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Klaus Holzkamp

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Forum Wissenschaft

Forum Wissenschaft 2/2014

04.07.2014: Alterspolitiken. Beiträge zur Debatte über demographischen Wandel

  
 

Forum Wissenschaft 2/2014

Kaum ein Thema wird in den letzten Jahren breiter diskutiert als der "demographische Wandel". Die Alterung der Gesellschaft wird dabei vor allem als Komplex vielfältiger zu bewältigender Probleme gesehen. Dies gilt für Fragen der Alterssicherung ebenso wie für den "Pflegenotstand". Als Grundlage zu Aussagen über Demographie und Alterspolitiken dienen häufig langfristige ökonomische Projektionen, die Kostenfaktoren in den Vordergrund rücken. Zudem werden Altersbilder oft in einer defizitorientierten Form präsentiert und diskutiert. Mediale Darstellungen reden meist über "die Alten" - als Subjekte kommen sie eher selten selbst zu Wort.

Gleichzeitig ist aber auch von den "Aktiven Alten " die Rede, die sich gern ehrenamtlich in die Gesellschaft einbringen oder gar auch länger als bis 67 berufstätig sein wollen. "Aufmüpfige Alte" organisieren sich selbst und mischen sich ein - politisch, kulturell oder sozial. Senior_innen gestalten ihr Leben aktiv und selbstbestimmt und nehmen Bildungsangebote bis zur Universität wahr.

Auch in der praktischen Politik wird seit Jahren das Leben im Alter neu verhandelt; so rief die Bundesregierung der Großen Koalition eine umfassende Rentenreform als eines ihrer zentralen Ziele aus und legte dem Bundestag in diesem Frühjahr ihr Rentenpaket zur Abstimmung vor. Ob es dazu beitragen kann, der drohenden Altersarmut vieler Menschen nachhaltig entgegenzuwirken, ist eine der Fragen, mit denen sich diese Ausgabe von Forum Wissenschaft beschäftigt. Leider können wir nicht alle der vielfältigen Facetten der Altersthematik aufgreifen. Wir wollen aber mit einer differenzierten Darstellung dazu beitragen, den rein defizitorientierten Altersbildern etwas entgegenzuhalten. Worin drückt sich eigentlich ein würdiges und sozial abgesichertes Leben im Alter aus? Wie kann individuelle Autonomie auch bei Pflegebedarf im Alter gewährleistet werden? Wer trägt die Lasten, die mit vemehrtem Pflegebedarf verbunden sind? Und wir untersuchen auch die gesellschaftlich konstruierte Gruppe "der Alten" hinsichtlich klassen- und geschlechterspezifischer Aspekte.

Für die Mitarbeit an diesem Themenschwerpunkt danken wir allen Autor_innen sowie insbesondere Gisela Notz und Jana Schultheiss.

Die nächste Ausgabe von Forum Wissenschaft erscheint im September, dann mit dem Themenschwerpunkt "Autonomie der Wissenschaft". Artikelvorschläge und -angebote nehmen wir gern entgegen. Redaktionsschluss ist der 5. August.

Alterspolitiken

Gisela Notz: Es gibt ein Leben nach der Rente

Matthias W. Birkwald / Michael Popp: Manches wird besser, aber nichts wird gut

Hannelore Buls: Alterssicherung für Frauen

Michael Zander: Wie steht die Gerontologie zu alten Menschen?

Annika Kron: Ambulant vor stationär?

Florian Bödeker: Menschen mit Demenz versorgen

Hochschule und Wissenschaft

Oliver Iost: Eingeschränktes Ranking

Nachruf

Gerhard Schäfer: Reinhard Kühnl

Aufruf

Thomas Sablowski. BdWi meets Blockupy

Ideologie

Matthias Falter: Gegen Extremismus oder: Mit Sicherheit daneben

Ökonomie

Norbert Nicoll: Von der Knappheit zur Schwemme?

Militärkritik

Dietrich Schulze: Gehorsame Köpfe

Kolumne

Georg Fülberth: Ermutigung

Nachrichten aus Wissenschafts- und Hochschulentwicklung

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Zugehörige Dateien:
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