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Klaus Holzkamp

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Bildungslandschaften verstehen

25.12.2016: Zum Einfluss von Wettbewerbsbedingungen auf die Praxis

  
 

Forum Wissenschaft 4/2016; Juergen Faelchle / Shutterstock.com

"Bildungslandschaften verstehen - Zum Einfluss von Wettbewerbsbedingungen" heißt eine aktuelle Studie von Anika Duveneck. Darin untersucht die Autorin exemplarisch die Bedingungen für die Umsetzung sozial-integrativer und bedarfsorientierter Ansätze und arbeitet eine Dynamik heraus, die dabei zu berücksichtigen ist. Im folgenden Beitrag fasst sie die Ergebnisse ihrer Studie zusammen.

Am Bedarf nach Ansätzen zum Abbau der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem besteht kein Zweifel. Kommunale Bildungslandschaften eroberten daher vor einigen Jahren die bildungspolitische Debatte. Das Konzept zielt darauf ab, Bildungsungleichheit kleinräumig zu begegnen, dort wo sie zum Ausdruck kommt, und dabei sämtliche bildungsrelevante Akteure mit einzubeziehen, von der Kita über Schule und Hochschulen bis hin zu Freizeiteinrichtungen, Sozialen Diensten und Stadtteil-initiativen. Zudem verspricht die damit verbundene Öffnung von Bildung eine überfällige Anpassung an reale, keineswegs nur in der Schule stattfindende Lernprozesse und die Bedürfnisse junger Menschen, pädagogischer Fachkräfte, junger Eltern wie auch einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Kurzum scheint nicht weniger als die ganze Gesellschaft vom bildungspolitischen Rundumschlag auf kommunaler Ebene zu profitieren. Forderungen, mit denen progressive Pädagog_innen zuvor jahrzehntelang eine Randstellung einnahmen, bestimmen nun den Ton der Debatte, so dass die Bedingungen für eine umfassende, partizipative Gestaltung von Bildung in der Lebenswelt selten günstig scheinen. Doch ist dem wirklich so? Ist das Konzept von den Zwängen der Wissensgesellschaft ausgenommen, in der Humankapital über die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandortes entscheidet? Und warum wollen Kommunen nun gerade die Bereiche fördern, die in den letzten Jahren besonders massiv von Kürzungen betroffen waren?

Das Konzept

Das Konzept der Bildungslandschaften gründet auf der Idee, die bisherige Organisation von Bildung in getrennten Zuständigkeiten durch die Vernetzung der bildungsrelevanten Einrichtungen und Akteure vor Ort, von Praxis und Verwaltung sowie von Land und Kommune zu überwinden. Diese Anpassung verspricht, den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen nach Wettbewerbsfähigkeit und sozialem Zusammenhalt gleichermaßen gerecht zu werden. So heißt es beispielsweise

"Bildungslandschaften können eine Antwort auf die Frage sein, wie wir die großen Herausforderungen, vor denen unser Bildungssystem steht, bewältigen können. Sie können eine Antwort darauf geben, wie wir vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Bevölkerung genügend hochqualifizierte Fachkräfte gewinnen, wie wir soziale Ausgrenzung vermeiden und wie wir Kindern und Jugendlichen einen gerechten Zugang zu Bildung ermöglichen."1

Der Begriff kursierte bereits seit Mitte der 1990er Jahre im Kontext der nordrhein-westfälischen Schulpolitik, erhielt jedoch eine neue Qualität als der Deutsche Verein für private und öffentliche Fürsorge (2007) und der Deutsche Städtetag (2007)2 unter dem Begriff eine Debatte zur umfassenden Gestaltung von Bildung anstießen, an der sich viele Akteure beteiligten. In dem Zuge ist ein neues Verständnis entstanden, das sich dadurch auszeichnet, verschiedene Ansätze zur Überwindung einzelner Schwächen des Bildungssystems auf kommunaler Ebene zusammenzuführen und die verschiedenen daran geknüpften Interessen miteinander zu vereinbaren verspricht: Die schulentwicklungspolitischen Ansätze gehen darin zusammen mit den Forderungen des Jugendbereichs nach einer Bildung, die mehr als Schule ist3, mit den Ansätzen einer raumbezogenen Steuerung wie sie im Programm "Lernende Region"4 initiiert wurden, sowie mit städtebaulichen Bildungsinitiativen des Programms "Soziale Stadt"5 oder Internationalen Bauausstellungen6.

