hinsicht ist zu unterscheiden zwischen einer umfassenden Verbesserung hin zu einem utopischen "Neuen Menschen", einer auf bestimmte soziale Rollen oder berufliche Anforderungen abzielenden Leistungssteigerung und einer Verbesserung bei einzelnen kognitiven oder physischen Funktionen. So kann z.B. der schon aus dem Zweiten Weltkrieg bekannte Konsum von Amphetaminen durch Kampfpiloten deren Konzentrations- und Wachheitsphasen verlängern. Ob sie dabei in Bezug auf ihre Aufgaben umfassend leistungsfähiger sind, also z.B. auch hinsichtlich adäquater Beurteilung der Lage auf dem Gefechtsfeld, ist aber eine offene Frage. Das in transhumanistischen und anderen futuristischen Visionen aufscheinende Ideal eines durch Wissenschaft und Technik zu schaffenden "Neuen Menschen" hat noch weniger Bezüge zur gegenwärtigen Realität. Es gibt bisher kaum Beispiele für ein Human Enhancement im Sinne einer langfristig wirksamen oder dauerhaften, auf umfassende Verbesserung abzielenden Modifikation des Menschen durch interventionistische Technologien oder Verfahren.

Selbst wo futuristisch anmutende Formen eines auf einzelne Funktionen abzielenden Human Enhancement (wie z.B. eine implantatbasierte Infrarotsicht für das menschliche Auge) machbar erscheinen, stellt sich zudem die Frage, ob sie angesichts individueller Bedarfslagen und gesellschaftlicher Akzeptanzfragen realistischerweise für die nähere Zukunft zu erwarten sind. Man mag der Ansicht sein, dass Fortschritte in Richtung einer Verbesserung der menschlichen Leistungsfähigkeit weit über das Durchschnittsmaß hinaus in Bereichen wie der Gentherapie und der invasiven Hirn-Maschinen-Schnittstellen hauptsächlich deshalb noch nicht erreicht worden sind, weil bisher nur wenige Menschen (z.B. schwerkranke oder behinderte Menschen sowie überehrgeizige Sportler) bereit sind, die Risiken der Eingriffe oder Behandlungen einzugehen. Wo ein externes Artefakt, also ein traditionelles Werkzeug, die gleichen oder bessere Dienste leistet als eine Anwendung, die eine Operation notwendig machen würde, dürfte die Nachfrage für Human-Enhancement-Technologien aber wahrscheinlich weiterhin gering bleiben. Eine Ausnahme könnten Bereiche sein, in denen Menschen die bereitgestellten technischen Funktionen dringend benötigen und daher ein Verlust der Artefakte unbedingt zu vermeiden ist (z.B. in militärischen Kampfsituationen). Ansonsten dürfte, abgesehen von einem etwaigen Interesse an solchen Artefakten als Luxusaccessoires, ein Bedarf für wissenschaftlich-technische Eingriffe zur Leistungssteigerung weiterhin vor allem in den Bereichen der Heilung, der Kompensation eines angeborenen oder erlittenen Nachteils oder der pränatalen Selektion erwünschter, aber nicht "übermenschlicher" Eigenschaften bestehen. Zumindest bei den hier angesprochenen Aspekten des Human Enhancement ähnelt das Bild also bisher kaum den weitreichenden Visionen.

Und das politische Ziel?

Trotz des skizzierten Forschungs- und Entwicklungsstandes und der genannten starken Bedenken religiös-konservativer Kreise wurde in den USA bereits vereinzelt als mögliches politisches Ziel diskutiert, eine Leistungssteigerungsgesellschaft bzw. "enhancement society" auf Basis interventionistischer Technologien und Verfahren zu schaffen.4 Ein Staatssekretär aus dem US-Handelsministerium gab z.B. zu bedenken, dass die Entstehung eines attraktiven Weltmarktes für solche Technologien und Verfahren bereits vorausgesagt wird und dass diese, insbesondere vor dem Hintergrund alternder Gesellschaften, Wettbewerbsvorteile für Unternehmen und Volkswirtschaften generieren könnten. Tatsächlich erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass die gesellschaftliche Einbettung künftiger Technologien des Human Enhancement überwiegend nach dem Marktmodell erfolgen könnte, ähnlich wie z.B. bei der Schönheitschirurgie.5

