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Klaus Holzkamp

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Transnationale Dienstleistungen im Haushalt

15.09.2006: Migrantinnen als Dienstmädchen in der globalisierten Welt

  
 

Forum Wissenschaft 3/2006

Das neue Jahrhundert tritt auf mit einem vor hundert Jahren allmählich verschwindenden Phänomen: Im reichen Teil der globalisierten Welt werden Dienstmädchen gesucht, Immigrantinnen suchen Dienstmädchenarbeit. Diese häufig illegal(isiert)e, fast immer deregulierte Erwerbsarbeit zeigt viele Gesichter: zunächst ein weibliches, denn „natur“gemäß sind es Frauen, die diese Arbeit verrichten; Merkmale einer in spezifischer Weise vergeschlechtlichten und vergeschlechtlichenden Arbeit; zusätzliche Hierarchisierungen zwischen Frauen aus der vormals „Zweiten“ und der „Dritt(rangig)en“ Welt einerseits und aus der „Ersten“ andererseits. Globalisierungsbedingungen. Helma Lutz beschreibt Zusammenhänge und verweist auf den Forschungsansatz zu „transnationaler“Migration.

Mit dem Artikel „Deutschlands neue Dienstmädchen“1 griff DIE ZEIT 2004 ein Thema auf, das bislang kaum öffentlich diskutiert worden war: Die Übernahme von Reproduktionsarbeit in der westlichen Welt durch Migrantinnen. Verknüpft ist dieses relativ neue Phänomen mit den Stichworten internationaler Arbeitsmarkt, Arbeitsplatz Privathaushalt, Illegalisierung bzw. Illegalität und transnationale Migration. Dieser Beitrag verbindet Aspekte der internationalen Debatte über domestic work mit Ergebnissen des von mir geleiteten Forschungsprojektes zur neuen Dienstmädchenfrage im Zeitalter der Globalisierung.2

Feminisierte Migration

Migration hat sich „feminisiert“.3 Zu diesem Phänomen gehört der weltweite Anstieg des Frauenanteils unter den Migranten; er hat mittlerweile im Durchschnitt die Wanderungsanteile der Männer erreicht oder überholt. In einigen Regionen bestehen die nationale Grenzen überschreitenden Wanderungsbewegungen inzwischen mehrheitlich aus Frauen, die meist alleine migrieren (etwa Philippinen: hier liegt der Migrantinnenanteil bei 70%). Der Anteil der Undokumentierten unter ihnen ist höher als je zuvor. Mögliche Tätigkeitsfelder finden Migrantinnen in der Haushaltsarbeit, Gastronomie und Unterhaltungsindustrie bzw. Prostitution; weltweit stellt Haushalts- (synonym: Haus-)arbeit mittlerweile den wichtigsten Sektor dar. In diesen Tätigkeitsfeldern findet eine Analogiebildung zwischen dem „Geschlecht der Arbeit“ und dem Geschlecht der Arbeitenden statt. Unser Forschungsprojekt konzentrierte sich auf den Bereich der Haushaltsarbeit, der in Deutschland auch unter der Bezeichnung „personenbezogene haushaltsnahe Dienstleistungen“ diskutiert wird.

Entscheidend für die Feminisierung der Migration ist, dass Frauen aus Entsendeländern (des Südens und Osteuropas) weniger trotz als vielmehr wegen ihres erhöhten Bildungskapitals, das in den Herkunftsländern keine angemessene Verwendung findet, stärker geneigt sind zu migrieren. Diese Migrantinnen sind selten in ihren erlernten Berufen tätig, sondern in Arbeitsbereichen, die Frauen rund um den Erdball meistens unbezahlt verrichten: putzen, kochen, bügeln, Kinder, alte oder kranke Menschen versorgen, Kinder erziehen, ein „Zuhause“ schaffenkörperlich wie emotional anstrengende Arbeiten, in der englischsprachigen Debatte plastisch als die „drei Cs“ bezeichnet: Cooking, Caring, Cleaning. In den hoch entwickelten Industrieländern besteht eine expandierende Nachfrage nach Haushalts-Dienstleistungen. Die Eignung einer Migrantin für die Tätigkeit der bezahlten Haushaltsarbeit wird dabei aus ihrer Geschlechtsidentität abgeleitet und aus ihrer antizipierten Erfahrungsexpertise: als Mutter kann sie Kinder versorgen, als Frau putzen etc. Feminisierte Migration ist also Folge einer verbesserten oder traditionell guten (wie in Osteuropa) Bildungs- und Kommunikationssituation sowie besserer Reisemöglichkeiten oder Erleichterungen des Grenzübertritts in den Entsendeländern bei gleichzeitiger Verschlechterung oder Stagnation der Lebensbedingungen in den Herkunftsländern.

