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Klaus Holzkamp

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Flexibilität und Determinismus

15.11.2008: Neurowissenschaften und Naturalisierung von Subjektivität

  
 

Forum Wissenschaft 4/2008

Wie frühere Wissenschaften über das Gehirn sprachen, ließ immer schließen darauf, wie sie sich das Handeln von Menschen in der Gesellschaft vorstellten und wünschten. Heutige neurowissenschaftliche Versuche, die Gehirne der Menschen zu verstehen, aktuelle öffentliche und philosophische Debatten zeigen streitige Positionen dazu, was es mit Selbst- und Fremd-Kontrolle im Gehirn auf sich habe. Sie spiegeln gleichzeitig erhobene, aber unterschiedliche herrschaftliche Anforderungen an Individuen. Susanne Lettow führt durch diese Debatten.

Seit der Entstehung der modernen Hirnforschung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist Wissen über das Gehirn immer wieder aufs Engste mit sozialen Ordnungsvorstellungen verbunden gewesen. Indem kognitive und emotionale Kompetenzen und Inkompetenzen im Gehirn fixiert werden, wurde Handlungsfähigkeit auf spezifische Art und Weise diskursiv modelliert. Dabei wurden immer wieder soziale Hierarchien und Machtverhältnisse - zwischen den Geschlechtern, Nationen, "Rassen" - festgeschrieben und bestimmte hegemoniale Subjektformen über die Unterscheidung normal / anormal stabilisiert. Schon früh, bereits in der Hirnanatomie Franz Joseph Galls, galt auch Kriminalität als durch das Gehirn bestimmt; das löste Debatten aus, die der seit einigen Jahren geführten Auseinandersetzung um Willensfreiheit und Determinismus stark ähneln. So wurde gegen Galls Phrenologie eingewandt, "daß sie mit ihrem Determinismus die Moral untergrabe: ,Ehebrecherinnen, Betrüger, Diebe und sogar Mörder könnten sich unter Bezugnahme auf die Dominanz ihrer Hirnorgane ... herausreden, indem sie die Natur selbst anklagen'".1 Die Naturalisierung von Verhaltensweisen und Verhältnissen im Gehirn ist also, ebenso wie die Kritik daran im Namen von Freiheit und Verantwortung, keineswegs neu, erlebt aber seit einigen Jahren eine besondere Konjunktur.

Trotz der starken Kontinuitäten, die sich hier ausmachen lassen, ist jedoch zu bedenken, dass - wie die Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston betont hat - Prozesse der Naturalisierung historisch unterschiedliche Form annehmen: "Where conceptions of nature diverge, so do the strategies ... of naturalization".2 Die Naturalisierungsprozesse, die gegenwärtig mit der Hirnforschung verbunden sind, sind daher sowohl durch die konzeptionelle Entwicklung der Neurowissenschaften als auch durch die gesellschaftlichen Veränderungen seit den 1990er Jahren geprägt. Dabei überlagern sich ideologische Anrufungen, die auf Selbstverantwortung, Flexibilität und Leistungssteigerung zielen, mit solchen, in denen diese Möglichkeiten geradezu negiert werden. Das Gehirn gilt hier nicht als ein weiteres Terrain von Selbstoptimierungsstrategien, sondern die neuronalen Prozesse gelten als handlungsdeterminierend. In den mit hoher Intensität und medialer Ausstrahlungskraft geführten Debatten um die Existenz von Willensfreiheit geht es vor allem um eine Begrenzung und Negation von Handlungsfähigkeit - und damit auch um die Begrenzung der Möglichkeit, sich und die Verhältnisse zu verändern, in denen man lebt. D.h., es finden sich in den Neurodiskursen seit den 90er Jahren sowohl neoliberale als auch neo-autoritäre Subjektkonstruktionen. Ich skizziere dies im Folgenden anhand von Beispielen aus Texten, die dem Korpus philosophischer Bedeutungsproduktion zu den Neurowissenschaften entnommen sind. Deutlich wird dabei, dass Kritik nicht ausreicht, die das Hauptaugenmerk auf Strategien der Selbstoptimierung legt, wie es die Studien zu "Gouvernementalität" in den vergangenen Jahren getan haben. Zugleich greift aber auch eine feministische Kritik zu kurz, die sich allein auf Essenzialismen - die Konstruktion festgelegter Wesenseigenschaften - und, im Zusammenhang mit den Neurowissenschaften, auf Formen der Re-Essenzialisierung von Geschlecht richtet. Erforderlich ist es statt dessen, die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher, zum Teil gegenläufiger Subjektivierungsformen und die Reproduktion gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse durch differente und differenzierende Anrufungen bzw. die Verschiebung von neoliberalen zu "post-neoliberalen" Formen zu thematisieren.

