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Klaus Holzkamp

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Sicherheit als Angebot

15.02.2008: Zur Akzeptanz von Überwachung

  
 

Forum Wissenschaft 1/2008

Normalerweise empören wir uns über Obere, die uns mehr kontrollieren wollen, als wir es wollen. In anderer Richtung wundern wir uns darüber (mindestens), dass die Empörung gegen vielerlei Kontrollformen der Oberen ausbleibt, die einst die Ankündigung der Volkszählung begleitete – und die Volkszählung selbst durchaus veränderte. Nils Zurawski fragt sich und fragte andere, wie und warum sie das Kontrollieren so sehen, wie sie es tun.

Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, biometrische Daten, digitale Fingerabdrücke und und und – das Thema Überwachung und Kontrolle ist aus der allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Debatte nicht mehr wegzudenken. Längst ist es keine Spezialdebatte für einige wenige Experten mehr, Datenschutz fristet, wie die Demonstrationen gegen die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung gezeigt haben, nicht mehr nur eine Randexistenz – Überwachung ist allgegenwärtig. Terrorismus, innere Sicherheit, Bekämpfung von Kriminalität, Kriminalprävention, Konsumentenprofile – es gibt kaum einen Bereich, der von der einen oder anderen Form der Kontrolle, der Überwachung oder der präventiven Risikoeinschätzung ausgenommen ist. Die Debatte wurde durch den brutalen Überfall in München kurz vor Weihnachten 2007 noch einmal angeheizt und auch auf den Bereich der Jugendkriminalität und der Integration von AusländerInnen unheilvoll ausgeweitet (wobei nicht Diskussion an sich unheilvoll ist, sondern die Art und Weise, in der sie geführt wurde). Ich komme darauf am Ende noch einmal zurück.

Kommentare und Leitartikel zu all den genannten Themen nehmen zu, die öffentliche Diskussion ebenso und auch die wissenschaftlichen Forschungen zu einzelnen Aspekten oder dem großen Ganzen. Die dabei in der Regel eingenommene Perspektive der Fragestellungen und der berechtigt geäußerten Kritik ist folgende: Die Menschen werden überwacht von einem omnipotenten Staat und von großen Unternehmen (Einzelhandel, Versicherungen, Banken etc.), gegen die sie sich nicht wehren können. Der Einzelne steht einem allmächtigen Staat gegenüber, der gegen seinen Willen und zu seinem und zum Nachteil der Demokratie und der dort verbürgten Freiheitsrechte agiert. Diese Aspekte sind legitim, und in der Tat hat Überwachung, so wie sie in Form von Gesetzen, Maßnahmen und neuer Technologie immer tiefer in unser Leben eingreifen kann, Konsequenzen für gesellschaftliches Zusammenleben, für das Selbstverständnis unseres Gesellschaftsbildes und unsere bürgerlichen Freiheitsrechte.

Nur selten taucht die Frage auf, warum viele dieser Maßnahmen und Gesetze so erfolgreich umgesetzt werden können und in einzelnen Fällen auf Zustimmung bei größeren Teilen der Bevölkerung stoßen. Dabei ist gerade eine Perspektive, die Überwachung aus der EURnehmung der BürgerInnen selbst zu erklären versucht, wichtig, um die gesellschaftliche Bedeutung und die erfolgreiche Umsetzung von Überwachung zu analysieren. Ein Aspekt einer solchen Perspektive, der hier diskutiert werden soll, konzentriert sich auf die Rolle, die Weltbilder für die Anschlussfähigkeit von Überwachungsmaßnahmen an persönliche Lebenswelten spielen.

Überwachung als Orientierung

Was aus einer Perspektive wie übergeordnete Kontrolle und Überwachung freier BürgerInnen aussieht, erscheint aus einer anderen als Angebot zur Orientierung innerhalb gesellschaftlicher Unordnung. Das Problem, auf dem die folgenden Überlegungen aufbauen, hat mit den möglichen Vorstellungen von der Welt bei den einzelnen Menschen selbst zu tun. Weltbilder, mit denen Komplexität reduziert werden kann, die die erfahrbare und unerfahrbare, aber wissentlich vorhandene Welt ordnen, stellen einen Ansatzpunkt für die Anschlussfähigkeit von Überwachungsmaßnahmen dar.

