BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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BdWi unterstützt Anliegen der "Marches for Science"

Am 22. April fanden weltweit in über 500 Städten Veranstaltungen unter dem Titel "March for science" statt (siehe: satellites.marchforscience.com/). Damit sollte für den Wert von Forschung und Wissenschaft und gegen "alternative Fakten" und die Etablierung einer "postfaktischen Ära" demonstriert werden.
Parallel zur MV des BdWi fand auch in Hamburg ein March for Science statt. Auf Antrag des AStA der Uni Hamburg nahm die BdWi-MV nach kontroverser Diskussion eine Solidaritätserklärung an, in der das Anliegen der Marches for science unterstützt wird und zudem die Verantwortung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für eine antifaschistische, demokratische friedliche und emanzipatorische Entwicklung der Gesellschaft hervorgehoben wird.

In kritischer Solidarität zu den Marches for science äußerten sich u.a. auch die GEW und die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e. V. (Natwiss.): www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/march-for-science-fuer-eine-unabhaengige-forschung/
natwiss.de/erklaerung-der-naturwissenschaftler-initiative-zu-den-weltweiten-marches-for-science/

Hingewiesen sei außerdem noch auf einen Artikel zum Thema: www.heise.de/tp/features/Ist-die-Wissenschaft-wirklich-in-Gefahr-3691797.html?seite=2

Soidaritätserklärung des BdWi mit dem "March for Science"

Die Mitgliederversammlung des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 22. April 2017 unterstützt die "Marches for Science", die heute weltweit in über 500 Städten stattfinden. Wir begreifen uns als Teil des Engagements für demokratische Wissenschaft und Wahrhaftigkeit in Gegnerschaft zu den gesellschaftlich rechten Kräften.

Der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurde 1968 von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern gegründet, um gemeinsam mit der Studentenbewegung zu wirken für die Entnazifizierung, Demokratisierung und Friedensorientierung in der Wissenschaft und Gesellschaft. Mit diesem Verständnis sind wir weiterhin heute dafür, organisiert demokratische Wissenschaft zu betreiben und zu stärken.

Wir verstehen die wissenschaftliche Tätigkeit dabei wie Klaus Holzkamp, Professor für Psychologie und langjähriges Mitglied des BdWi: "Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den Strom-Schwimmen, (...) Demnach ist Wissenschaft quasi als solche Kritik und Selbstkritik: Aber nicht die konkurrenzbestimmte profilierungssüchtige Kritik vieler bürgerlicher Intellektueller, sondern eine Kritik zur Durchsetzung des menschliches Erkenntnisfortschritts im Interesse aller Menschen gegen die bornierten Interessen der Herrschenden an der Fortdauer menschlicher Fremdbestimmung und Unmündigkeit." (Klaus Holzkamp; 1983, Forum Kritische Psychologie 12)

Wir freuen uns auf das weitere gemeinsame Wirken für gesellschaftlich eingreifende Wissenschaft zum allgemeinen Wohl und grüßen die Mitstreiter und Mitstreiterinnen auf den "Marches for Sciences" solidarisch.

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