BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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Wissenschaft und Geschlecht

06.12.2011: Neues BdWi-Studienheft erschienen

  
 

978-3-939864-14-1

Rund hundert Jahre ist es her, dass sich Frauen in Deutschland den Zugang zu Universitäten erkämpft haben. Seitdem hat sich einiges getan: Die Anzahl der Mädchen mit Abitur ist heute höher als die der Jungen. Etwa gleich viele Frauen wie Männer beginnen ein Studium und bei den AbsolventInnenquoten überholen die Frauen die Männer mittlerweile sogar. Andererseits wirken in den Hochschulen immer noch männliche Seilschaften und eine an Männern als Norm orientierte Wissenschaft. Dies führt nach wie vor zu strukturellen Benachteiligungen und Diskriminierungen von Frauen in der Wissenschaft, insbesondere bei den weiteren Karriereverläufen.

In den 1980er Jahren kam es zu einer Institutionalisierung von Frauenforschung und Frauenförderung an den Hochschulen. In der Folge konnten zwar einige durchaus wichtige Erfolge erzielt, die bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aber nicht tiefgreifend verändert werden. In jüngster Zeit scheinen neue Maßnahmen für neuen Schwung zu sorgen: So kommen Frauenförderpläne, Gender Mainstreaming, Gender Budgeting und Diversity Management auch an Hochschulen zum Einsatz und das Thema Gleichstellung findet Eingang in allgemeine Steuerungs- und Controllinginstrumente. Diese Mechanismen können prinzipiell einen Beitrag zu einem weiteren Schritt in Richtung Gleichstellung an den Hochschulen leisten. Auf der anderen Seite bergen sie aber auch Gefahren, als weitere zahnlose Versuche zu versanden oder - noch schlimmer - bestehende Frauen- und Gleichstellungsstrukturen zu schwächen oder gar zu verdrängen.

Das neue BdWi-Studienheft "Wissenschaft und Geschlecht - Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven", das der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) , dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs), der Österreicherischen HochschülerInnenschaft (ÖH) und dem Studierendenrat der Universität Jena herausgibt, gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, Diskurse und Forschungslücken, macht auf Chancen und Risiken aufmerksam.

Das BdWi-Studienheft "Wissenschaft und Geschlecht" kann ab sofort für nur acht Euro (Sonderrabatte für WeiterverkäuferInnen) hier bestellt werden. Nähere Informationen zum Heft

Bitte vormerken: Die HerausgeberInnen werden das Studienheft "Wissenschaft und Geschlecht" im Rahmen einer Veranstaltung am 25. Februar 2012 in Berlin präsentieren: .

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