Zielort Privathaushalt

Veränderte Familien- und Erwerbsarbeitsverhältnisse in den Zielländern sind ein bedeutsamer Grund für die feminisierte Migration in Empfängerländer mit Hausarbeitsbedarf. Die im Privathaushalt zu leistende Arbeit hat nach wie vor geringes gesellschaftliches Prestige, wird traditionell schlechter entlohnt als andere schwere körperliche Arbeiten und fällt deshalb in vielen westlichen Industriestaaten aus dem formalen Arbeitsmarkt weitgehend heraus; für private ArbeitgeberInnen ist sie nur dann interessant und bezahlbar, wenn sie billig ist. Für Arbeit im Privathaushalt gilt nicht, was für andere Bereiche mit Arbeitskräftemangel in Deutschland wie etwa die IT-Branche eingeführt wurde (Anwerbekampagnen und spezifischer Aufenthaltsstatus per Green Card). Als traditionelles Feld von Erwerbsarbeit trat Haushaltsarbeit – zumindest nach dem Zweiten Weltkrieg – kaum in Erscheinung; sie wurde als unbezahlte Reproduktionsarbeit geleistet. Als „Arbeit“ geriet sie zwar durch die „Lohn-für-Hausarbeit“-Kampagne der zweiten Frauenbewegung ins öffentliche Bewusstsein; diese Bezeichnung verschwand aber auch wieder mit steigender weiblicher Erwerbstätigkeit von Frauen mit höherem Bildungsabschluss.

Ein Verständnis von Arbeit im Privathaushalt als Terrain feminisierter Migration erfordert einen Blick zurück auf die Debatte über Hausarbeit als Geschlechterforschungsthema. Der berühmte Aufsatz „Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit“4 bezeichnete die unthematisierte und unbezahlte Tätigkeit der Hausfrau und Mutter, die ihrer weiblichen Bestimmung nachgeht, als „Arbeit aus Liebe“, die in der Form von „Liebe als Arbeit“ geleistet wird. Zwei zentrale Aspekte der Organisation des Sozialen, die zur Reproduktion dieses Phänomens beitragen, stellte er in Frage: zum einen die gesellschaftliche Aufteilung in die getrennten Sphären des Privaten und des Öffentlichen, die gleichzeitig vergeschlechtlicht und als solche verortet sind und sich als impliziter Geschlechtervertrag darstellen, in dem Berufs- und Versorgungsarbeit geschlechtsspezifisch differenziert werden; zum anderen die damit einhergehende hierarchische Distinktion, bei der Berufsarbeit höher als Versorgungs- oder Reproduktionsarbeit bewertet wird. Diesen Dualismus -thematisiert bereits in soziologischen Gesellschaftsbeschreibungen als soziale Ausdifferenzierung entlang der Geschlechterverortung im späten 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, etwa bei Durkheim – hat die Geschlechterforschung umfassend analysiert und kritisiert.5 Der mittlerweile entwickelte emanzipative Diskurs stellt die „natürliche“ traditionelle geschlechtliche Arbeitsteilung in Frage und legt Frauen den Weg in die Berufstätigkeit nahe. Weitgehend unbeleuchtet blieb jedoch, wer die weiterhin notwendige Haus- und Erziehungsarbeit verrichten solle. Das Weitergeben von haushaltsnaher Dienstleistungsarbeit entwickelte sich als „Lösung“ im Schatten von Debatten über ein Recht auf Kindergartenbetreuung, Ganztagsschulen und andere Betreuungsangebote für Kinder. Damit vollzog sich die Wiedereinführung von Erwerbsarbeit in den bürgerlichen Haushalt, die als „Dienstbotenwesen“ das gesamte 19. bis in das 20. Jahrhundert hinein existent war, jedoch seit Beginn des 20. Jahrhunderts allmählich verschwand. So fragen 25 Jahre nach dem Erscheinen des Aufsatzes von Bock und Duden heutige Autorinnen: „Ist die ‚Arbeit aus Liebe‘ minus die Liebe einfach Erwerbsarbeit wie jede andere Erwerbsarbeit auch?“6 Dienstleistungsarbeit aber kann von Emotionen kaum abgekoppelt werden; bei Dienstleistungen im Haushalt muss gefragt werden, ob diese Arbeit überhaupt „ohne Liebe“ verrichtet werden kann.7 Die Arbeit im Privatbereich weist weiterhin (geschlechts-) spezifische Merkmale auf.