Solche Weltbilder sind ein Ausweg aus einem Dilemma, von dem im Grunde alle Gesellschaften betroffen sind – ein zutiefst menschliches und scheinbar unvermeidliches Problem. Die Welt ist nur zu einem gewissen Grad direkt erfahrbar. Realität wird nach bestimmten, durch gesellschaftliche Verhältnisse und sozio-kulturelle Faktoren mit beeinflussten Muster geordnet. Dabei spielt auch das Wissen über das eben nicht Erfahrbare eine wichtige Rolle. Die direkte Umwelt ist nur ein Ausschnitt einer größeren Realität, die allerdings nicht unmittelbar erfahrbar ist. Weltbilder bieten eine Möglichkeit, diese Lücke zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten zu schließen.1 Sie geben Orientierung und schaffen Ordnung, verringern Unsicherheiten und reduzieren Komplexität. Diese Prozesse beziehen sich auf gesellschaftliche Strukturen sowie auf räumliche Aspekte von Gesellschaft – da es ja nicht nur um das Nicht-Begreifbare geht, sondern auch um das räumlich Unbekannte, das Fremde, was mögliche Unsicherheiten produzieren kann. Weltbilder lösen somit das Problem der Verortung in der Welt, indem sie Sinn und Erklärungsansätze für die bewusste Diskrepanz zwischen dem Erfahrbaren und dem Unbekannten herstellen.

In welcher Art und Weise Menschen ihre Umwelt kognitiv erschließen und welche gesellschaftlichen Faktoren dabei eine Rolle spielen können, versuchen Ansätze zu erklären, die mit dem Konzept des cognitive mapping operieren. Ohne hier im Detail auf diese einzugehen, ist vor allem ihre räumliche Dimension hervorzuheben – eine Dimension, der auch bei Überwachungsmaßnahmen häufig eine zentrale Bedeutung zukommt.2

Die Überprüfung dieser Weltbilder oder sozial-räumlichen Imaginationen, die das Problem des „Ich in der Welt“ lösen, ist eine Form der Überwachung im Sinne einer Beobachtung und schlussziehenden Bewertung von Ereignissen. Praktiken und Maßnahmen der Überwachung sind so gesehen nichts anderes als die Überprüfung des Unbekannten zur Herstellung des durch ein Weltbild generierten Sinns. Damit ist nicht gesagt, dass es sich bei diesen sozial-räumlichen Vorstellungen um starre Gebilde handelt, aber sie stellen doch innerhalb von Toleranzen ein Ordnungs- und Orientierungssystem der eigenen Verortung dar. Beobachtung, Kontrolle und Überwachung wären somit notwendige und grundlegende Bestandteile von Gesellschaft an sich.

Überwachung ist ein Teil einer gesellschaftlichen Orientierungsleistung, um z.B. Sicherheit bzw. ein positives Sicherheitsgefühl erzeugen zu können. Überwachungsmaßnahmen wie z.B. Videoüberwachung schließen an diese im Zusammenhang mit Diskussionen um die innere Sicherheit oftmals eher konstatierten als real vorhandenen Mängel subjektiver Sicherheit an. Sie versprechen folgerichtig eine Unterstützung darin, einer solchen Unsicherheit entgegenzuwirken.

Kameras sollen helfen, das Unbekannte zu überwachen, und ein Sicherheitsgefühl wieder herstellen. Letztlich werden sie dazu genutzt, Beziehungen zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten herzustellen – wenn auch um den Preis eines möglichen Ausschlusses von anderen sowie deren Stigmatisierung. Das Beispiel der Videoüberwachung ist geeignet, die Widersprüche deutlich zu machen, die sich aus dem Wunsch nach Kontrolle und Orientierung einerseits und dem dennoch fehlenden Sicherheitsgewinn durch Kameras ergeben.

