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Schöner neuer verbesserter Mensch

15.07.2010: Auf dem Weg in die Leistungssteigerungsgesellschaft? (I)

  
 

Forum Wissenschaft 1/2010

Im Zusammenhang mit wissenschaftlich-technischen Entwicklungen und Visionen in Bereichen wie der Nanotechnologie, der Hirnforschung, der Gentechnik, der Medizin und den Informations- und Kommunikationstechnologien hat sich in den letzten Jahren eine Debatte über das sog. Human Enhancement entfaltet. Christopher Coenen zeigt genauer auf, was es damit auf sich hat.

Der Begriff ,Human Enhancement' spricht ein breites thematisches Spektrum an: Es reicht von Jahrtausende alten Praktiken (wie dem Konsum psychoaktiver Substanzen) über schon weitverbreitete wissenschaftlich-technische Methoden zur menschlichen Leistungssteigerung (wie beim Doping im Sport) und neuartige Ansätze in der Hirn-Computer-Interaktion oder Molekularbiologie bis hin zu quasireligiösen Hoffnungen auf eine Überwindung menschlicher Leiblich- und Sterblichkeit. Überdies trug die Debatte über die sog. "Converging Technologies" bzw. konvergierenden Technologien dazu bei, dass das Thema Human Enhancement mittlerweile auch in forschungs- und technologiepolitischen sowie akademischen Diskursen Beachtung gefunden hat. Befinden wir uns mithin auf dem Weg von der Leistungsgesellschaft zur Leistungssteigerungsgesellschaft? Oder beruht der Großteil der Erwartungen lediglich auf fantastischen Visionen und haltlosen Spekulationen? Und wie wirkt sich die Debatte über Human Enhancement bereits heute auf den Diskurs über Wissenschaft und Technik aus?

In mehreren laufenden oder bereits abgeschlossenen Untersuchungen des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hat sich gezeigt, dass bisher weithin akzeptierte Grenzziehungen infrage gestellt werden, z.B. zwischen medizinisch indizierter Therapie und Human Enhancement, zwischen erwünschten Verbesserungen und problematischen Manipulationen menschlicher Leistungsfähigkeit sowie zwischen realistischen Prognosen und hochspekulativen Visionen zum wissenschaftlich-technischen Fortschritt und zu seinen ethisch-gesellschaftlichen Implikationen. Bereits etablierte Formen der Leistungssteigerung finden verstärkt Beachtung, aber auch die Auswirkungen aktueller wissenschaftlich-technischer Entwicklungen auf gesellschaftliche Zukunftserwartungen und -bedingungen werden zunehmend diskutiert.1

Grenzüberschreitungen

Seitfallziehertore aus 15 m Entfernung und 2 m Höhe, von Spielern erzielt, die mit Känguru-Hinterbeinen ähnelnden Prothesen ausgestattet sind: So sieht in einem Fernsehspot eines global agierenden deutschen Sportartikelunternehmens aus dem Jahr 2008 die Zukunft des Fußballs im Jahr 2178 aus. Was ist von solchen Vorstellungen zu halten? Werden vielleicht schon in viel näherer Zukunft die Sportschlagzeilen der Welt von Nachrichten über die Paralympics (oder neugeschaffene Prosthetolympics) beherrscht sein, und werden dann die Fans der traditionellen Olympiade den nostalgischen Anhängern niederklassiger Sportvereine mit glorreicher Vergangenheit ähneln?