Umverteilung der Hausarbeit

Die Arbeitsmarktpartizipation von Frauen in den entwickelten Industrieländern nahm in den vergangenen Jahrzehnten überall erheblich zu. Die Hoffnung, der gesellschaftlichen Umverteilung von Berufsarbeit folge die der Hausarbeit, hat sich allerdings nicht erfüllt; partnerschaftliche Arbeitsteilung in Haushalt und Familie fand aus unterschiedlichsten Gründen kaum statt: Die anhaltende Einkommensschere zwischen klassischen Männer- und Frauenberufen, die durch eine geschlechtsspezifische Berufswahl kontinuiert wird, existiert weiterhin; die Arbeitsmarktstrukturen bieten Männern in mittleren und gehobenen Berufen bessere Karrierechancen; der Staat begünstigt durch seine Steuer- und Sozialpolitik das strong-breadwinner-Modell; hinzu kommen wachsende Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen vieler Branchen, die sich nicht mit verlässlichen Betreuungsarrangements verbinden lassen. Der mit ansteigendem durchschnittlichen Lebensalter steigende Pflegebedarf wird nach wie vor wesentlich von Frauen erbracht und ist im Zuge veränderter Familienstrukturen keine zukunftsfähige Lösung. Zudem sind Veränderungen der Einstellung zu Hausarbeit zu konstatieren: So wird etwa in einem Zeitgeistroman8 eine „Putzfrau“ gepriesen, weil sie den in einer Wohngemeinschaft lebenden Studierenden ermöglicht, sich Freizeit zu erkaufen, die anderweitig benutzt werden kann, und weil diese Lösung im Übrigen Konflikte über Haushaltsarbeit für die gemeinsam Wohnenden reduziert. Die mittlerweile weitgehend akzeptierte Reaktion auf die ausgebliebene Gleichverteilung von Reproduktionsarbeit – bezahlte (migrantische) Hausarbeiterinnen – lässt sich als „neues Geschlechterarrangement“ verstehen, bei dem der „weibliche“ Part des Arrangements in weiblichen Händen bleibt – nicht in den eigenen, sondern in denen einer (ethnisch und sozial) anderen Frau, an die die Arbeit weitergereicht wird.9

Dies erklärt allerdings nicht hinreichend, warum selbst die in allen OECD-Ländern zu verzeichnende fallende Arbeitsmarktpartizipation von Männern nicht zu einer Neuverteilung von Hausarbeit führt. Ohne die Analyse der symbolischen, identitätsstiftenden Faktoren, die eng verknüpft sind mit sozialen Tiefenstrukturen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, lässt sich das Phänomen nicht verstehen. Hausarbeit ist nicht nur Arbeit, sondern eine ganz besonders vergeschlechtlichte Aktivität, die „emotional hochgradig mit Bedeutungen und Interpretationen darüber verbunden ist, wer wir als Frauen und Männer sind und wer wir sein wollen“10. Demnach ist Haushaltsarbeit eine Kernaktivität des „Doing Gender“, die nach wie vor für die Beibehaltung der sozialen Geschlechterordnung verantwortlich ist. Sie sorgt dafür, dass Menschen in ihrem Alltagshandeln wissen, was Männlich- und Weiblich-Sein bedeutet. Der Haushalt kann als das wichtigste Sozialisationsdepot für unsere Gesellschaft betrachtet werden. Ein zentraler Geschlechtercode, der sich als natürlicher Code darstellt, wird in der Kindheit, insbesondere im Haushalt, sozial erlernt: eine überzeugende Darstellung der Geschlechtszugehörigkeit: Handeln erzeugt und reproduziert Geschlechterdifferenzen. Dieser Argumentation folgend ist es nicht verwunderlich, dass gerade dieser Sozialbereich von starker Modernisierungsresistenz gekennzeichnet ist. Die Umverteilung von Haus- und Versorgungsarbeit auf eine andere Frau wird demnach genau aus diesem Grunde so weitgehend akzeptiert, weil sie in der Logik des Doing-Gender verbleibt und keinerlei Irritationen hervorruft, denn diese Lösung stellt das gängige Identitätsmuster nicht zur Disposition: Haushaltsarbeit bleibt auf der einen Seite der binären Geschlechterachse verortet und generiert Identität. So kann auch im Rückgriff auf traditionelle Betreuungsmuster (Amme, Kinderfrau) das Selbstbild der „guten Mutter“ aufrechterhalten werden.

