BdWi - Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

»Wissenschaft ist also ein prinzipielles Gegen-den-Strom-Schwimmen.«

Klaus Holzkamp

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Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler / BdWi

Seit seiner Gründung 1968 engagiert sich der BdWi für eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung.

Er bezieht auf Kongressen, in wissenschaftlichen Publikationen und politischen Stellungnahmen öffentlich Position zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung.

Im BdWi haben sich etwa tausend Natur-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zusammengeschlossen. Sie alle verbindet ihr gemeinsames Interesse an einer emanzipatorischen Wissenschafts- und Bildungspolitik. Herzlich willkommen!

Links und populär? Emanzipatorische Klassenpolitik und linke Perspektiven gegen den autoritären Kulturkampf

Herbstakademie des BdWi und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Werftpfuhl (bei Berlin), 27. - 30.08.2015

In Griechenland und Spanien verändern linke Bewegungen die Kräfteverhältnisse gegen die autoritäre Krisenpolitik mit neuen Formen der Alltagsorganisierung und "popularen" Parteien wie Syriza und Podemos. In Deutschland ist die Zustimmung zur Großen Koalition dagegen scheinbar stabil. Unter der Oberfläche einer entpolitisierenden Verwaltung des neoliberalen Exportmodells ist aber einiges in Bewegung. Streikbewegungen wie bei Amazon, bei der Post, in den Kitas und Krankenhäusern oder Proteste gegen steigende Mieten werfen die Frage nach verbindenden Perspektiven im prekären Alltag und nach neuen Formen der Klassenorganisierung auf. Gleichzeitig entwickelt sich ein rechter Kulturkampf. Pegida mobilisiert den über Jahre geschürten anti-muslimischen Rassismus, Anti-Feministen und LebensschützerInnen wettern im Internet und auf der Straße gegen die "gender-Ideologie", gegen Abtreibungen, sexuelle Selbstbestimmung und die Pluralisierung von Lebensweisen und Familienformen. Die verschiedenen Stromlinien eines autoritären Kulturkampfes bündeln sich derzeit (noch) in der AfD. Der rechte "Populismus" dockt an Ohnmachtsgefühle im prekären Alltag, an Abstiegsängste von Teilen der Mittelklassen ebenso an wie an über Jahre verbreitete autoritäre Denkmuster. Die gesellschaftliche Linke steht vor der Herausforderung, neue Strategien für den Kampf um Hegemonie und Gegen-Macht zu entwickeln. Gegenwärtig wird darum gekämpft, ob ein autoritär-neoliberaler Block entsteht oder es gelingen kann, Kämpfe gegen Prekarisierung mit Perspektiven für Umverteilung, Selbstbestimmung und radikale Demokratisierung zu einem populären Projekt von links zusammenzubringen und emanzipatorische Veränderungen durchzusetzen.

Programm und Anmeldung

22.06.2015
Forum Wissenschaft 2/2015
Rassismus, Flucht und Migration. Zustandsbeschreibungen des deutschen Alltags (Nachrichten) mehr

19.05.2015
#AUSLAGENERSATZ streichen!
Petition gegen die Gebühren für die Sprachkurse der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung an der Universität Regensburg (Nachrichten) mehr

30.03.2015
Wilfried Kurtzke, Gunter Quaißer (Hg.): Alternative Wirtschaftspolitik - Tro(o)st in Theorie und Praxis
2. unveränderte Auflage erschienen (Nachrichten) mehr


28.07.2015
Tagungsbericht "Aktualität der Faschismustheorie"
Historische Forschung und aktuelle Entwicklungen der politischen Rechten. Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Reinhard Kühnl (1936 - 2014) am 10. Juli 2015, Marburg (Berichte) mehr

14.07.2015
Veranstaltungsdokumentation "Hochschulautonomie: Der schmale Grat zwischen Wissenschaftsfreiheit und Leitungsautokratie"
(Berichte) mehr

23.05.2015
46. MV des BdWi
Kurzbericht (Berichte) mehr

27.08.2015
Links und populär? Emanzipatorische Klassenpolitik und linke Perspektiven gegen den autoritären Kulturkampf
Herbstakademie des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Werftpfuhl (bei Berlin) mehr

19.09.2015
Perspektiven der öffentlichen Daseinsvorsorge
Fachtagung zur Bildungsfinanzierung, Berlin mehr

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