Die Erfahrungen

Die Potenziale und Risiken von Bildungslandschaften wurden in den verschiedenen Bereichen erst diskutiert und schließlich erprobt, indem vorhandene Ansätze um das neue Verständnis erweitert oder neu geschaffen wurden. Die größten Modellprojekte waren die Bundesinitiative "Lernen vor Ort"7 mit über 40 Kreisen und kreisfreien Städten oder das fast flächendeckend implementierte Programm der "Regionalen Bildungsnetzwerke NRW"8. Die Umsetzung Kommunaler Bildungslandschaften wurde in wissenschaftlichen Evaluationen unter verschiedenen Aspekten untersucht. Dabei wurde deutlich, dass die Potenziale des Konzeptes nicht vollständig in die Praxis umgesetzt werden. Es befördert die Modernisierung von Schule9 und Verwaltung10. Die Aufwertung der non-formalen Bildung und die partizipative Gestaltung von Bildung, die dem Konzept seinen progressiven Charakter und hohen Zuspruch verleihen, bleiben jedoch ebenso hinter den Erwartungen zurück wie der Abbau sozialer Ungleichheit, selbst wenn "alle Abstimmungs- und Kooperationsprozesse optimal gestaltet werden"11.

Die Ergebnisse nährten Zweifel daran, ob das Konzept seinem umfassenden Anspruch unter den Vorzeichen des Wettbewerbes mit anderen wissensbasierten Wirtschaftsnationen und von "bildungsstrukturellen Kontextfaktoren" der nationalen und europäischen Bildungspolitik überhaupt gerecht werden könne oder in der Praxis nicht letztlich eine ganz andere Funktion erfülle.12 Jedoch fehlte eine systematische Untersuchung der Annahmen und der Zusammenhänge.

Die Untersuchung

Ansatzpunkt der empirischen Studie zum Verständnis des Konzeptes und seiner Umsetzung ist die Erkenntnis der Stadtforschung, der zufolge Städte und Kommunen zwar Einfluss auf die Gestaltung neuer politischer Bereiche erhalten, jedoch fiskalischen Zwängen ausgesetzt sind und in einem Wettbewerb untereinander stehen, der ihre Handlungsmöglichkeiten auf Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Position im interurbanen Wettbewerb einschränkt.13

Zur Bestimmung des Einflusses der Bedingungen des interkommunalen Wettbewerbes auf die Umsetzung Kommunaler Bildungslandschaften wurde ein rekonstruktives Verfahren entwickelt, das ihr strukturell vermitteltes Wirken sichtbar werden lässt. Mit dem Projekt "Campus Rütli" wurde ein besonders geeignetes Fallbeispiel ausgewählt, da die Wettbewerbsbedingungen dort besonders deutlich zum Ausdruck kommen. Auf Grundlage von Interviews mit Akteuren, die an der Umsetzung des Projektes in die Praxis beteiligt sind, wurde das Verhältnis zwischen dem Konzept und der Praxis nach Meuser und Nagel14 ermittelt. Anschließend wurde literaturgestützt rekonstruiert, inwieweit es auf kommunales Handeln unter Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt werden kann. Zuletzt wurden die Ergebnisse in den Kontext von Wettbewerbsstaatlichkeit15 eingeordnet.

Die Ergebnisse

Die empirische Erhebung der Projektpraxis zeigt, dass die Vernetzung in der Praxis nicht zum Entstehen einer bedarfsorientierten Bildungslandschaft, sondern zur Modernisierung des formalen Bildungssystems "von unten" führt. So ist die Zusammenarbeit unter den Bildungseinrichtungen einseitig auf die Schule ausgerichtet, während die non-formale Bildung keine Aufwertung erfährt. Die Beteiligung der Akteure vor Ort beschränkt sich auf die freiwillige Realisierung des Projektes, was eine zusätzliche Belastung bedeutet, die jedoch nicht durch mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung an den Bedingungen für Bildung kompensiert wird.

Die im Konzept angelegte Vereinbarkeit von fachlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen wird in der Praxis nicht realisiert. Vielmehr ist eine Erschließung der Potenziale von Bildung als Wettbewerbsfaktor auf Basis und auf Kosten der fachlichen und sozialen Potenziale festzustellen.