Ein Markt in der Grauzone

Nun lässt die Feststellung, dass die Gleichverteilung von Haus-, Pflege- und Versorgungsarbeiten nicht stattgefunden hat, noch nicht darauf schließen, dass diese Arbeit auf dem Weltmarkt eingekauft werden müsste. In den vergangenen Jahren hat es verstärkte Bemühungen des deutschen Staates gegeben, institutionelle Kinder- und Kleinstkinderbetreuung zu verbessern und gesetzlich abzusichern11. Allerdings tendiert die deutsche Entwicklung eher zu kurzfristig-pragmatischen statt strukturellen Lösungen. Auch daraus dürften Bedürfnisse resultieren, die einen Markt – wenn auch keinen legalen12 – für Migrantinnen aus Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika etabliert haben.13

Im Gegensatz zu mehreren anderen europäischen Ländern existiert in der Bundesrepublik bislang kein legales Rekrutierungsprogramm für Hausarbeiterinnen; die einzige Ausnahme ist die mit dem neuen Zuwanderungsgesetz in Kraft getretene Genehmigung für die Beschäftigung von Haushaltshilfen aus Osteuropa in deutschen Haushalten mit Pflegebedürftigen14. In öffentlichen Debatten über Arbeitskräftebedarf bleibt dieses Thema allerdings – mit Ausnahme von Au-Pairs, die mittlerweile die Funktion preiswerter Hausarbeitskräfte einnehmen – entweder unsichtbar oder wird skandalisiert und kriminalisiert.

Obgleich der gesamte Arbeitsmarkt für Haushaltsarbeiterinnen unreguliert ist, hat er sich über multiple Netzwerke etabliert. Das Internet ist mittlerweile ein wichtiger Provider geworden sowohl für Länder mit legalen Rekrutierungsmöglichkeiten (USA, Kanada) als auch etwa für Deutschland; Arbeitszeit, -konditionen, -frequenz, Bezahlung, Zugang zum Arbeitsplatz werden zwischen den beteiligten Arbeitgeber(inne)n und Arbeitnehmer(inne)n privat ausgehandelt. Über die i.d.R. nicht stattfindende Legalisierung des Arbeitverhältnisses hinaus verfügen viele betroffene Arbeitnehmerinnen auch nicht über ein Aufenthaltsrecht oder haben es mit der Zeit verloren.15

Die Betroffenen sind oft von doppelter Illegaität betroffen oder besser: illegalisiert, denn Illegalität ist keine individuelle Eigenschaft, kein humanes Charakteristikum, sondern basiert auf staatlicher Zuschreibung und ist darum vor allem konjunkturabhängig. Illegalität ist im Prinzip kein kriminelles, sondern ein aufenthaltsrechtliches bzw. arbeitsrechtliches Delikt16. Eine fehlende Aufenthaltserlaubnis führt zu sozialer Verletzbarkeit, zu Problemen beim Anmieten einer Wohnung, bei der Beschulung von Kindern, fehlenden Sozialversicherungen und Gesundheitsversorgung. Die im Rahmen unserer Studie interviewten Frauen haben ihren Status zu über der Hälfte mit einer Ehe legalisieren können; die anderen hatten – bis auf eine immatrikulierte Minderheit – zum Interview-Zeitpunkt keinen legalen Aufenthaltsstatus. Anhaltende Illegalisierung dieses Arbeitsbereichs ist in gewisser Weise spezifisch für die Situation in Deutschland.17

Die Zusammensetzung der Gruppe der Haushaltsarbeiterinnen ist zwar außerordentlich heterogen, es kann jedoch festgestellt werden, dass sich in der Form der Haushaltsarbeit soziale Ungleichheit neu strukturiert und etabliert. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich für alle OECD-Länder feststellen: die „weibliche Rückseite der Globalisierung“. Insbesondere gut ausgebildete Frauen verlassen die Länder der „Dritten Welt“, um sich in OECD-Ländern als Haushaltsarbeiterinnen zu verdingen, wodurch ambitionierte und unabhängige Frauen der Welt zusammengebracht werden, „allerdings nicht so (…), wie sich dies die Feministinnen der reichen Länder einmal vorgestellt hatten – als Schwestern und Verbündete für gemeinsame Ziele kämpfend“, sondern „als Herrin und Dienstmädchen (…), als Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin, von einander getrennt durch Privilegien und Chancen“18.

Normale Erwerbsarbeit?

Einige Spezifika des Marktes Haushaltsarbeit sind weltweit in unterschiedlichen lokalen Ausprägungen zu finden. In den USA und Kanada existiert trotz rechtlicher Marktregulierungen ein paralleler informeller Sektor, vergleichbar mit dem in Deutschland. Sowohl der formale als auch der informelle Sektor weisen nur undeutliche Arbeitsregulierungen und unklar strukturierte Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisse auf.