Hirnsoftware-Optimierung

Der Aufschwung der Hirnforschung ab Mitte der 1980er Jahre, als das kognitivistische Paradigma in die Krise geriet, das die Künstliche-Intelligenz-Forschung geleitet hatte, war von der Entwicklung einer Reihe biologisch-informationeller Konzepte geprägt, die sich als äußerst kompatibel mit neoliberalen Subjektkonstruktionen erwiesen. Statt das Gehirn als statische Gegebenheit mit fixen Strukturen und festgelegten Funktionen zu begreifen, entwickelten AkteurInnen der Hirnforschung im Anschluss an das Konzept der neuronalen Netze die Vorstellung von der "Plastizität" des Gehirns. Gehirnstrukturen sind demzufolge nicht ein für allemal festgelegt, sondern modifizierbar, insofern es durch Lernprozesse und Erfahrungen zu immer neuen synaptischen Verknüpfungen kommen kann. Vor allem Texte aus den frühen 90er Jahren zeigen deutlich, wie das Konzept der Hirnplastizität mit neoliberalen Flexibilitätsvorstellungen in Verbindung gebracht wurde. Als Beispiel hierfür können die Bewusstseinstheorien von Daniel Dennett und Thomas Metzinger gelten. Das "Ich" bzw. das Selbstbewusstsein gilt hier als Resultat von Datenverarbeitungsprozessen, die nach dem Modell der Parallelverarbeitung (parallel distributed processing) gedacht werden - also nach dem Modell einer Programmierstrategie, die es Ende der 80er Jahre erlaubte, Computerleistungen enorm zu steigern, indem man eine Vielzahl von Verrechnungsprozessen gleichzeitig - parallel - ablaufen lässt. Dennett z.B. geht davon aus, dass Bewusstsein durch eine spezielle "software" generiert wird, die an die Hardware des Gehirns "montiert" ist. Das "Ich" ist demnach keine feststehende Instanz, sondern der Effekt permanenter dezentrierter Prozesse. Diese müssen stets neu zentriert werden, und es bedarf dazu eines ständigen "Trainings, welches insbesondere die sich wiederholende Selbst-Simulation enthält".3 Ähnlich verhält es sich bei Metzinger, dem es ebenfalls darum geht, Selbstbewusstsein "naturalistisch" zu erklären, d.h. unter Bezug auf die Neurowissenschaften. Selbstbewusstsein bzw. ein "Selbstmodell" resultiert ihm zufolge aus der höherstufigen Integration "mentaler Repräsentate". Leitend ist auch hier die Vorstellung, dass es sich bei Selbstmodellen um "komplexe Datenstrukturen [handelt], die innerhalb größerer Datenstrukturen auftreten und diese verändern. Ihre Funktion", so Metzinger, "besteht unter anderem darin, dass sie solche dynamischen, sich ständig verändernden Datenstrukturen zentrieren"4. Subjektivität erscheint als flüchtige, jedenfalls permanent neu herzustellende Integrationsleistung von multiplen Dynamiken.