Die Analyse des Einflusses der Wettbewerbsbedingungen ergibt, dass sie die Umsetzung maßgeblich prägen, und macht sichtbar, wie sie die Beteiligten auf allen Ebenen und in allen Bereichen zu einem Handeln im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit anleiten. Sie erweisen sich als effektives wettbewerbsstaatliches Steuerungsinstrument, das über die Weitergabe des Drucks zur Produktion des Schlüsselfaktors Humankapital nach unten funktioniert. Wettbewerbssteuerung basiert auf dem Abbau wohlfahrtsstaatlicher Ausgleichsmechanismen und dem Rückgang staatlicher Zuweisungen, wodurch einerseits Ungleichheit und damit Handlungsdruck entstehen, während die knappen Ressourcen eine Prioritätensetzung erzwingen, die stets dem Handlungsdruck folgen. So wird eine sich selbst verstärkende Logik entfaltet, deren Wirkung sich auf den verschiedenen Ebenen nachvollziehen lässt.

  • Kommunen sind unter Bedingungen des interkommunalen Wettbewerbs auf eine wirtschaftlich starke AnwohnerInnenschaft angewiesen um eine sozioökonomische Abwärtsspirale zu verhindern. Da gerade benachteiligte Kommunen mit gedeckelten Haushalten keine Möglichkeit für zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung ihrer Attraktivität haben, ist plausibel, dass sie die Beiträge der lokalen Akteure zur Unterstützung der Schule standortpolitisch nutzen.
  • Dass Schulen zu einem zentralen Faktor für die Wohnortwahl von Mittelschichtseltern avanciert sind, ist Ausdruck der Weitergabe des Wettbewerbsdrucks nach unten, infolge dessen der formale Bildungserfolg über die gesellschaftlichen Teilhabechancen von Individuen entscheidet.
  • Eltern sehen sich in der Verantwortung, ihren Kindern die bestmöglichen Ausgangschancen zu bieten. Im Fallbeispiel entspricht das soziale Profil der Schule den Vorstellungen der alternativen Mittelschichtseltern, die für die Aufwertung sozial benachteiligter Stadtteile von besonderem Interesse sind.
  • Die lokalen Akteure vor Ort sind mit der räumlich verdichteten sozialen Ungleichheit konfrontiert. Um die Chancen der jungen Menschen vor Ort bestmöglich zu verbessern, fokussieren sie die knappen Ressourcen ebenfalls auf ihren formalen Bildungserfolg.
  • Durch die systematische Einbindung ihrer Ressourcen durch die Kommunen wird es für die Bildungspolitik möglich, im Rahmen einer "staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft" auf die zusätzlichen Ressourcen zurückzugreifen und so die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, ohne dafür Kosten zu steigern.
  • Die Ausrichtung auf formalen Bildungserfolg ist unter den Bedingungen auf jeder Ebene plausibel, während die Umsetzung der progressiven Elemente wie eine Förderung non-formaler Bildung oder das Eingehen auf die Bedarfe der jungen Menschen vor Ort unter den Bedingungen nicht leistbar scheint. Nicht bewusst ist, dass in dem Zuge Freiräume für eine bedarfsorientierte Gestaltung und Potenziale zum Abbau sozialer Benachteiligung in Wert gesetzt werden. Auch der Umstand, dass die kontraproduktiven Folgen nicht unmittelbar nach außen sichtbar werden, lässt sich auf die Eigenlogik zurückführen: Da der Handlungsdruck zur Steigerung des formalen Bildungserfolges mit dem fachlichen Interesse der Schule nach Unterstützung in eins fällt und die höchste Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird das Bild nach außen durch die punktuelle wettbewerbsbedingte Vereinbarkeit geprägt. Angesichts des Handlungsdrucks im Umgang mit der sozialen Heterogenität in Schule und Stadtteil scheint auch das standortpolitische Interesse am Zuzug von Mittelschichtsfamilien temporär als Mittel zum Abbau von Ungleichheit. Dass die Wettbewerbslogik dabei nicht außer Kraft gesetzt, sondern reproduziert wird, kommt erst zum Ausdruck, wenn soziale Aufwertung gelingt und die Verdrängung benachteiligter Familien zur Folge hat, die dadurch eine zusätzliche Dimension der Benachteiligung erfahren.