Haushaltsarbeit besteht aus verrichtungs- und versorgungsbezogenen Arbeitsleistungen; die bei den versorgungsbezogenen Leistungen notwendige Gefühlsarbeit ist dabei schwer messbar. Einige Aspekte aus dem Aufgabenspektrum der drei Cs lassen sich als „Umgang mit Dingen“ definieren. Doch sind beim Kochen, Putzen und insbesondere bei der Versorgungs- und Betreuungstätigkeit noch viele weitere Kompetenzen gefragt: Managementtalent, Sorgfalt, Einfühlungsvermögen, Geduld, Ausdauer, Frustrationstoleranz, Relativierungsvermögen, Disziplin, Selbstreflexion, emotionale Intelligenz und Gedächtnisleistungen. Denn, so Kaufmann (1999), jede Aktivität im Haushalt, auch die als unangenehm empfundene, sei emotional aufgeladen19: als repetitive Arbeit ruft sie negative Emotionen wie Ekel, Scham, Schmerz und Pein hervor; als geleistete Arbeit positive wie Stolz, Sinnlichkeit (z.B. der Geruch einer gereinigten Wohnung oder gebügelter Wäsche), Lust und Zufriedenheit. Gleichzeitig ist Unsichtbarkeit ein besonderes Kennzeichen dieser Arbeit. Ihr Wert liegt darin, dass mithilfe von Reinlichkeitsritualen ein zivilisierter Zustand, der physisches und psychisches Wohlsein erzeugt, eine räumliche und mentale Ordnung wiederhergestellt wird. Hierin liegt ein Aspekt, der die Erwerbsarbeit im Haushalt von anderen Erwerbstätigkeiten unterscheidet und sie zu einer besonderen Aktivität macht: Hausarbeit ist nicht nur personalisiert und emotional aufgeladen, sondern sie findet in einem Raum statt, der als intim und gefühlsgeladen definiert wird, in dem Arbeit an und mit Identität stattfindet. Damit haben diejenigen, die diese Identitätsarbeit stellvertretend leisten, die Erwartung zu erfüllen, dass sie die sowohl mit Gegenständen als auch mit Menschen verbundenen Empfindungen, die Ökonomie der involvierten Gefühle, eruieren, akzeptieren, respektieren und teilen.

Das bedeutet nicht, dass sie sich assimilativ in das jeweilige Ordnungssystem einbinden, sie keinerlei Verhandlungsspielräume haben, allerdings kann bereits das Verrücken eines Gegenstandes oder die Benutzung von ungewöhnlichen Düften bei den Reinigungsmitteln bei den ArbeitgeberInnen Irritationen hervorrufen, da sie eine mental etablierte Ordnung oder den Geruchssinn stören. Die Frage, ob Hausarbeit ganz gewöhnliche Erwerbsarbeit ist, lässt sich daher negativ beantworten: Hausarbeit ist ein vergeschlechtlichter, strukturell entwerteter Bereich; er widerstrebt Professionalisierungsbemühungen, denn der Status dieser Arbeit ändert sich keineswegs schon dadurch, dass er in einem Erwerbsarbeitsverhältnis ausgeführt wird. Die erforderlichen Fähigkeiten gelten als Alltagskompetenz, sind schwer messbar und daher meritokratischen Prinzipien nicht zugänglich.

Warum Migrantinnen?

Bleibt der Erfolg von Migrantinnen in diesem Erwerbssektor zu klären. Neben der – im Vergleich zu legal angestellten Haushaltshilfen – preisgünstigen Entlohnung stellt der aufenthalts- und zivilrechtlich schwache Status der Migrantinnen einen weiteren Erklärungsfaktor dar. Diese zunächst auf dem Arbeitsmarkt nachteilig wirkenden Aspekte sind andererseits – als eingeschränkte Anspruchshaltung gegenüber ArbeitgeberInnen – ein Vorteil, auch gegenüber Au-Pairs aus westlichen Ländern. Leidensbereitschaft oder die Fähigkeit schwierige Arbeitsverhältnisse zu akzeptieren, wird von den ArbeitgeberInnen häufig als Eigenschaft von Osteuropäerinnen ethnisiert und so symbolisch ein asymmetrisches Differenzverhältnis etabliert – häufig schon in der Antizipation durch ArbeitgeberInnen. Weil dieses Verhältnis eine besondere Abhängigkeit darstellt, sind die Zumutungen, Erwartungen und Anforderungen hoch.

Hausarbeit von Migrantinnen etabliert und ethnisiert also ein strukturell asymmetrisches Machtverhältnis zwischen deutschen ArbeitgeberInnen und migrantischen Arbeitnehmerinnen: Die ArbeitgeberInnen profitieren zum Einen von der Asymmetrie der Weltwirtschaft, die das „Einkaufen“ billiger Arbeitskräfte aus Ländern der Dritten Welt und Osteuropa ermöglicht, d.h. von der Asymmetrie der global verteilten ökonomischen Ressourcen. Sie profitieren zum Zweiten davon, dass die Differenzlinie Geschlecht weltweit zwar lokal in unterschiedlichen Variationen auftritt, jedoch gleichzeitig als anthropologische Konstante konstruiert wird. Das Weiterreichen „genuin weiblicher Tätigkeiten“ ermöglicht ihnen den Ausbau professioneller Karrieren und entschärft Familienkonflikte. Ihrerseits reproduzieren die Haushaltsarbeiterinnen im symbolischen Akt das Doing-Gender und sorgen für die Kontinuierung traditioneller Geschlechtsidentität und traditioneller Vorstellungen von Familie.