Die Hoffnung, in der weiteren Entwicklung der konvergierenden Technologien zu neuen Formen des Human Enhancement zu kommen, wird zuweilen auch in der Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union (EU) gehegt, und selbst posthumanistische Visionen finden in Europa zunehmend Beachtung. In der politikberatenden Ethik, Technikfolgenabschätzung und sonstigen Begleitforschung zu neuen Technologien und Forschungsbereichen überwiegen dabei aber deutlich die kritischen Stimmen. Und auch seitens jener Einheit der EU-Generaldirektion Forschung, die für die Förderung der Nanowissenschaften und -technologien sowie "konvergierenden Wissenschaften und Technologien" zuständig ist, wurde verschiedentlich betont, dass jetzt und in Zukunft keinerlei Human-Enhancement-Projekte gefördert würden. Sogar ein weitreichendes Verbot solcher Forschung wurde vereinzelt diskutiert, z.B. mit Blick auf einen Verhaltenskodex für die europäische Nanoforschung.6 Im Abschnitt zu Verboten, Restriktionen und Begrenzungen wird in dem Vorschlag für einen solchen Kodex festgehalten, dass Forschungsorganisationen keine Nanoforschung durchführen sollen, die (a) auf die nichttherapeutische Verbesserung von Menschen abzielt und im Ergebnis zu Sucht führt oder (b) allein der unerlaubten Leistungssteigerung des menschlichen Körpers dient.

Die Entwicklungstendenz von der Leistungsgesellschaft zur Leistungssteigerungsgesellschaft (mit ihren utopischen wie dystopischen Zügen) könnte sich indes weiter verschärfen. Anscheinend laufen wirkmächtige gesellschaftliche und kulturelle Prozesse in Richtung eines weitverbreiteten Alltagsdopings und einer wissenschaftlich-technischen "Verbesserung" menschlicher Körper und kognitiver Fähigkeiten.7 Etablierte bio- und technikethische Bewertungsmaßstäbe greifen hier nur noch bedingt: Im Unterschied zu gentechnischen Eingriffen in werdendes Leben wären andere Formen des Human Enhancement (wie z.B. das Einsetzen neuartiger Neuroimplantate) auf Basis einer informierten Einwilligung denkbar.

Mit den Veränderungen der Arbeitswelt und den weltweiten Umbrüchen der letzten gut drei Jahrzehnte hat sich anscheinend auch das gesellschaftliche Verständnis von Leistung gewandelt. Oft ist es nicht mehr ausreichend, in einem durch ein angestelltes Arbeitsverhältnis definierten Rahmen "seine Leistung zu bringen". Vielmehr sind oder sehen sich immer mehr Menschen gefordert, die Voraussetzungen ihrer Leistungsfähigkeit und Handlungsmöglichkeiten dauernd zu verbessern - in einer flexibilisierten Arbeitswelt, aber auch in einem Privatleben, das immer weniger durch traditionelle Rollenmuster und Strukturen geprägt wird. Bildungsorientierte Konzepte wie das des "lebenslangen Lernens" könnten so in Zukunft durch die ethisch oft fragwürdigen Technologien und Verfahren des Human Enhancement ergänzt werden, z.B. im Fall einer schulische Leistungsfähigkeit fördernden Medikation Minderjähriger. Eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit im Beruf, ein schöner und starker Körper, eine hohe Stressresistenz: All dies rückt anscheinend in einer Zeit größerer sozialer und kultureller Unsicherheit auf der Agenda der Individuen ebenso wie in der gesellschaftlichen Wertehierarchie nach oben.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit Politik und Gesellschaft in Zukunft die erhöhten Leistungsanforderungen und Verbesserungsbedarfe, die sich aus der weithin gewünschten Innovations- und Wettbewerbsorientierung ergeben, vor allem als Aufgaben des Individuums definieren sollten. Weit vor dem Markteintritt möglicher Technologien und Verfahren des Human Enhancement bestehen Gestaltungsmöglichkeiten, bestimmte Forschungs- und Entwicklungsrichtungen durch politische Förderung zu unterstützen und andere nicht. Im Sinne des europäischen Leitbilds einer Wissensgesellschaft mit hoher Lebensqualität wäre womöglich eine andere Vision einer sich ständig verbessernden Gesellschaft zielführender als die in den aktuellen futuristischen Spekulationen aufscheinende: In einer solchen würden attraktive Arbeits- und Lebensverhältnisse individuelle Motivation fördern. Die technischen und sonstigen infrastrukturellen Ausstattungen der Lebenswelt wären so beschaffen, dass sie Individuen in ihren Entfaltungsmöglichkeiten weniger als bisher behinderten. Eine Leistungssteigerungsgesellschaft könnte dann über tatsächlich innovative Wege erreicht werden, die auf einer Neujustierung dessen basierten, was individuelles Wohlbefinden, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und sozialen Fortschritt ausmacht.