Kameras als Projektionsfläche

Widersprüchlich an dem zunehmendem Einsatz von Kameras im öffentlichen Raum ist vor allem der Umstand, dass sich ihre Installation einer mehrheitlichen Zustimmung in der Bevölkerung erfreut3, die Kameras selbst aber nicht unbedingt zu einem verstärkten Sicherheitsgefühl beitragen – oder nur in sehr eng umrissenen Fällen. Eine Untersuchung in Hamburg über Einstellungen Hamburger BürgerInnen zu Videoüberwachung und deren räumlicher EURnehmung hat eben diese Widersprüche zu Tage gefördert. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass Kameras auch bei mangelnder positiver Wirkung für das Sicherheitsgefühl sehr wohl im Rahmen von Sicherheits-Strategien ein Angebot für unterkomplexe EURnehmungs-, Erklärungs- und Handlungsmöglichkeiten für den einem Individuum nicht unmittelbar vertrauten Raum darstellen kann.

Wie bei vielen Meinungsumfragen zu Kameras im öffentlichen Raum lag auch bei der Hamburger Studie die Zustimmung bei rund zwei Drittel der Befragten.4 Dass gerade bei den häufig ad hoc durchgeführten Meinungsumfragen erhebliche Probleme gerade in der Fragestellung liegen und eine Zustimmung sich bei genauerem Hinsehen auch weitergehend qualifizieren (und relativieren) lässt, zeigt zunächst die Schwierigkeiten im Umgang mit dem komplexenThema, das eben nicht nur die pauschale Einstellung zu den Kameras allein betrifft.5

Die methodisch breit angelegte Studie zu Videoüberwachung in Hamburg versuchte zu allererst, das Verhältnis zum (Stadt-) Raum von Hamburger Bürgern zu ergründen, hauptsächlich in Bezug auf Sicherheit und die Kenntnisse von der Stadt selbst. Dabei sind einige kurz zusammengefasste Resultate besonders beachtenswert.

Obgleich der Bewegungsraum der Probanden innerhalb Hamburgs sich auf einen eher engen Kernraum beschränkte, ließen sich dennoch Aussagen zu vielen anderen Bereichen Hamburgs erheben. Gerade solche, die vermeintlich als unsicher für die jeweiligen Probanden galten, lagen in der Regel nicht innerhalb ihres persönlichen Bewegungsrahmens. Die Argumente für die Meidung bestimmter Stadtteile bezogen sich häufig auf ein mangelndes Sicherheitsgefühl, was auch, aber nicht hauptsächlich mit Kriminalität in Verbindung gebracht wurde. Solche Räume, die verschiedene Gruppen (die Erhebung fand in zwei Stadtteilen statt) gleichermaßen als durch Kriminalität belastet beschrieben, wurden von ihnen dennoch unterschiedlich bewertet. Der Schlüssel hierzu war die individuelle Kenntnis der Befragten über den jeweiligen Raum. So hatten beide Testgruppen St. Georg als besonders kriminalitätsbelastet beschrieben, aber nur die nicht aus St. Georg stammenden Probanden empfanden diesen Raum auch als unsicher. Die Zustimmung dieser Gruppe für den Einsatz von Kameras gerade in St. Georg – vor allem rund um den dortigen Hauptbahnhof – war entsprechend hoch. Die Bereitschaft allerdings, diesen Raum dann eher aufzusuchen, wenn dort Kameras installiert wären, steigt laut den Aussagen dieser Gruppe dadurch nicht. Im Gegenteil: Die Kameras bestätigten geradezu die Unsicherheiten der Befragten und verstärkten ihr bisheriges Handlungsmuster, St. Georg zu meiden. Die räumliche Randlage der zweiten Gruppe (im Boberger Dorfanger am Hamburger Stadtrand) verstärkte die Annahme einer exklusiven Weltsicht bei den ProbandInnen, mit der dieser und andere ähnliche Orte in Hamburg als das Unbekannte, Unsichere und zu Meidende konzeptualisiert werden6. Im Gegensatz dazu scheint bei der Gruppe aus St. Georg eine inklusive EURnehmung vorzuherrschen: Sie scheint sich als Teil der Stadt, als in ihr und nicht als „vor“ ihr oder gegen sie positioniert zu betrachten (wie die Boberger Gruppe es zu tun scheint). Videoüberwachung sollte dieser Logik folgend eben dort eingerichtet werden, um im Sinne einer staatlichen Ordnung (Kriminalprävention, Überwachung bestimmter Gruppen) für Ordnung zu sorgen. Das aber baute ihre Skepsis gerade nicht ab, sondern bestätigte die vorhandenen Bilder. Videoüberwachung erscheint hier wie auch in anderen Fällen als Projektionsfläche eigener Unsicherheiten, die sich zu einem großen Teil aus Unkenntnis und eben nicht aus persönlichen Erfahrungen (auch potenziell negativen) speist. Es überrascht nicht, dass die ProbandInnen aus Boberg tendenziell eher für Videoüberwachung sind als die andere Befragten-Gruppe aus St. Georg.