Tatsächlich entstehen etwa beim care drain, dem Abzug von Versorgungsleistungen aus der „Dritten Welt“ durch die westlichen Länder, gegenseitige Abhängigkeiten, die ökonomisch, sozial und emotional vielschichtig sind. Akteure dieser Abhängigkeitsverhältnisse sind sowohl Personen als auch Nationalstaaten, die von ungleichen Machtverhältnissen profitieren: Haushaltsarbeit lässt sich demnach als Paradigma für Abhängigkeitsverhältnisse in globaler Perspektive analysieren.

Transnationaler Migrationsraum

Die sich im Weltverbund neu formierenden Abhängigkeiten sind in einem sozialen Raum verortet, der sich als „transnationaler Migrationsraum“ beschreiben lässt. Mit dieser im Kontext der Globalisierungsdebatte entstandenen Bezeichnung wird versucht, die mit Globalisierung verbundenen ökonomischen und sozialen Folgen zu erfassen. In die Migrationsforschung wurde der Begriff eingeführt, um die dominante Konzeptualisierung von Migrationsbewegungen als einseitig gerichtete Bewegung vom Herkunfts- in ein Aufnahmeland, der eine Integration und Adaption der MigrantInnengemeinschaften in den Aufnahmeländern folgt, kritisch zu beleuchten. Gleichzeitig gilt der Begriff als Instrument für die Analyse der Wanderungen und Wanderungsanlässe im „Zeitalter des Informationskapitalismus“, in dem als Folge zunehmender grenzüberschreitender Bewegungen von Menschen, Gütern und Informationen neue sozialkulturelle Muster und Formen der Vergesellschaftung entstehen, die Elemente der Herkunfts- und Ankunftsgesellschaft miteinander vermengen und zu einer Neumischung in hybrider Gestalt führen.20 Das Konzept versucht zudem, der Homogenisierung von Nationalstaaten als natürlichen Analyseeinheiten der Migrationsforschung zu begegnen und dem „methodischen Nationalismus“21, der die mit nationalstaatlichem Handeln verbundenen Prozesse sozialer und kultureller Schließung naturalisiert und Migration als Anomalität auffasst, entgegenzutreten. Dem gegenüber versucht es, der Heterogenität der durch Migrationsbewegungen veränderten Gesellschaften gerecht zu werden, und es betont gleichzeitig die übergreifende Qualität dieses Phänomens, innerhalb dessen neue Kommunikationsstrategien und Formen von Soziabilität entstehen, die selbst dann oft von langfristiger Dauer sind, wenn sie als Übergangsformen erscheinen. Menschen, die in solchen Netzen operieren, wären demnach keine Aus- oder EinwandererInnen mehr, sondern TransmigrantInnen, die vielleicht als eine neue Form des klassischen Fremden bezeichnet werden können, „der heute kommt und morgen bleibt“22, aber eventuell auch weiterzieht. Transnationale Biografien entziehen sich den Einteilungsmustern klassischer Nationalstaats-Zugehörigkeiten; sie sind eher als entgrenzte Bewegungen in einem dritten Raum beschreibbar, dem in-between-space23.

Als Sozialraum-Konzept fokussiert der Ansatz, vergleichbar dem der (sozialen) Klasse, das Fortbestehen bzw. die Neuorganisation sozialer Ungleichheit im globalen System.24 Die feminisierte Migration stellt in diesem Sinn mit der Wanderung in die Illegalität, der wachsenden Anzahl allein migrierender Frauen und Mütter, die zugleich ständigen Kontakt zum Herkunftsland halten, eine transnationale Bewegung dar, die sich einerseits ausgefeiltesten Kontrollen menschlicher Bewegungen über nationalstaatlichen Grenzen ausgesetzt sieht, sich andererseits vielfältiger technisch gegebener Informations- und Transportoptionen bedient, Kontaktmöglichkeiten nutzt und Multilokalität herstellt. Migrantinnen als neue Dienstmädchen entziehen sich einerseits konventioneller weiblicher Lebensführung – und tragen andererseits zu deren Verstetigung bei. So werden vergeschlechtlichte Strukturen in einem hierarchischen, globalen Arbeitsmarkt affirmiert und es entstehen ethnisierte soziale Ungleichheiten.