Sowohl bei Dennett als auch bei Metzinger (der sich darin auf Dennett bezieht), wird die Subjektkonstruktion durch eine Grenzziehung zwischen dem "Normalen" und dem "Anormalen" gestützt. Auf Seiten der Anomalie tritt dabei die Figur der Multiplen Persönlichkeit auf. Dass diese Diagnose, die in den 90er Jahren um ein Vielfaches anstieg, in diesem Zusammenhang so prominent behandelt wird, ist nicht zufällig. Denn sie bezeichnet in der Tat die Kehrseite des Subjektideals: Die übersteigerte Flexibilität schlägt um in völlige Dissoziation. So erscheint die "multiple Persönlichkeit" mit dem Namen "Mary" zunächst als ideales Subjekt; ihren Fall legen Dennett wie Metzinger ausführlich dar. Je nach Situation kann sie unterschiedliche Programme aufrufen und sich dementsprechend "effizient" verhalten. Doch diese Art von Flexibilität erweist sich als dysfunktional, da sie nicht mehr integriert bzw. zentriert werden kann. Es fehlt eine zentrale Steuerungsinstanz.5 Flexibilität - die "falsche Freundin der Plastizität" (Catherine Malabou) - bedarf nämlich der Regulation bzw. der Integration. Statt eines "multiplen Selbst" gilt es - so drückt es Owen Flanagan aus -, ein "multiplexes Selbst" auszubilden.6 Das Ideal ist also ein flexibles Subjekt, das sich gleichwohl nicht in multiplen Anforderungen und Dynamiken verliert, sondern diese - effizienzorientiert - beherrscht. Zahllose Ratgeber zum Gehirn- und Gedächtnistraining propagieren daran anschließende Strategien der Selbstoptimierung. Doch haben sich zugleich die Gewichte in den Debatten um die Hirnforschung in den vergangenen Jahren auch merklich verschoben.

Neuro-Determinismus

In der deutschsprachigen Debatte um Determinismus und Willensfreiheit, deren Initialzündung die Thesen der Hirnforscher Wolf Singer und Gerhard Roth waren, geht es seit einigen Jahren vor allem darum, die Grenzen von Handlungsfähigkeit zu fixieren bzw. Handlungsfähigkeit insgesamt abzustreiten. Nicht so sehr Anrufungen zur Selbstoptimierung, sondern vielmehr Maßnahmen, die für jene Individuen vorgesehen sind, bei denen eine "effiziente" Selbstregulation scheitert, stehen dabei im Zentrum. So haben Singer und Roth, denen jegliches Handeln als neuronal determiniert gilt, dafür plädiert, die strafrechtliche Kategorie der Schuld aufzugeben. Ziel des Strafrechts müsse es sein, so heißt es, "Attraktoren im Gehirn" so zu modifizieren, dass sie zumindest die Wahrscheinlichkeit erneuter Verbrechen vermindern. Nicht Verbüßung einer zugemessenen Strafe, sondern fremdverfügte "Besserung" durch "Erziehungsprogramme ..., die durchaus auch Sanktionen einschließen würden",7 sind dafür vorgesehen.

Auf diese Vorstellungen und das mit ihnen verbundene "Menschenbild" gab es vielfach Antworten, welche die Willensfreiheit verteidigten. Willensfreiheit, Verantwortung und Schuldfähigkeit seien als grundlegende Annahmen im sozialen Zusammenleben unabdingbar, hieß es in solchen Antworten, und im Prinzip seien sie durchaus mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen kompatibel. Dabei wird allerdings nicht nur das Ideal eines autonomen, seine Wünsche und Handlungen rational steuernden Subjekts erneuert. Ein näherer Blick zeigt, dass sich die Plädoyers für Willensfreiheit und Verantwortung in der gleichen dualistischen Anordnung wie die Gegenpositionen bewegen; sie erkennen daher den biologischen Determinismus durchaus an, d.h. sie schränken ihn allein in seiner Reichweite ein. Deutlich wird dies auch hier allzu oft an den Figuren solcher Verfehlungen, die einen Mangel an Willensfreiheit zeigen sollen. Solche Figuren, die in den Texten immer wieder auftauchen, sind der/die AlkoholikerIn, RaucherInnen, Drogenabhängige und - fast möchte man sagen "natürlich"- "Kriminelle".