Dass solche Fragen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, zeigt das Beispiel des unterschenkelamputierten südafrikanischen Sprinters Oscar Pistorius.2 Er wurde im Jahr 2007 einem Leistungstest an der Sporthochschule Köln unterzogen. Das Ergebnis des Tests war, dass seine Prothesen ihm einen unerlaubten Wettbewerbsvorteil verschaffen würden. Der Sprecher des Leichtathletikweltverbands nannte dies "Techno-Doping" - und das, obwohl der Südafrikaner zu diesem Zeitpunkt, wenn überhaupt, nur gegen eine weithin als lex Pistorius wahrgenommene neue Wettkampfregel verstoßen hätte, die technische Hilfsmittel wie Federn und Räder verbietet. Pistorius ging sportgerichtlich gegen die Entscheidung vor, und der Internationale Sportgerichtshof gab im Mai 2008 letztinstanzlich dessen Klage gegen den Verband statt. Dieser habe nicht nachweisen können, dass die Laufprothesen Pistorius einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Anscheinend seien einige Offizielle des Verbands von vornherein entschlossen gewesen, dem Sprinter keine Startberechtigung zu erteilen, und hätten dementsprechend in jeweils deutlich suboptimaler Weise die Vorgaben für die Untersuchung in Köln bestimmt und deren Ergebnisse interpretiert sowie auch dem Leiter der Untersuchung wichtige Informationen vorenthalten. Die erwähnte, auch vom Gerichtshof als lex Pistorius wahrgenommene neue Regelung sei überdies z.T. unklar und auf jeden Fall fehlinterpretiert worden. Man könne sie lediglich auf mit aktiver Antriebskraft ausgestattete Geräte anwenden, nicht jedoch auf solche passiven Prothesen, bei denen unklar ist, ob sie ihrem Träger insgesamt einen Wettbewerbsvorteil in Rennen verschaffen (und nicht nur, wie möglicherweise im Fall Pistorius, auf geraden Strecken). Der Südafrikaner ist seitdem wieder startberechtigt für alle Rennen und kann, wenn er sich qualifiziert, auch an Olympiaden teilnehmen. Ausdrücklich stellte der Gerichtshof aber fest, dass es sich um ein Einzelfallurteil handele. Es könne revidiert werden, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorlägen. Zudem bedeute es nicht, dass Sportler mit Prothesen ab jetzt ohne Prüfung startberechtigt seien. Sollte die Zahl der prothesentragenden Ausnahmesportler zunehmen, müsse der Weltverband entsprechend weitere Einzelfallprüfungen vornehmen. Diese zusätzliche Bürde sei gegebenenfalls zu tragen und müsse dann als eine der Herausforderungen angesehen werden, die sich im Leben des 21. Jahrhunderts stellen.

Die Meinungen zu diesem Fall sind geteilt: Während die einen die ursprüngliche Entscheidung als diskriminierend kritisierten, argumentierten die anderen, dass der Verband die Athleten keinem Wettbewerb aussetzen dürfe, der auch technologische Verbesserungen des Körpers umfasst. Zwar erscheine die Vorstellung, dass Athleten ohne Not Körperteile durch Prothesen ersetzen, auf den ersten Blick abwegig, der Sport habe indes schon zu viele "Monstrositäten" produziert, als dass man solche extremen Formen sicher ausschließen könne. Für wieder andere zeigt der Fall vor allem, wie wenig vorbereitet Politik, Gesellschaft und Wissenschaft generell auf eine sich abzeichnende Welle wissenschaftlich-technischer Modifikationen des Menschen sind.

Anwendungsbereiche

Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass in der Debatte um Pistorius Grenzen verwischen, die bisher oft wenig hinterfragt wurden, z.B. zwischen "Behinderung" und "Nichtbehinderung", zwischen der Kompensation von "Defiziten" und der Leistungssteigerung auf ein überdurchschnittliches Niveau oder auch zwischen der Überwindung von Ungleichheiten und der illegitimen Verschaffung von kompetitiven Vorteilen. Während das Bewusstsein dafür gewachsen ist, dass Menschen vor allem dadurch "behindert" werden, dass ihr Leib oder Geist als defizitär wahrgenommen wird, zeichnen sich neue wissenschaftlichtechnische Interventionsmöglichkeiten in den Körper ab und damit auch neue Möglichkeiten zur Hierarchisierung menschlicher Leistungsfähigkeit.

Die Militärforschung ist ein weiterer Bereich, in dem ähnliche Grenzüberschreitungen oder -verwischungen festzustellen sind. In den Debatten über Human Enhancement und konvergierende Technologien - womit vor allem Nano-, Bio-, Informations- und Kommunikations- sowie Neurotechnologien gemeint sind3 -, aber auch im Diskurs über die Hirnforschung, haben in dieser Hinsicht vor allem Projekte der Defense Advanced Research Projects Agency der USA (DARPA) viel Beachtung gefunden.