Anmerkungen

1) DIE ZEIT, 19.08.2004, Dossier.

2) Vgl. www.uni-muenster.de/fgei . Das von der VW-Stiftung finanzierte Projekt beinhaltete 73 narrative Interviews mit Arbeitnehmerinnen und einem Arbeitnehmer sowie ArbeitgeberInnen in Münster, Berlin und Hamburg 2002-2004. Über 90% der befragten ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen waren weiblich; sie stammten v.a. aus Polen und Ecuador, zudem aus der Ukraine, Tschechien, Ungarn, Georgien, Litauen sowie aus Kolumbien, Uruguay, Chile, Peru und Brasilien. Zusätzlich wurden Gespräche mit Selbstorganisationen und politischen InteressenvertreterInnen geführt. – Die Studie erscheint im Herbst 2006 im Verlag Barbara Budrich: Helma Lutz: Vom Weltmarkt in den Privathaushalt. Die neue Dienstmädchenfrage im Zeitalter der Globalisierung.

3) Vgl. Castles, Stephen; Miller, Mark J. (1993): The Age of Migration. International Population Movements in the Modern World. Basingstoke u.a.; Sassen, Saskia (1996): Migranten, Siedler, Flüchtlinge. Von der Massenwanderung zur Festung Europa. Frankfurt a.M.; Koser, Khalid; Lutz, Helma (Hg.) (1998): The New Migration in Europe. Social Constructions and Social Realities. London/Basingstoke. Phizacklea, Annie (1998): Migration and Globalisation: A feminist perspective. In: Koser & Lutz 1998: 21-33; Phizacklea, Annie (2003): Transnationalism, gender and global workers. In: Morokvasic-Müller, Mirjana; Erel, Umut; Shinozaki, Kyoko (Hg.) (2003): Crossing Borders and Shifting Boundaries. Gender on the Move. Opladen: 79-100; Hess, Sabine; Lenz, Ramona (2001): Geschlecht und Globalisierung. Ein kulturwissenschaftlicher Streifzug durch transnationale Räume. Königstein im Taunus; Sachverständigenrat für Zuwanderung und Integration (Hg.) (2004): Migration und Integration – Erfahrungen nutzen, Neues wagen. Jahresgutachten. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Nürnberg.

4) Bock, Gisela; Duden, Barbara (1977): Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit. Zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus. In: Gruppe Berliner Dozentinnen (Hg.): Frauen und Wissenschaft. Beiträge zur Berliner Sommeruniversität für Frauen. Berlin: 118-199.

5) Z.B. Gottschall, Karin (2000): Soziale Ungleichheit und Geschlecht. Kontinuitäten und Brüche, Sackgassen und Erkenntnispotentiale im deutschen soziologischen Diskurs. Opladen.

6) Gather, Claudia; Geissler, Birgit; Rerrich, Maria S. (Hg.) (2002): Weltmarkt Privathaushalt. Bezahlte Hausarbeit im globalen Wandel. Münster: 8.

7) Selbst kommerzielle Agenturen bieten ihre Dienste an, indem sie darauf hinweisen, dass mit besonderer Sorgfalt und Liebe in den jeweiligen Privaträumen gearbeitet wird.

8) in dem Zeitgeist-Roman von Illies, Florian (2001): Generation Golf. Eine Inspektion. Frankfurt a.M.

9) Friese, Marianne (1996): Weibliches Proletariat im Bildungsprozess der Moderne. Theoretische Erläuterungen und empirische Ergebnisse. Habilitationsschrift, Universität Bremen, Bremen.

10) Rerrich (2002): 21.

11) Etwa durch die Formalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen und Förderung eines regulären Marktes, Dienstleistungspools, Haushaltsschecks, finanzielle Subventionierung von Anbieterinnen in diesem Bereich über die so genannten Ich-AGs und (die Erwägung) steuerliche(r) Vorteile für diejenigen, die diese Leistungen legal in Anspruch nehmen.

12) Einen guten Überblick über laufende Studien geben Gather u.a. 2002; auch Thiessen, Barbara (2004): Re-Formulierung des Privaten: Professionalisierung personenbezogener haushaltsbezogener Dienstleitungsarbeit. Wiesbaden.

13) Viele Indikatoren, aber keine verlässlichen Zahlen liegen über den informellen Markt vor. 2000 beschäftigten mehr als drei Millionen private Haushalte in der BRD regelmäßig eine private Putz- oder Haushaltshilfe; uneingeschränkt sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren davon weniger als 40.000 (Schupp, Jürgen [2002]: Quantitative Verbreitung von Erwerbstätigkeit in privaten Haushalten Deutschlands. In: Gather u.a. 2002: 50-70; 65).