    Das Fazit

    Die Studie macht sichtbar, dass die Akteure mit ihrem Engagement für Bildungslandschaften unwissentlich eine neoliberale Ausrichtung von Bildung auf Wettbewerbsfähigkeit vollziehen und dabei zynischerweise gerade jene Logik reproduzieren, gegen deren Folgen sich ihr Handeln wendet. Indem die Divergenz zwischen Konzept und Praxis auf das Handeln unter Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt wird, bringt sie eine grundlegende Herausforderung für sozial-integrative und partizipative Ansätze zum Ausdruck.

    Die Frage ist nun, wie die Öffnung vorhandener Strukturen unter den Bedingungen für eine progressive Gestaltung genutzt werden kann. Die Analyse verweist auf die Notwendigkeit, die sich selbst verstärkende Logik zu durchbrechen, also nicht nur auf dringende Handlungsbedarfe zu reagieren, sondern bewusst zu gestalten. Das bedeutet, dass bei der Kommunalisierung von Bildung Freiräume für Bildung ohne Wert für den formalen Bildungserfolg vergrößert und redistributive Maßnahmen gegen soziale Ungleichheit als ihre Triebfeder ergriffen werden, auch wenn oder gerade weil es nicht leistbar scheint. Gelingt es, Schwierigkeiten in der Umsetzung als Anlass zu nutzen, um sie zu problematisieren und gemeinsam auf Veränderungen hinzuwirken, die Bedarfsorientierung und den Abbau sozialer Ungleichheit erst ermöglichen, können Bildungslandschaften ihr Potenzial als Anlass für radikal bedarfsorientierte Veränderungen entfalten.

    In der Ausrichtung auf die Ursachen liegt insgesamt ein großes Potenzial: Ist das der gemeinsame Referenzpunkt für Initiativen für Bildung und Partizipation, können sie der Wettbewerbslogik von vielen Stellen aus entgegenwirken anstatt durch Reaktionen auf spezifische Probleme die Ausrichtung auf Wettbewerbsfähigkeit an verschiedenen Stellen voranzutreiben. Der Schlüssel für Handlungsfähigkeit liegt im Bewusstsein darüber, dass die Bedingungen nicht naturgesetzmäßig gegeben, sondern das Ergebnis politischen Handelns und damit veränderbar sind. Die Analyse soll dazu einen Beitrag leisten.

    Anmerkungen

    1) Kornelia Haugg 12012: "Potenziale lokaler Bildungslandschaften und Bündnisstrukturen für mehr Bildungsgerechtigkeit aus der Perspektive des Bundes", in: Peter Bleckmann und Volker Schmidt (Hg.): Bildungslandschaften. Mehr Chancen für alle, Wiesbaden: 211-217; hier: 211.

    2) Siehe: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. 2007: Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften, online verfügbar unter www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen_archiv/empfehlungen2007/pdf/Diskussionspapier_des_Deutschen_Vereins_zum_Aufbau_Kommunaler_Bildungslandschaften.pdf, zuletzt geprüft am 12.07. 2010; Deutscher Städtetag 2007: Aachener Erklärung des Deutschen Städtetages anlässlich des Kongresses "Bildung in der Stadt" am 22./23. November 2007, online verfügbar unter www.jena.de/fm/1727/aachener_erklaerung.pdf, zuletzt geprüft am 13.01.2015.

    3) Bundesjugendkuratorium 2002: Bildung ist mehr als Schule. Leipziger Thesen zur aktuellen bildungspolitischen Debatte, online verfügbar unter www.bundesjugendkuratorium.de/pdf/1999-2002/bjk_2002_bildung_ist_mehr_als_schule_2002.pdf, zuletzt geprüft am 13.01.2015.

    4) www.bmbf.de/foerderungen/7510.php (Zugriff - wie auch bei den Fn 5 bis 8 - jeweils am 07.11.2016).

    5) www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/soziale_stadt_node.html.

    6) www.iba-hamburg.de/projekte/bildung-und-stadtteilentwicklung/projekt/bildungsoffensive.

    7) www.lernen-vor-ort.info/.