Die DARPA agiert als eine direkt der Leitung des Verteidigungsministeriums unterstellte Einrichtung unabhängig von der konventionellen Militärforschung. Auch wenn die DARPA im Vergleich zu anderen Institutionen der Militär- und Sicherheitsforschung (z.B. den Geheimdienstinstitutionen) über ein relativ geringes Budget verfügt, spielt sie seit Langem eine herausragende, hochinnovative Rolle in der Forschungs- und Entwicklungsförderung (z.B. schon in Pionierarbeiten zur Entwicklung des Internets in den 1960er Jahren). Es gehört sozusagen zum "Mythos" der DARPA, dass sie extrem visionär erscheinende Forschung fördert. Zugleich legt sie weniger Wert auf Geheimhaltung als die anderen einschlägigen Einrichtungen und betont auch stärker die zivilen Anwendungsperspektiven der von ihr geförderten Forschung. Der Schwerpunkt der DARPA-Aktivitäten zu Human Enhancement liegt beim Defense Sciences Office (DSO), das innerhalb der DARPA die am stärksten multidisziplinäre und visionäre Einheit ist. Einschlägige DARPA-Projekte sollen z.B. beitragen zur

  • Revolutionierung der Prothetik (Nutzung von Gehirnaktivität für die Kontrolle assistiver Technologien; bis 2010 Entwicklung sensorisch und motorisch voll funktionsfähiger Gliedmaßen);
  • Entwicklung von Systemen, mit denen Computer die Leistungsfähigkeit von Soldaten (vor allem bei Stress und der Kontrolle einer Vielzahl von Geräten) erheblich verbessern;
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Soldaten bei Schlafentzug;

  • Verbesserung menschlicher Leistungssteigerung durch Mensch-Maschine-Symbiosen;

  • Toleranzerhöhung gegenüber extremen Temperaturen und Stärkung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
  • Wurden bei Projekten zur Steigerung kognitiver Leistungsfähigkeit anfangs (und insbesondere auch im Zusammenhang mit den US-Aktivitäten zu konvergierenden Technologien) sehr visionäre Perspektiven sowie Möglichkeiten der Leistungssteigerung von Soldaten im Kampf und bei militärischen Operationen hervorgehoben, betont die DARPA seit Mitte des Jahrzehnts, auch aufgrund politischen Gegenwinds, vor allem neue Möglichkeiten für versehrte Veteranen und andere medizinische Aspekte. Die Gegenstände und unmittelbaren Ziele der geförderten Forschungsprojekte sind aber im Wesentlichen die gleichen geblieben. Diese interventionistischen Technologievisionen stehen im Kontext weiterer Projekte, in denen es um neue tragbare oder mit dem Soldaten aus Distanz interagierende Artefakte geht. Zu nennen sind hier z.B. Exoskelette, durch die normale Bewegung bei schwerer Beladung möglich sein soll, sowie Ausrüstung nach dem Vorbild der Natur, mit der Soldaten z.B. ähnlich wie ein Gecko Wände ohne die übliche Kletterausrüstung hinaufklettern können sollen.

    Neben der Arbeit an neuen Prothesen zeigt sich in Teilen der mit Biotechnologie und anderen konvergierenden Technologien befassten Militärforschung also auch ein Interesse an solchen interventionistischen Verfahren und Visionen, bei denen es um eine künstliche Steigerung soldatischer Leistungsfähigkeit weit über das Normalmaß hinaus geht. Die umstrittene, von Vertretern verschiedener US-Institutionen gestartete erste Initiative zum Thema "Converging Technologies" hat dazu u.a. folgende Prognosen gemacht: Bis 2015 werde die menschliche Biochemie so modifizierbar sein, dass behandelte Soldaten Schlafentzug und körperliche Verletzungen besser ertragen bzw. überstehen können sowie generell zu einer besseren physischen und psychologischen Leistung in der Lage sein werden. Für das Jahr 2045 sei gar zu erwarten, dass Soldaten die Fähigkeit haben werden, nur durch das Denken von Befehlen (oder sogar vor Formung des Befehls in ihrem Geist) Fahrzeuge und Kampfsysteme ohne jegliche Zeitverzögerung zu kontrollieren.