14) Siehe Zuwanderungsgesetz Art. 1 Kapitel 2 Abschnitt 4 §18; Beschäftigungsverordnung BGBI 1 2004 Nr. 62, S.2937 Abschnitt B §21. Diese Verordnung ist eine überarbeitete und angepasste Version der Anwerbestoppausnahmegenehmigung (ASAV §4 Abs. 9a) von 2002.

15) Umgekehrt ist ggf. die Legalisierung eines zeitweise illegalen Aufenthaltes möglich: Nach Ablauf eines legalen Aufenthalts mit Touristenvisum und dem Übergang in einen illegalen nutzen die Betroffenen die wenigen Legalisierungsmöglichkeiten (Immatrikulation an einer Hochschule oder Heirat).

16) Siehe Bade, Klaus J. (2001) (Hg.): Integration und Illegalität in Deutschland. Osnabrück: 65.

17) Vergleichbare Probleme gibt es selbst in den Ländern, in denen legale Zugänge zu diesem Arbeitsmarkt bestehen. Für Italien gehen Schätzungen davon aus, dass ein Viertel der Haushaltsarbeiterinnen illegal beschäftigt ist (Andall, Jacqueline [2003]: Hierarchy and Interdepedence: The Emergence of a Service Caste in Europe. In: Andall, Jacqueline (Hg.): Gender and Ethnicity in Contemporary Europe. Oxford/ New York: 39-60; 39). Ähnliches wird für die USA, Griechenland, Großbritannien und Spanien signalisiert.

18) Ehrenreich, Barbara; Hochschild, Arlie Russell (Hg.) (2002): Global Women. Nannies, Maids and Sex Workers in the New Economy. New York: 11.

19) Kaufmann, Jean Claude (1999): Mit Leib und Seele: Theorie der Haushaltstätigkeit. Konstanz.

20) Pries, Ludger (2000): „Transmigranten“ als ein Typ von Arbeitswanderern in pluri-lokalen sozialen Räumen. In: Gogolin, Ingrid; Nauck, Bernhard (Hg.): Migration, gesellschaftliche Differenzierung und Bildung. Opladen: S.415-438; 416.

21) Wimmer, Andreas; Glick Schiller, Nina (2003): Methodological Nationalism, the Social Sciences, and the Study of Migration: An Essay in Historical Epistemology. In: International Migration Review, Bd. 37, Nr. 3: 576-610.

22) Simmel, Georg (1908): Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung. Leipzig: 764.

23) Bhabha, Homi K. (1994): The location of culture. London u.a. – Kritische Auseinandersetzungen mit dem Konzept u.a. bei Bommes, Michael (2002): Migration, Raum und Netzwerke. Über den Bedarf einer gesellschaftstheoretischen Einbettung der transnationalen Migrationsforschung. In: Oltmer, Jochen (Hg.): Migrationsforschung und Interkulturelle Studien: Zehn Jahre IMIS. Osnabrück: 91-106; Wimmer/Glick-Schiller 2003; Westwood, Sallie; Phizacklea, Annie (2000): Trans-Nationalism and the Politics of Belonging. London/New York; Portes, Alejandro (2003): Conclusions: Theoretical Convergencies and Empirical Evidence in the Study of Immigrant Transnationalism. In: International Migration Review, Bd. 37, Nr. 3: 874-892; Apitzsch, Ursula (2003): Migrationsbiographien als Orte transnationaler Räume. In: Apitzsch, Ursula; Jansen, Mechtild (Hg.): Migration, Biographie und Geschlechterverhältnisse. Münster: 65-81; Smith, Michael Peter; Guarnizo, Luis Eduardo (Hg.) (1998): Transnationalism from Below. New Brunswick u.a.

24) Lutz, Helma (2001): Ketens van zorg. De nieuwe dienstmeisjes in de mondiale migratie. In: Tijdschrift voor Genderstudies, Bd. 4, Nr. 3: 20-34; dies. (2002): Transnationalität im Haushalt. In: Gather u.a. 2002: 86-102; dies. (2003): Geschlecht, Ethnizität, Profession. Die neue Dienstmädchenfrage im Zeitalter der Globalisierung. IKS Querformat. Münster; dies. (2004): Life in the Twilightzone: Migration, Transnationality and Gender in the Private Household. In: Journal of Contemporary European Studies, Bd. 12, Nr. 2: 47-56.


Prof. Dr. Helma Lutz ist Gastprofessorin an der Universität Hildesheim. Sie arbeitet seit langem zu Interkultureller Pädagogik und zu Migration, Geschlecht, Biografie im Kontext der Globalisierung.

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