So wendet sich z.B. Michael Pauen zwar gegen den Determinismus von Singer und Roth und deren strafrechtspolitische Vorschläge. Gleichwohl räumt er ihnen Raum ein, indem er das - von dem Hirnforscher Antonio Damasio stammende - Konzept der "Soziopathie" aufgreift. Demzufolge gibt es eine "psychopathische Disposition", die "die Wahrscheinlichkeit drastisch erhöh[t], dass eine Person eine Straftat begehen wird" - ein niedriger Serotoninspiegel etwa führe zu einer Neigung zu "gewalttätige[m] Verhalten".8 Auch für Pauen ist in diesem Fall die Frage offen, "inwiefern man betroffene Personen für ihre Taten verantwortlich machen kann, welche Gegenmaßnahmen gerechtfertigt sind"9. Schließlich sei ihre Willensfreiheit neurophysiologisch eingeschränkt. Weitere Beispiele für mangelnde Willensfreiheit sind, neben Kriminalität, vor allem Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. "Einen Nikotin- oder Alkoholabhängigen würden wir kaum als frei bezeichnen, selbst wenn sich seinen Wünschen keine äußeren Hindernisse in den Weg stellen", heißt es10. Eine Figur, die sich hier anschließt und die Verquickung von Gesundheit, Selbstkontrolle und Normalität negativ bestärkt, ist zudem der Drogenabhängige. "Denn der Drogensüchtige kann zwar tun, was er will, aber in seinem Willen, in seinen Entscheidungen ist er nicht frei".11 Ihm fehlt die Fähigkeit, so Ansgar Beckermann, seinen "Wunsch ... unter Kontrolle (zu) bringen".12 Leiden diese Figuren an einer mangelnden Rationalisierung des eigenen Willens, so wird umgekehrt die Fähigkeit zur Restriktion von Wünschen und Begehren zur zentralen Kompetenz des idealen Subjekts. Gefordert ist, wie es wiederum bei Pauen heißt, "der rationale Umgang mit Konflikten zwischen den eigenen Wünschen, Überzeugungen und Bedürfnissen"13. Das ideale Subjekt, das sich in diesen Beispielen abzeichnet, ist nicht mehr in erster Linie flexibel-effizienzorientiert. Die Form der Selbstkontrolle, die hier gefordert ist, wird nicht mehr durch die implizite Bedrohung durch absolute Dezentrierung und Selbstauflösung, sondern durch die explizite Androhung von Maßnahmen der Fremdkontrolle gestützt.

Welche Kritik?

Wie diese Textbeispiele aus den Debatten um die Hirnforschung zeigen, reicht eine Kritik nicht aus, die sich allein an neoliberalen Flexibilitäts- und Effizienzkonstruktionen ausrichtet. Aber auch eine Kritik an neuerlichen Essenzialisierungen, die angesichts der unaufhörlichen Versuche, Geschlechterdifferenzen im Gehirn zu fixieren, vor allem von feministischer Seite vorgebracht worden ist,14 trifft nur eine Seite der Medaille. Denn Essenzialismus, die Konstruktion festgelegter Wesenheiten, ist eben nicht die einzige Form von Naturalisierung. In den Naturalismen und Naturalisierungen der Gegenwart gilt es vielmehr, das In- und Nebeneinander neoliberaler Optimierungs- und neoautoritärer Kontrollvorstellungen zu fassen. Auch und gerade für die Diskussionen um "Neuro-Enhancement", also der Möglichkeiten, durch neuropharmazeutische oder neurochirurgische Eingriffe in das Gehirn z.B. Konzentrations- und Gedächtnisleistungen, Wohlbefinden und Wohlverhalten zu "verbessern", ist dies im Auge zu behalten. Schließlich zeichnen sich auch dabei sowohl Formen "freiwilliger" Selbstverbesserung ab, die auf einen Vorteil im Wettlauf um die "besten" oder zumindest einigermaßen "gute" gesellschaftliche Positionen zielen, als auch Formen fremdverfügter Besserungsmaßnahmen. Es geht somit darum zu begreifen, dass widersprüchliche ideologische Anrufungen nebeneinander existieren können und nicht auf alle gleichermaßen zielen, d.h.: Das Ausmaß an Selbst- und Fremdkontrolle ist nicht für alle gleich.