    Bei der DARPA und, weit stärker noch, bei der in den USA gestarteten Initiative zu konvergierenden Technologien stellt man überdies eine starke inhaltliche Nähe zu extrem technofuturistischen und speziell zu sog. "posthumanistischen" Visionen fest.4 Die Konvergenzinitiative hat zum Teil auch direkt mit Organisationen zusammengearbeitet (vor allem den sog. "Transhumanisten"), die im politischen und akademischen Bereich sowie in der Internetöffentlichkeit die posthumanistischen Visionen einer radikalen kognitiven und physischen Transformation der Menschheit und ihrer Ergänzung durch Mensch-Maschine-Wesen und Künstliche Intelligenzen propagieren.

    ... und Vorstellungen

    Der Fluchtpunkt aller Entwicklungen zur Steigerung menschlicher Leistungsfähigkeit und Schaffung intelligenter Maschinen ist in diesen Visionen oft eine religiös anmutende Vorstellung: Dereinst werde menschliche Intelligenz (durchaus auch im Sinn individuellen menschlichen Bewusstseins) unabhängig vom menschlichen Leib existieren können, in Form quasiunsterblicher - weil auf alle möglichen neuen Körper kopier- und transferierbarer - Informationsmuster. Eine darauf aufbauende Mensch-Maschinen-Zivilisation breitet sich in einigen dieser Visionen dann ins Weltall aus und erlangt quasigöttliche Fähigkeiten.5

    Während derartige technikzentrierte eschatologische - also auf "letzte Dinge" (wie Tod, Unsterblichkeit oder die Zukunft des Universums) abzielende - Visionen vor allem als Hintergrundmotive Beachtung verdienen, zeichnen sich in der Fokussierung der einschlägigen Debatten auf die sozialen Rollen "Behinderter" und "Soldat" bereits Ansatzpunkte für eine Einbettung leistungsverbessernder Modifikationen in gesellschaftlich akzeptierte Zusammenhänge ab. An diesen "Testgruppen" einer Leistungssteigerungsgesellschaft dürfte für die Human-Enhancement-Promotoren attraktiv sein, dass in militärischen Befehls- und Gehorsamsstrukturen eine Ablehnung stark interventionistischer Verfahren durch den Einzelnen relativ schwer durchzuhalten wäre und dass bei beiden Gruppen eine hohe Motivation und Risikobereitschaft in Bezug auf solche Verfahren bestehen könnte. Hinzu kommt, dass diese zwei Gruppen in der öffentlichen EURnehmung weithin als Personenkreise gelten, denen man im Prinzip größtmögliche Unterstützung zukommen lassen muss. In den aktuellen nationalen und internationalen Debatten über kognitive Leistungssteigerung mittels neuer Neuropharmaka rückt überdies die Gesamtgesellschaft ins Blickfeld, wobei in Bezug auf einzelne Berufszweige (z.B. Chirurgen und Soldaten) oder gesellschaftliche Gruppen (Arbeitnehmer und Schulkinder) diskutiert wird, ob die Einnahme solcher Drogen unter Umständen in Zukunft zur Pflicht werden sollte.6

    Offenkundig erleben wir derzeit, dass herkömmliche Abgrenzungen zwischen gattungstypischer, unterdurchschnittlicher und übermenschlicher Leistungsfähigkeit zunehmend infrage gestellt werden. Die anglizistisch "Ableismus" genannten Ideologien - die Menschen exklusiv danach einstufen und bewerten, welche Fähigkeiten sie haben und, vor allem, welche sie nicht haben - unterliegen Veränderungen, bei denen sich am Horizont eine trans- oder posthumane Zukunft abzeichnet.7 Zwar erscheinen einige Visionen dieser Zukunft, wie z.B. der Traum kybernetischer Unsterblichkeit, hanebüchen. Unzweifelhaft finden zugleich aber solche Visionen und erste Entwicklungen verstärkt Beachtung, die auf eine langfristig wirksame oder dauerhafte wissenschaftlich-technische "Verbesserung" des Menschen abzielen, ohne dabei ins Quasireligiöse abzugleiten. Diese Tendenz manifestiert sich auch im Bedeutungszuwachs der akademischen und ethischen Debatte über Human Enhancement, deren Hauptlinien im folgenden zweiten Teil dieses Beitrags skizziert werden.