Kameras schlagen in diesem Zusammenhang eine Brücke vom Bekannten zum Unbekannten, wobei Videoüberwachung auch als Instrument der Kontrolle eben dieses Unbekannten angesehen wird – ungeachtet einer tatsächlichen Wirkung auf die Kriminalitätsrate oder ihres präventiven Potenzials. An ein solches Potenzial glauben tatsächlich weniger Testpersonen im Verhältnis zur Zahl jener, die eine solche Maßnahme für nötig halten7.

Ein Effekt von Videoüberwachung in diesem Zusammenhang ist auch, dass Räume mit (bekannter) Videoüberwachung zum einen anders wahrgenommen werden und Kameras negative Einschätzungen verstärken können; positive Einschätzungen hingegen lösen die Kameras eher selten aus. Andererseits werden nicht mehr Personen als Ursache von Unsicherheit ausgemacht, sondern die betreffenden Räume selbst. Es findet so eine Übertragung von kriminellem Verhalten auf die Beschaffenheit des Raumes selbst statt, mithin eine Kriminalisierung von Räumen, die sich zirkulär durch die Einführung von Kameras verstärkt sowie die Einstellung zu ihnen selbst mit beeinflusst. Indem auf diese Weise Komplexitäten reduziert werden, können Kontrolltechnologien wie Kameras als ein Angebot erscheinen, Ängste, Unsicherheiten und den Umstand eigener Unkenntnis aufzufangen.

Überwachung als Angebot

Was für die Videokameras hier exemplarisch gezeigt wurde, gilt gleichermaßen für andere Maßnahmen und Praktiken technologischer Überwachung. Nicht immer ist dabei ein Raumbezug herzustellen, aber grundsätzlich stellen solche Maßnahmen auch Projektionsflächen dar, auf deren Hilfe angesichts des Umstandes einer bewussten eingeschränkten Weltsicht vertraut wird. Im Anschluss an den brutalen Angriff zweier Jugendlicher auf einen 74-Jährigen in München kurz vor Weihnachten nahm nicht nur in München die Häufigkeit der Forderung nach mehr Kameras in den U-Bahnen der Stadt zu, sondern auch in anderen Städten und in anderen Bereichen als dem Nahverkehr. Die Debatte weitete sich aus auf das Jugendstrafrecht insgesamt und auch auf weitergehende Maßnahmen zur Überwachung von Jugendlichen generell. Es ist anzunehmen, dass solche Ideen, zumal in einem Wahlkampf, auf große Zustimmung treffen werden, denn auch dieser Bereich erscheint vielen Menschen als ihnen nicht unmittelbar bekannt. Es liegt dann nah, eigene Erfahrungen in U-Bahnen heranzuziehen und Ängste auf die als helfende und nützliche Maßnahme wahrgenommene Videoüberwachung zu übertragen. Dass die Kameras im genannten Münchner Fall „nur“ zur Aufklärung beitrugen, den Überfall aber nicht verhinderten, ist ein schwacher Trost für das Opfer und verspricht tückische und zweifelhafte Sicherheit.