Über die Analyse von Naturalisierungen der Hirnforschung hinaus steht allerdings vor allem eine Debatte um das Verhältnis von Wissenschaft, Demokratie und Gesellschaft aus. Denn schließlich ist nicht klar, warum Hirnforschung sich in der Ausrichtung ihrer Forschungsfragen und in der Interpretation ihrer Ergebnisse unbedingt an den jeweils dominanten Formen der Macht ausrichten soll. Sie könnte sich - in kritischer Auseinandersetzung mit einer langen Tradition der Verstrickung in unterschiedliche Formen von "Biomacht" - auch mit einer demokratischen Medizin verbinden.

Anmerkungen

1) Michael Hagner: Homo cerebralis - Der Wandel vom Seelenorgan zum Gehirn. Frankfurt/Main und Leipzig 2000, S.113.

2) Lorraine Daston: The Naturalized Female Intellect. In: Science in Context 5/1992, 209-235, S.210.

3) Daniel Dennett: Philosophie des menschlichen Bewußtseins (Org.: Consciousness explained 1991). Hamburg 1994, S.288 ff.

4) Thomas Metzinger: Subjekt und Selbstmodell. Die Perspektivität phänomenalen Bewußtseins vor dem Hintergrund einer naturalistischen Theorie mentaler Repräsentation. Paderborn, München, Wien und Zürich 1993, S.168.

5) Bemerkenswert ist freilich, dass die Anomalie hier weibliche Gestalt hat. Schließlich ist "Multiple Persönlichkeit" bzw. "Dissoziative Identitätsstörung" eine Diagnose, die vor allem bei Frauen gestellt wird und zumeist auf sexuellen Missbrauch in der Kindheit zurückgeführt wird. Subjektivierung, die über die Annahme der Imperative der Flexibilität und Effizienz läuft, wird in den Interventionen von Dennett und Metzinger, somit durch eine weiblich konnotierte Negativ-Figur gestützt. Vgl. hierzu Susanne Lettow: Neobiologismen. Normalisierung und Geschlecht am Beginn des 21. Jahrhunderts, in: Dornhof, Dorothea; Esders, Karin; Genschel, Corinna und Hark, Sabine (Hg.): Transformationen von Mensch Wissen Geschlecht, Königstein/Ts., 78-93.

6) "Normal selves are multiplex. When a single individual experiences herself or expresses her being with different narrators who cannot grasp the connection between or among the narratives or narrative segments, the individual is a multiple". Owen Flanagan: Multiple Identity, Character Transformation, and Self-Reclamation". In: Graham, George; Stephens, G. Lynn (Hg.): Philosophical Psychopathology. Cambridge/Mass. und London 1994, 135-162, S.136.

7) Wolf Singer: Ein neues Menschenbild? Gespräche über Hirnforschung. Frankfurt/Main 2003, S.34.

8) Michael Pauen: Illusion Freiheit? Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung. Frankfurt/Main 2004, S.242

9) Ebd., S.243.

10) Ebd., S.7.

11) Ansgar Beckermann: "Biologie und Freiheit. Zeigen die neueren Ergebnisse der Neurobiologie, dass wir keinen freien Willen haben?". In: Schmidinger, Heinrich; Sedmak, Clemens (Hg.): Der Mensch - ein freies Wesen? Darmstadt 2005, 111-124, S.116.

12) Ebd., S.117.

13) Ebd., S.69.

14) Vgl. z.B. Sigrid Schmitz: "Hirnbilder im Wandel? Kritische Gedanken zum "sexed brain": In: Mauss, Bärbel; Petersen, Barbara (Hg.): Das Geschlecht der Biologie. Talheim 2006, 61-92.


Dr. phil. Susanne Lettow ist Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und lehrt an der Universität Paderborn im Fach Philosophie. Ihre Arbeitsgebiete: Sozialphilosophie, Wissenschaftsphilosophie, Philosophie der Lebenswissenschaften, feministische Philosophie.

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