    8) www.regionale.bildungsnetzwerke.nrw.de/.

    9) Hans-Günter Rolff 2013: Auswertung der Evaluation und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Regionalen Bildungsnetzwerke in NRW, o.O., online verfügbar unter www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulentwicklung/Bildungskonferenz/Tagung-2013/Expertise-Prof_-Rolff.pdf, zuletzt geprüft am 13.01.2015.

    10) Thomas Olk / Thomas Stimpel 12011: "Kommunale Bildungslandschaften und Educational Governance vor Ort. Bildungspolitische Reformpotenziale durch Kooperation und Vernetzung formeller und informeller Lernorte?", in: Petra Bollweg und Hans-Uwe Otto (Hg.): Räume flexibler Bildung. Bildungslandschaft in der Diskussion, Wiesbaden: 169-188.

    11) Peter Bleckmann 12012: "Lokale Bildungslandschaften: ein Blick zurück, ein Schritt nach vorn", in: Peter Bleckmann und Volker Schmidt (Hg.): Bildungslandschaften. Mehr Chancen für alle, Wiesbaden: 283-295; hier: 287.

    12) Christoph Berse 2009: Mehrdimensionale Bildung im Kontext kommunaler Bildungslandschaften. Bestandsaufnahme und Perspektiven, Univ., Philosophische Fakultät III, Diss.-Halle, 2009. Opladen: 222; Petra Bollweg / Hans-Uwe Otto 12011: "Bildungslandschaft: Zur subjektorientierten Nutzung und topologischen Ausgestaltung", in: Petra Bollweg und Hans-Uwe Otto (Hg.): Räume flexibler Bildung. Bildungslandschaft in der Diskussion, Wiesbaden: 13-35; hier: 21; Christian Reutlinger 12011: "Bildungsorte, Bildungsräume und Bildungslandschaften im Spiegel von Ungleichheit. Kritischer Blick auf das ›Räumeln‹ im Bildungsdiskurs", in: Petra Bollweg und Hans-Uwe Otto (Hg.): Räume flexibler Bildung. Bildungslandschaft in der Diskussion, Wiesbaden; Heinz-Jürgen Stolz 12012: "Bildung neu denken! Kritische Anmerkungen zu aktuellen Ansätzen lokaler Bildungslandschaften und mögliche Alternativen", in: Peter Bleckmann und Volker Schmidt (Hg.): Bildungslandschaften. Mehr Chancen für alle, Wiesbaden: 21-31.

    13) David Harvey 1989: "From Managerialism to Entrepreneurialism. The Transformation in Urban Governance in Late Capitalism", in: Geografiska Annaler 71 (1): 3-17; Susanne Heeg / Marit Rosol 2007: "Neoliberale Stadtpolitik im globalen Kontext. Ein Überblick", in: Prokla 37 (149): 491-510; Hartmut Häussermann / Dieter Läpple / Walter Siebel 12008a: Stadtpolitik, Frankfurt am Main; Sebastian Schipper 2013: Genealogie und Gegenwart der "unternehmerischen" Stadt. Neoliberales Regieren in Frankfurt am Main 1960-2010, Münster.

    14) Michael Meuser / Ulrike Nagel 22002: "ExpertInneninterviews - vielfach erprobt, wenig bedacht", in: Alexander Bogner, Beate Littig und Wolfgang Menz (Hg.): Das Experteninterview. Theorie, Methoden, Anwendung, Wiesbaden: 71-93.

    15) Joachim Hirsch 21996: Der nationale Wettbewerbsstaat. Staat, Demokratie und Politik im globalen Kapitalismus, Berlin [u.a.]: Ed. ID-Archiv; Bob Jessop 1999: "The Changing Governance of Welfare: Recent Trends in its Primary Functions, Scale, and Modes of Coordination", in: Social Policy & Administration 33 (4): 348-359.

    Anika Duveneck, Jg. 1983, Dr. phil, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Futur, dem AB Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kommunale Bildungslandschaften und -netzwerke, Stadtentwicklung sowie Jugendpolitik. Ihre hier vorgestellte Studie ist unter folgendem Titel erschienen: Anika Duveneck 2016: Bildungslandschaften verstehen. Zum Einfluss von Wettbewerbsbedingungen auf die Praxis, Weinheim: Beltz.

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