    Anmerkungen

    1) Vgl. zu den thematisch einschlägigen Arbeiten des TAB den Schwerpunkt "Den Menschen ,weiser und geschickter' machen?" des TAB-Brief 33, www.tab.fzk.de/de/brief/brief33.pdf , S.7-27 (insbesondere S.21 sowie die Beiträge von Katrin Gerlinger, Thomas Petermann und Arnold Sauter)

    2) Vgl. zum Folgenden: CAS (The Court of Arbitration for Sport) (2008): Arbritral Award CAS 2008/A/1480 Pistorius v/ IAAF. Lausanne; Reinsch, M. (2008): Techno-Doping? In: FAZ, 15.01.2008, S.28; Wolbring, G. (2006): The Triangle of Enhancement Medicine, Disabled People, and the Concept of Health: A New Challenge for HTA, Health Research, and Health Policy. Edmonton www.ihe.ca/documents/hta/HTA-FR23.pdf ; Wolbring, G. (2008): Oscar Pistorius and the future Nature of Olympic, Paralympic and other Sports. In: SCRIPTed 5(1), www.law.ed.ac.uk/ahrc/script-ed/vol5-1/wolbring.pdf , S.139-160

    3) Coenen, C. (2008): Konvergierende Technologien und Wissenschaften. Der Stand der Debatte und politischen Aktivitäten zu "Converging Technologies" (TAB-Hintergrundpapier Nr. 16). Berlin, www.tab.fzk.de/de/projekt/zusammenfassung/hp16.pdf ; vgl. für eine aktuelle Übersichtsstudie zu technologischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Kontroversen und politischen Aktivitäten im Bereich Human Enhancement die folgende Studie für das Europäische Parlament: Coenen, C., Schuijff, M., Smits, M., Klaasen,P., Hennen, L., Rader, M., Wolbring, G. (2009): Human Enhancement. Brüssel, www.europarl.europa.eu/stoa/publications/studies/stoa2007-13_en.pdf

    4) Dazu z.B. Altmann. J. (2009): Nanotechnik, Singularität und Transhumanismus. Herausforderungen für Wissenschaft und Moral. In: FifF-Kommunikation 4/09, S.50-52; Coenen 2008 (FN 4); Coenen et al. 2009 (FN 4)

    5) Vgl. für einen Überblick: Coenen, C. (2008): Verbesserung des Menschen durch konvergierende Technologien - Christliche und posthumanistische Stimmen in einer aktuellen Technikdebatte. In: Böhm, H.; Ott, K. (Hrsg.): Bioethik - Menschliche Identität in Grenzbereichen. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2008 (Schriften der Evangelischen Forschungsakademie, NF 40), S.41-124

    6) Vgl. Greely, H., Sahakian, B., Harris, J., Kessler, R., Gazzaniga, M., Campbell, P., Farah, M. (2008): Towards responsible use of cognitive enhancing drugs by the healthy. In: Nature 456, S..702-705 und Harris, J. (2007): Enhancing Evolution. The Ethical Case for Making Better People. Princeton, Oxford: vgl. zur nationalen Diskussion: Galert, T., Bublitz, C., Heuser, I., Merkel, R., Repantis, D., Schöne-Seifert, B., Talbot, D. (2009): Das optimierte Gehirn. Ein Memorandum zu Chancen und Risiken des Neuroenhancements. In: Gehirn & Geist 11/2009, S.40-48

    7) Wolbring 2006 u. 2008 (FN 2)



    Christopher Coenen, Dipl.-Pol., arbeitet im Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) schwerpunktmäßig zu gesellschaftlichen, ethischen und politischen Aspekten neuer und emergierender Technowissenschaften (wie der Nanotechnologie und der Synthetischen Biologie). Sein für Forum Wissenschaft aktualisierter Beitrag erschien zuerst im TAB-Brief Nr. 33, S.21-27, unter dem Titel "Schöne neue Leistungssteigerungsgesellschaft?". - Teil II (Forum Wissenschaft 2/2010) wird v.a. die Debatte über Human Enhancement behandeln.

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