Anmerkungen

1) Vgl. zum Folgenden z.B.: Coenen, C. (2009): Transhumanismus und Utopie. Ein Abgrenzungsversuch aus aktuellem Anlass. In: Steltemeier, R.; Dickel, S.; Gaycken, S.; Knobloch, T. (Hrsg.): Neue Utopien. Zum Wandel eines Genres. Heidelberg, S.135-168; Coenen et al. 2009 (FN 4); Grunwald, A. (2008): Auf dem Weg in eine nanotechnologische Zukunft. Philosophisch-ethische Fragen. Freiburg, München (Angewandte Ethik, Band 10); PCB (US President's Council on Bioethics) (2003): Beyond Therapy: Biotechnology and the Pursuit of Happiness. Washington D.C.; Saage, R. (2007): Politik und Konvergenztechnologien in den USA. In: Leviathan 35(4), S.540-559

2) Nordmann, A. (2007): If and Then: A Critique of Speculative NanoEthics. In: NanoEthics 1(1), S.31-46. Für den gewachsenen Einfluss transhumanistischer und anderer hoch spekulativer Ansätze im bio- und neuroethischen Diskurs vgl. z.B. Greely et al. 2008 (FN 7), Harris 2007 (FN 7) und die Analyse in Coenen et al. 2009 (FN 4).

3) Zum Folgenden: Coenen et al. 2009 (FN 4); Fiedeler, U. (2008): Stand der Technik neuronaler Implantate. Wissenschaftliche Berichte FZKA 7387 (März 2008), Karlsruhe; Hennen, L., Grünwald, R., Revermann, C., Sauter, A. (2008): Einsichten und Eingriffe in das Gehirn. Die Herausforderung der Gesellschaft durch die Neurowissenschaften (Studien des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag Nr. 24), Berlin; Schwerpunkt des TAB-Brief 33 (FN 1)

4) Dazu und zu den Entwicklungen auf EU-Ebene: Coenen 2008 (FN 4); Coenen et al. 2009 (FN 4)

5) Grunwald, A. (2007): Orientierungsbedarf, Zukunftswissen und Naturalismus. Das Beispiel der "technischen Verbesserung" des Menschen. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 55(6), S.949-965

6) Europäische Kommission (2008): Commission Recommendation of 07/02/2008 on a Code of Conduct for responsible Nanosciences and Nanotechnologies Research. C(2008) 424 final, Brüssel

7) Dazu und zum Folgenden: Coenen et al. 2009 (FN 4); Grunwald 2007 (FN 12); Grunwald, A. (2008)

8) Vgl. zu rechtlichen Aspekten der Entwicklung: Wienke, A., Eberbach, W., Kramer, H.-J., Janke, K. (Hrsg.) (2009): Die Verbesserung des Menschen. Tatsächliche und rechtliche Aspekte der wunscherfüllenden Medizin. Berlin, Heidelberg. Vgl. zu den thematisch einschlägigen Arbeiten des TAB den Schwerpunkt "Den Menschen ,weiser und geschickter' machen?" des TAB-Brief 33, www.tab.fzk.de/de/brief/brief33.pdf , S.7-27 (insbesondere S.21 sowie die Beiträge von Katrin Gerlinger, Thomas Petermann und Arnold Sauter).



Christopher Coenen, Dipl.-Pol., arbeitet im Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) schwerpunktmäßig zu gesellschaftlichen, ethischen und politischen Aspekten neuer und emergierender Technowissenschaften (wie der Nanotechnologie und der Synthetischen Biologie). Sein für Forum Wissenschaft aktualisierter Beitrag (Teil I in Forum Wissenschaft 1/2010) erschien zuerst im TAB-Brief Nr. 33, S.21-27, unter dem Titel "Schöne neue Leistungssteigerungsgesellschaft?".

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