Andere Überwachungsmaßnahmen wie der biometrische Reisepass oder die Vorratsdatenspeicherung schließen eine ähnliche Lücke, da diese Maßnahmen gerade auf Bereiche zielen, in denen es den Einzelnen noch mehr an persönlichen Erfahrungen fehlt. Terrorismus und organisierte Kriminalität als die Begründungen, mit denen sie eingeführt werden (sollen), stellen große, unübersichtliche Bereiche dar und werden zusätzlich häufig mit Räumen in Verbindung gebracht, die den Einzelnen noch unbekannter bis gänzlich unbekannt sind – Moscheen, Rotlichtmilieu u.ä.

Überwachung bietet also ein Angebot für die eigene Sicherheit: Sie verspricht, die gewohnte Ordnung nicht anzutasten und gleichzeitig das Unbekannte zu beobachten und zu kontrollieren. Dabei muss der Einzelne nicht selbst tätig werden; er kann sich statt dessen auf Technologien und Maßnahmen verlassen bzw. meint, dies tun zu können. Eine eher positive Einstellung vieler Menschen zu Überwachungsmaßnahmen, der auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zunächst weichen, liegt daher im Dilemma der eigenen, ihnen selbst bewussten Unkenntnis großer Teile der Welt, die mit diesen Maßnahmen für sie scheinbar erschlossen, gleichzeitig aber auch auf Distanz gehalten werden. Überwachung schafft so Orientierung und stellt Ordnung her, indem sie die Welt auf Repräsentationen verkürzt, innerhalb derer diese Maßnahmen notwendigerweise operieren. Eigene Erfahrungen und eine reflexive Beschäftigung können diese Vorstellungen und die mit ihnen verbundenen Einstellungen jedoch beeinflussen und ändern.

Anmerkungen

1) Vgl. u.a. Popitz, Heinrich et al: Das Gesellschaftsbild des Arbeiters, Tübingen 1957; Kearney, Michael: World View, Novato 1984; Kitchin, Rob & Blades, Mark: The Cognition of Geographic Space, London, New York 2002.

2) Kitchin & Blades 2002, Jameson, Fredric: The Cultural Logic of Late Capitalism, Durham 1991; Zurawski, Nils: Wissen und Weltbilder. Konstruktionen der Wirklichkeit, cognitive mapping und Überwachung. In. Ders. (Hg.): Surveillance Studies. Perspektiven eines Forschungsfeldes. 2007 Opladen (Verlag Barbara Budrich).

3) Vgl. u.a. STERN, 20.7.2005. Demnach sprechen sich 72% für Videoüberwachung aus (repräsentative Stichprobe der BundesbürgerInnen, erhoben durch Forsa (www.presseportal.de/story.htx?nr=703645&ressort=2 ); in einer Straßenbefragung von 216 PassantInnen auf der Reeperbahn, Mai/Juni 2006, unserer Hamburger Studie dagegen 67%; vgl. Abschlussbericht, www1.uni-hamburg.de/kriminol/surveillance/aktuell.html

4) Vgl. Abschlussbericht.

5) Vgl. Czerwinski, Stefan/Zurawski, Nils: „Sie sind doch auch für Videoüberwachung, oder ...?“ Warum Umfragen zu Kameraüberwachung nicht unbedingt eine Antwort auf das geben, was sie eigentlich wissen wollen. In: Der Kriminalist, Mai 2007, S.214-220.

6) Vgl.Zurawski, Nils: Video Surveillance and Everyday Life. Assessments of CCTV and the Cartography of Socio-spatial Imaginations. In: International Criminal Justice Review, Volume 17 (4) (December 2007).

7) Vgl. Abschlussbericht. Die Aussagen zu den Einschätzungen dazu, was Videoüberwachung leisten kann, beziehen sich vornehmlich auf den quantitativen Teil der Untersuchung, der im Anschluss an die qualitative Studie (Boberg/St. Georg) auf der Reeperbahn erhoben wurde.



Dr. Nils Zurawski arbeitet am Institut für kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg und hat dort das Forschungsprojekt „Stadt, Raum, Überwachung“geleitet. (www1.uni-hamburg.de/kriminol/surveillance/).

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